Großbrand in Reifenlager: Zehn Wehren gefordert

Thedinghausen (NI) – Ein Großbrand in einem Reifen- und Holzlager in einem Industriegebiet in Thedinghausen-Morsum (Kreis Verden) hielt in der Nacht zu Montag Kräfte aus neun Ortsfeuerwehren der Gemeinde, die Feuerwehr Achim mit einer Drehleiter, den Gefahrgutzug des Landkreises und die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) in Atem.

Gegen 1 Uhr wurde der Rettungs- und Feuerwehreinsatzleitstelle im Verdener Kreishaus der Brand gemeldet. Die ersten Kräfte konnten schnell feststellen, dass bereits große Teile des Lagers in Brand geraten waren. Somit wurde die Alarmstufe auf “Brand 3” erhöht. Mit zahlreichen Trupps unter Atemschutz und zum Teil unter Einsatz von Hitzeschutzanzügen wurde ein massiver und umfassender Löschangriff durchgeführt. Da eine Ausbreitung des Feuers in Form eines Flächenbrandes aufgrund des starken Funkenfluges nicht ausgeschlossen werden konnte und das Löschwasser zum Teil über weite Strecken befördert werden musste, wurden weitere Kräfte alarmiert.

Durch den Einsatz von Schaum und Wasser konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden – allerdings kam noch ein Radlader zum Einsatz, um das Brandgut auseinander zu ziehen und so gezielter ablöschen zu können.

Besonders belastend wirkten vor allem für die eingesetzten Atemschutzgeräteträger die trotz der Nachtzeit noch immer hohen Temperaturen. Die SEG “Verpflegung” desDeutschen Roten Kreuzes (DRK) versorgte die Einsatzkräfte mit Getränken.

Die extreme Rauchentwicklung erforderte im Verlauf des Einsatzes die Warnung der Bevölkerung verbunden mit der Aufforderung, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch aus demBereich Weyhe im benachbarten Landkreis Diepholz informierten sich besorgte Bürger bei der Polizei. Die Besatzung des Gerätewagen-Mess des Gefahrgutzuges des Landkreises führte parallel Schadstoffmessungen durch, um die tatsächliche Belastung in der Umgebung feststellen zu können. Nach anfänglich erhöhten Werten normalisierten sich die Messergebnisse aber nach einiger Zeit.

Da das verschmutzte Löschwasser – durch Gummirückstände und das ausgebrachte Schaummittel – in ein Regenrückhaltebecken gelangt war, wurde die Untere Wasserbehörde des Landkreises angefordert, um die Lage zu bewerten. Da davon auszugehen war dass auch Abwassergullis vorsorglich zu verschließen sein könnten, wurden Kräfte der Gefahrgutgruppe aus der Samtgemeinde Thedinghausen zusammengezogen, die letztlich nicht mehr einzugreifen brauchten.

Die Polizei geht davon aus, dass der Brand gelegt worden ist. In dem kleinen Ort war es in den vergangen Wochen mehrfach zu Brandstiftungen gekommen.

Großbrand in Morsum: Ein Reifenlager geht in Flammen auf. Foto: KFV/Buhrke
Großbrand in Morsum: Ein Reifenlager geht in Flammen auf. Foto: KFV/Buhrke

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