Mann fährt ungebremst ins Hafenbecken

Wilhelmshaven (NI) – Am Montagmittag, kurz nach 11.30 Uhr, erreichten die Leitstelle der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland und die Rettungsleitstelle Friesland/Wilhelmshaven mehrere Anrufe, in denen mitgeteilt wurde, dass ein Pkw-Fahrer am Hannover-Kai ungebremst über die Kaimauer in das Hafenbecken gefahren sei. Die Befragung der Zeugen vor Ort ergab, dass der blaue Kleinwagen mit sehr hoher Geschwindigkeit plötzlich auf die Kaianlagen gerast und ohne die Geschwindigkeit zu verringern direkt hinter dem Heck des dort liegenden norwegischen Kabelverlegeschiffs “Atlantic Guardian” ins Hafenbecken gestürzt sei.

Das Hafenaufsichtsboot "Argus" der Niedersachsen Ports hebt mit seinem Kran das Unfallfahrzeug. Foto: Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland
Das Hafenaufsichtsboot "Argus" der Niedersachsen Ports hebt mit seinem Kran das Unfallfahrzeug. Foto: Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland

Sofort wurde mit Tauchern der Berufsfeuerwehr sowie durch Taucher des Marinestützpunktkommandos das Hafenbecken abgesucht. Doch bei sehr eingeschränkter Sicht von unter 50 Zentimetern konnten diese das Fahrzeug zunächst nicht ausmachen. Daher bot die Crew der “Atlantic Guardian” an, mit Hilfe eines ferngesteuerten U-Bootes die Suche zu unterstützen. Diese war dann auch erfolgreich: 40 Meter von der Kaimauer entfernt in elf Meter Tiefe lokalisierten die Helfer das Fahrzeug. Taucher gingen zu dem Pkw hinunter und befestigten Seile, um ihn wieder an die Oberfläche ziehen zu können. Mit Hilfe des Krans vom Hafenaufsichtsboot “Argus” der Niedersachsen Ports konnte das Fahrzeug dann gehoben und in Richtung Kaimauer geschleppt werden. Von dort wurde der Kleinwagen mittels eines inzwischen eingetroffenen Krans eines Privatunternehmens geborgen. Der allein im Fahrzeug sitzende Fahrer konnte von den Hilfskräften nur noch tot geborgen werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

Ein Kommentar zu “Mann fährt ungebremst ins Hafenbecken”
  1. Olaf Preuschoff

    Nach ersten Ermittlungen der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland handelt es sich bei dem Fahrer um einen 46jährigen aus dem Kreis Wittmund. Nach den Zeugenaussagen wird es immer wahrscheinlicher, dass der Mann den Tod gesucht hat.

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