Hamburg: Schuldfrage bleibt weiter unklar

Hamburg – Nach dem schweren Alarmfahrtunfall in Hamburg, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen, ermittelt die Polizei weiterhin, um die Unfallursache aufzuklären. Doch noch bleibt der genaue Unfallhergang unklar. “Nach Auswertung der bislang insgesamt 20 Zeugenaussagen ist eine eindeutige Einordnung zur Frage der Vermeidbarkeit des Unfalls nicht zu treffen”, teilten die Beamten am Dienstag mit.

Am Dienstag sind die letzten Zeugen vernommen worden. Nach Polizeiangaben sei nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Fahrer des Linienbusses bei Grünlicht aus einer Buskehre gefahren. Der Maschinist des Löschfahrzeugs hatte beim Einfahren in die Kreuzung Rotlicht zu beachten. Die Beamten gehen außerdem aufgrund der Zeugenaussagen davon aus, dass das HLF mit eingeschaltetem Blaulicht unterwegs war. Wann jedoch das Martinhorn eingeschaltet wurde, sei unklar. Aufschluss darüber soll ein Sachverständiger geben, der mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt wurde. Auch die gefahrenen Geschwindigkeiten soll das Gutachten ermitteln. Mit einem Ergebnis rechnet die Polizei nicht vor Ende August.

Bei der Kollision des HLF mit einem Linienbus waren am 6. Juli 2011 zwei Menschen getötet und 18 weitere verletzt worden, fünf von ihnen schwer. Zwei der schwer Verletzten liegen noch immer in Krankenhäusern.

Weiterer Artikel zum Thema:

Das schwer beschädigte HLF der Feuerwehr Hamburg. Foto: Presse-Nord/Langer
++++++++++ BILDNACHWEIS / FOTOS: PRESSE-NORD / Langer (PRESSE-NORD / Langer) ++++++++++
Das schwer beschädigte HLF der Feuerwehr Hamburg. Foto: Presse-Nord/Langer
Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: