Kompakte Feuerwehr-Bilanz zum Jahreswechsel

Bremen – Das neue Jahr ist noch ganz jung, doch haben einige Feuerwehren schon mehrere Einsätze abgearbeitet. Der Wechsel ins Jahr 2014 verlief dabei sehr unterschiedlich. Mancherorts blieb es ganz ruhig, andere Wehren hatten alle Hände voll zu tun. Es gab auch wieder Angriffe gegen Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern. Wir haben ein paar weitere Infos und Zahlen aus der arbeitsreichen Nacht zusammengetragen.

Die meisten Feuerwehren waren beim Löschen von Hecken, Müll- und Altkleidercontainern gefordert. Hin- und wieder kam es zu Bränden in und an Gebäuden oder Kraftfahrzeugen. Die großen Brandkatastrophen blieben offenbar aber aus. Viele Feuerwehren beklagen dabei, dass die Brände nicht durch unachtsamen Umgang mit Feuerwerkskörpern entstehen, sondern mutwillig und gezielt Gegenstände mit Feuerwerk in Brand gesetzt werden.

  • In Pewsum (NI, Kreis Aurich) brannte an Silvester mittags ein Veranstaltungsgebäude mit Disko vollständig nieder. Die geplante Silvesterfeier musste abgesagt werden.
  • Die Feuerwehr München musste kurz vor Mitternacht einen Brand in einer Kfz-Werkstatt löschen. 30 Kräfte waren im Einsatz und erlebten dort den Jahreswechsel. Es entstand ein Schaden von zirka 100.000 Euro.
  • Von einem Unterstand an einem Doppelhaus in Appen (SH, Kreis Pinneberg) breiteten sich Flammen bis in den Dachstuhl des Gebäudes aus. Zwei Löschzüge bekämpften ab zirka 1.15 Uhr stundenlang den Brand.
  • In Bruchsal (BW, Kreis Karlsruhe) kam es während einer Silvester-Party in einer Garage zu einer Verpuffung. Zwei Männer verletzten sich, zwei Gasflaschen fingen Feuer. Die Flammen breiteten sich auf die Tische und Bänke aus. Drei freiwillige Wehren waren im Einsatz.
  • Die Feuerwehr Ratingen (NW, Kreis Mettmann) meldete 14 Einsätze. Fahrzeuge und Einsatzkräfte wurden von aggressiven Personen mit Feuerwerk beworfen.
  • Im Frankfurter Stadtteil Höchst haben zwei Jugendliche einen Zigarettenautomaten aufgesprengt und Bargeld und Zigaretten entwendet. Die Täter wurden gefasst.
  • 250.000 Euro Schaden entstand bei einem Dachstuhlbrand in Werlte (NI, Kreis Emsland).
  • Die Berliner Feuerwehr fuhr rund 450 Brandeinsätze und über 1.100 Rettungsdiensteinsätze. Das ist etwas weniger als im Vorjahr. Ein Mann verlor eine Hand sowie Teile eines Arms beim Entzünden eines Böllers ohne deutsche Zulassung. Rückblick: Silvester-Tipps der Berliner Feuerwehr.
  • Ein 71-Jähriger starb in der Silvesternacht in Stuttgart bei einem Verkehrsunfall. Er wurde im Stadtteil Hofen von einem Pkw erfasst und erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen.
  • Alleine in den ersten drei Stunden des Jahres 2014 mussten Feuerwehr und Rettungsdienst in Hannover rund 320 Einsätze fahren.
  • Die Feuerwehr Bremen beschreibt die Silvesternacht mit 50 Einsätzen als unruhig. Größter Einsatz war der Brand in einer Schule in Gröpelingen. Ein Feuer vor dem Gebäude griff auf die Schule über. Berufs- und freiwillige Feuerwehr bekämpften den Brand.
  • In Wiesbaden kam es für die Feuerwehr zu 14 meist kleinere Einsätze in der ersten Stunde des neuen Jahres.
  •  130 Brände mussten bis zwei Uhr in der Silvesternacht in Köln (NW) gelöscht werden. In einer Passage im Hauptbahnhof verrauchten Feuerwerkskörper die Gänge. Die Brandmeldeanlage sprang an und schaltete die Belüftung des Bahnhofs ein.
  • Zwei Taxen prallten in Bonn (NW) gegen 1.30 Uhr zusammen. Sechs Personen aus beiden Pkw erlitten Verletzungen. Feuerwehr sowie der Rettungsdienst mit vier Rettungswagen und einem Notarzt versorgten die Insassen.
  • Ein Großeinsatz forderte die Feuerwehren der Gemeinde Überherrn (SL, Kreis Saarlouis). In einer Garage eines Einfamilienhauses fingen ein Pkw und ein Motorroller Feuer. Der Brand griff auf das Wohnhaus über. Mit einem massiven Löscheinsatz konnten die über 80 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren eine Ausbreitung auf Nachbarhäuser verhindern.
  • 81 Kräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr bekämpften ab zirka 2 Uhr den Brand eines Möbelhauses in Dessau-Roßlau (ST). Der Brand verursachte einen Schaden von über 120.000 Euro.
  • In der Ortschaft Freiburg (NI, Kreis Stade) ging am Neujahrsmorgen eine große Scheune in Flammen auf. 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz und retteten mehrere Schafe. Einige verendeten in den Flammen. 4.000 Heurundballen wurden ebenfalls vernichtet.
  • Vier Minuten nach Mitternacht wurde ein 29-Jähriger in Mönchengladbach (NW) von einem Pkw angefahren und schwer verletzt. Er hatte auf einer begrünten Fahrbahninsel ein Feuerwerkskörper angezündet und war ohne den Verkehr zu beachten, wieder auf die Straße gelaufen. Dort erfasste ihn ein Mercedes. Der Fahrer und seine Beifahrerin erlitten durch den Aufprall ebenfalls Verletzungen.
  • Auch in Neuschwürschnitz (SN, Erzgebirgskreis) ging eine Scheune in Flammen auf.  Eine Drehleiter begann wegen der enormen Hitzestrahlung zu dampfen und musste gekühlt werden.
  • In Rostock (MV) zogen Vermummte durch die Straßen. Sie warfen einen Smart um und setzten ihn Brand.
Großbrand im Kreis Stade am Neujahrsmorgen. 150 Feuerwehrleute sind an den Löscharbeiten und der Rettung von Schafen beteiligt. Foto: Polizei
Großbrand im Kreis Stade am Neujahrsmorgen. 150 Feuerwehrleute sind an den Löscharbeiten und der Rettung von Schafen beteiligt. Foto: Polizei

 

10 Kommentare zu “Kompakte Feuerwehr-Bilanz zum Jahreswechsel”
  1. Ich find es scheise dass man Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörper beschiest ich war selbst Feuerwehrmann und bin froh dass mir sowas nicht passiert ist seit froh dass es die Feuerwehr gibt

  2. Es gibt genügend nichtdenkende Leute Randalierer die durch Leichtsinn solche Aktionen unnötige Einsätze auslösen und Sachschaden Menschen Tierleben in Gefahr bringen. In Deutschland ist einfach für solche Sachen zu wenig geregelt und wird strafrechtlich zu wenig unternommen oder nachverfolgt. Genau diese Leute die so grob fahrlässig sind sollten genau strafrechtlich zu solchen Anlässen mit einbezogen werden das sie sehen in der Praxis was es heißt diese Dinge wieder in die normale Ordnung zu bringen. Vielen Dank und daumen hoch den Rettungsdiensten sämtlicher Stationen für die arbeiten das sind die Leute die zuwenig geehrt werden.

  3. In Leonberg (BW) gab es an Silvester drei Einsätze darunter ein Großbrand.Sowie am Neujahrstag einen Einsatz.

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