Heißes Wochenende im Container

Breitenburg-Nordoe (SH) –  Atemschutzeinsatztraining in der Kreisfeuerwehrzentrale in Breitenburg-Nordoe: Fast 200 ausgebildete Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger nutzten am Wochenende die Gelegenheit, unter äußerst realistischen Bedingungen bei weit über 300 Grad Hitze, viel Rauch und um sich schlagenden Flammen im mobilen Brandcontainer sicheres Vorgehen und Brandbekämpfung durchzuführen.

Den Führungskräften aus dem Kreis Steinburg wurden gleichzeitig verschiedene Fortbildungsmöglichkeiten angeboten. Für den Workshop “Atemschutzüberwachung” konnte der stellvertretende Schulleiter der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein Detlef Heinrich als Dozent gewonnen werden. Er verdeutlichte an zwei Einsätzen mit tödlich verunfallten Atemschutzgeräteträgern, wie wichtig die klare Formulierung von Mindestanforderungen, aber auch die dann erforderliche konsequente Durchführung einer Atemschutzüberwachung ist. Ein weiterer Workshop fand zum Thema “Sicherheitstrupp” statt. Wenn eine Einsatzmannschaft unter Atemschutz ein brennendes Haus betritt, ist es für den Einsatzleiter von besonderer Priorität, auch die Retter im Notfall durch einen Sicherheitstrupp retten zu können. Hierfür ist die Ausrüstung und Ausstattung des zu stellenden Sicherheitstrupps und das einheitliche Vorgehen im Kreis Steinburg wichtig. Matthias Trapp, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Garding und einer der Mitbegründer von solchen kreisweiten Veranstaltungen zum Thema Atemschutz moderierte diesen zweiten Workshop.

Beeindruckend und für die meisten sicher auch eine verkannte Einsatzhilfe ist das richtige Deuten und die Beurteilung des Brandrauches. Spannend und mit vielen Einsatzbildern untermauert vermittelte Adrian Ridder von atemschutzunfaelle.eu den Teilnehmern die Einschätzung von Farbe, Dichte, Luftstrom, Wärme und Flamme des Brandrauches in Verbindung mit dem Tätigwerden der Feuerwehr. So müssen die verantwortlichen Einsatzkräfte den Zustand des Rauches in die Planung ihres weiteren Vorgehens mit einbeziehen. Ist der Rauch beispielsweise tiefschwarz und beginnt zu pulsieren, ist dies häufig ein Vorzeichen, dass sich der heiße Brandrauch mit einer gewaltigen Flammenbildung entzündet. Anhand von Einsatzbildern und Videos wurden verschiedene Situationen durchgesprochen, analysiert und bewertet. (Text: KFV Steinburg)

Training im Landkreis Steinburg: Ein Atemschutztrupp trainiert. Foto: Kreisfeuerwehrverband Steinburg
Training im Landkreis Steinburg: Ein Atemschutztrupp trainiert. Foto: Kreisfeuerwehrverband Steinburg
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