Lükex: Großübung am Flughafen

Köln (NW) – Bei eisigen Temperaturen ging es bei der Landeskatastrophenschutzübung Nordrhein-Westfalens am Mittwoch auf dem Flughafen Köln/ Bonn zur Sache. Zum operativen Teil der Lükex-Übung gehörte ein Massenanfall von Verletzten auf dem Rollfeld. 77 Verletzte galt es nach einem terroristischen Anschlag auf ein Passagierflugzeug zu versorgen.

Foto: Flughafen Köln/Bonn GmbH
Für die Lükex-Übung am Flughafen Köln/Bonn wurde ein Terroranschlag simuliert. Foto: Flughafen Köln/Bonn GmbH

Die Lage: Terroristen hatten den Flieger mit einer Rakete beschossen. Das Flugzeug fing Feuer. 14 Personen wurden dadurch getötet, zehn Schwerverletzte befanden sich noch im Flugzeug, 67 weitere Personen im Umfeld der Maschine erlitten Verletzungen.

Foto: Berufsfeuerwehr Köln, Jürgen SchützeDamit nicht genug. Bei einem weiteren simulierten terroristischen Akt hatte sich ein Attentäter mit einer „schmutzigen Bombe“ in einem Terminal auf einem Kasernengelände in Flughafen-Nähe in die Luft gesprengt. Dadurch sollten 22 Personen radioaktive Strahlungen abbekommen haben.

Der Rettungsdienst brachte insgesamt 67 Personen tatsächlich in Kölner Krankenhäuser. Die Kliniken stellten mit der Übung ihre Notfallpläne auf die Probe.

Bei der Übung in Köln waren etwa 2.580 Kräfte von Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Einsatz. Weitere Teile im Rahmen der Lükex-Übung fanden in Dormagen, Gummersbach und Lemgo statt. Dort mussten die Kräfte Anschlagszenarien mit Sprengstoffen in Verbindung mit chemischen Stoffen bewältigen.

Foto: Flughafen Köln/Bonn GmbH„Mit diesen Übungen stoßen wir in eine neue Dimension vor. Das ist die größte Katastrophenschutzübung in der Geschichte Nordrhein-Westfalens”, betonte Innenminister Dr. Ingo Wolf gegenüber der Presse. „Jedes theoretische Wissen verblasst vor der Beweiskraft praktischer Erkenntnisse. Deshalb  sind regelmäßige Übungen dieser Art unverzichtbar. Ein gut funktionierender Katastrophenschutz ist existentiell für die Menschen. Entscheidend ist es, im Schadensfall schnell helfen und zielgerichtet reagieren zu können.” (Text und Fotos: BF Köln/Jürgen Schütze und Flughafen Köln/Bonn GmbH)

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