Großfeuer in Firma: 750.000 Euro Schaden

Kronau (BW) – Ein Großbrand in einem kunststoffverarbeitenden Betrieb in Kronau (Kreis Karlsruhe) hat am Dienstag einen erheblichen Sachschaden verursacht. Einem Großaufgebot mehrerer Feuerwehren gelang es jedoch, den Produktionsbereich der Firma zu halten.

Kurz vor 11 Uhr war das Feuer auf dem Gelände einer Firma für Spritzgusstechnik bemerkt worden. Als die ersten Kräfte der Feuerwehr Kronau an der Einsatzstelle eintrafen, hatte das Feuer bereits vom Gebäude auf mehrere angrenzende Silos mit Kunststoffgranulat übergegriffen. Aufgrund der großen Ausdehnung des Brandes, dessen Rauchentwicklung über Kilometer hinweg zu sehen war, wurden zusätzliche Kräfte aus Bad Schönborn und Waghäusel nachgefordert. Die rund 25 Mitarbeiter des Betriebes hatten sich bereits selbst in Sicherheit gebracht.

Zwei Drehleitern im Einsatz

Da die Silos nicht mehr zu halten waren, konzentrierten sich die Maßnahmen der Feuerwehr zunächst darauf, den eigentlichen Produktionsbereich zu schützen. Während die Kräfte mit einer Vielzahl von Rohren und den Wenderohren von zwei Drehleitern von außen gegen die Flammen vorgingen, schirmten im Inneren der Halle, die bereits teilweise zusammengebrochen war, Atemschutzträger an einer Brandwand den Maschinenpark des Betriebes ab. Durch den massiven Einsatz der Feuerwehr gelang es, die hochwertigen Produktionsanlagen zu schützen und so noch größeren Schaden zu verhindern. Bei den Löscharbeiten kamen dann auch noch Kräfte der Feuerwehr Östringen zum Einsatz. Kräfte der Feuerwehr Bruchsal standen in Bereitstellung.

Erschwert wurden die Löscharbeiten durch das teilweise Zusammensacken der Lagerhalle. Um an die Brandnester unter den verformten Metallteilen heranzukommen, mussten die Trümmer mit einem Bagger entfernt werden.

Warnungen per Radio-Durchsagen

Aufgrund der starken Rauchentwicklung, die Richtung Kronau zog, wurde die Bevölkerung mit Radiodurchsagen vorsorglich aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Kräfte der Feuerwehr Philippsburg führten zusammen mit einem Fachbereater Messungen auf verschiedene Stoffe durch, die jedoch keine gefährlichen Konzentrationen ergaben. 

Die Polizei, die ebenfalls mit einem Großaufgebot an der Einsatzstelle war, hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der Sachschaden wurde zunächst auf etwa 750.000 Euro geschätzt. Noch während der Löscharbeiten in Kronau mussten Fahrzeuge der Feuerwehr Bad Schönborn wegen eines brennenden Motorrollers in Langebrücken abrücken.

Brand in Kronau: Im Gewerbegebiet Heidig brennt ein kunstoffverarbeitender Betrieb. Foto: Reiff/Feuerwehr
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