Hamburg: Zweitgrößter Brand in diesem Jahr

Hamburg – Zum zweitgrößten Brandeinsatz in diesem Jahr musste die Feuerwehr Hamburg am Montagnachmittag ausrücken. Ein Büro- und Lagerkomplex stand in Flammen. Die Löscharbeiten im Stadtteil Hamm wurden auch durch einen Löschroboter unterstützt und dauerten am Dienstagmorgen noch an. Vier Personen erlitten leichte Verletzungen. 2013 waren bisher nur die Löscharbeiten an Bord des Frachtschiffes “Atlantic Cartier” im Frühjahr aufwändiger.

Großeinsatz für die Feuerwehr Hamburg: Im Stadtteil Hamm brennt ein 4.000 Quadratmeter großer Gebäudekomplex. (Foto: Timo Jann)Gegen 15 Uhr war in einer Lagerhalle am Hammer Deich aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Der Brand griff rasch um sich, erfasste in dem verwinkelten Gebäudekomplex auch noch eine zweite Lagerhalle und einen Gebäudetrakt mit mehreren Büros. Schließlich wurde das Stichwort FEU4Y ausgelöst – Einsatz für vier Löschzüge der Berufsfeuerwehr, zahlreiche Freiwillige Feuerwehren und Sondereinheiten. Vier Menschen mussten wegen leichter Verletzungen vom Rettungsdienst versorgt werden.

“Wir haben es hier mit einer extrem schwierigen Situation zu tun, die Gebäudeteile sind nur schwer zugänglich und sehr verwinkelt”, erklärte Hamburgs Feuerwehrchef Kalus Maurer gegenüber feuerwehrmagazin.de am Einsatzort. Am späten Naschmittag stand ein rund 4.000 Quadratmeter großer Komplex in Vollbrand. Das Feuer wurde von der Rückseite, die an einem Kanal liegt, auch von einem Löschboot aus bekämpft. Von der Landseite her kamen mehrere Monitore und Strahlrohre zum Einsatz. Außer drei Drehleitern waren auch zwei Teleskopmastfahrzeuge im Einsatz, um den durch das Dach schlagenden Brand von oben bekämpfen zu können.

Großeinsatz für die Feuerwehr Hamburg: Im Stadtteil Hamm brennt ein 4.000 Quadratmeter großer Gebäudekomplex. (Foto: Timo Jann)
Großeinsatz für die Feuerwehr Hamburg: Im Stadtteil Hamm brennt ein 4.000 Quadratmeter großer Gebäudekomplex. (Foto: Timo Jann)

Aufgrund der enormen Rauchentwicklung – es brannten unter anderem alte Kühlschränke, Autos und Gummiwaren – waren die Löscharbeiten nur unter Einsatz von Atemschutz möglich. Der Innenangriff musste zeitweilig aufgrund von Einsturzgefahr des Gebäudes eingestellt werden, deshalb kam am Abend ein ferngesteuertes Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) zum Einsatz. Insgesamt waren rund 170 Feuerwehrleute im Einsatz. (Text und Fotos: Timo Jann)

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