A 14: Bewährungsstrafe für Unfallverursacher

Magdeburg/Bernburg (ST) – Mehr als zwei Jahre nach einem schweren Busunglück auf der A 14 bei Bernburg hat das Landgericht Magdeburg am Donnerstag (29.10.2009) den Unfallverursacher zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten Haft verurteilt. Der Fahrer eines Baufahrzeugs war an einem Stauende auf einen Reisebus aufgefahren, der eine Böschung hinabstürzte. 13 Businsassen starben, 38 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen.

Von der anfänglichen Aussage, der 48-jährige Lkw-Fahrer habe nach einer Wasserflasche gegriffen, war vor Gericht keine Rede mehr. Der Mann sagte aus, er habe vermutlich zu lange in seinen Rückspiegel nach seinen Kollegen geschaut. Sein Baustellenfahrzeug war Teil einer Kolonne. Als er den nahezu stehenden Bus wahrnahm, reichte die Zeit nicht mehr für ein Bremsmanöver. Der Mann, nach dem Umfall selbst in psychologischer Behandlung, zeigte sich reumütig und war unter Tränen geständig. Die Staatsanwältin hatte eine Geldstrafe von 2.400 Euro gefordert.

Das Feuerwehr-Magazin hatte in der Ausgabe 6/2008 ausführlich über den Einsatz auf der A 14 berichtet.

Archivfoto: Am 18. Juni 2007 kam es auf der A 14 zu diesem schweren Busunfall. Foto: Polizei
Archivfoto: Am 18. Juni 2007 kam es auf der A 14 zu diesem schweren Busunfall. Foto: Polizei
Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: