Großbrand greift auf Kiefernwald über

Kirchlinteln (NI) – Ein gefährlicher Großbrand hat in der Nacht zu Mittwoch in Neddenaverbergen bei Kirchlinteln (Kreis Verden) rund 150 Kameraden aus acht Feuerwehren in Atem gehalten. Ein großes Rundballenlager war an einem Waldrand in Flammen aufgegangen, ein Waldbrand in einem Kiefernbestand war die Folge.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte gegen 21.30 Uhr stand das aus etwa 500 Rundballen bestehende Lager auf einer Länge von 300 Metern in Flammen – ausgerechnet am Rande eines Kieferwaldes. Der Wind peitschte die Flammen in den Baumbestand, rund 6.000 Quadratmeter Wald brannten bereits. Massiver Funkenflug und bis zu den Baumkronen schlagende Flammen machten die Situation noch brisanter. Die Leitstelle alarmierte Kräfte aus acht Feuerwehren, davon zwei aus dem benachbarten Landkreis Rotenburg.

Die Feuerwehr konzentrierte sich zunächst darauf, eine Brandausbreitung zu verhindern. Die größte Herausforderung stellte dabei die Wasserversorgung dar. Der nächst gelegenste Hydrant reichte nicht aus, um den enormen Löschwasserbedarf zu decken. Diverse Tanklöschfahrzeuge karrten das Löschwasser im Pendelverkehr heran, bis zu 13 Mal mussten die Maschinisten “nachladen”. Mit Güllefässern unterstützten Landwirte die Löscharbeiten. Gleichzeitig bauten weitere Kameraden – unter anderem mit Hilfe eines Schlauchwagens – eine rund 3.000 Meter lange Leitung aus der Ortschaft zu dem Einsatzort auf einem Feld auf.

Nach rund zweieinhalb Stunden war der Brand soweit unter Kontrolle, dass mit Hilfe von Treckern und Teleskopladern die Ballen auseinander gezogen und abgelöscht werden konnten. Während ein Großteil der Einsatzkräfte gegen 3 Uhr einrücken konnte, musste die örtliche Wehr bis zum Morgengrauen eine Brandwache stellen.

Auf einer Länge von rund 300 Metern brennt ein Rundballenlager, die Flammen greifen auf den angrenzenden Kiefernwald über. Foto: Michael Klöpper
Auf einer Länge von rund 300 Metern brennt ein Rundballenlager, die Flammen greifen auf den angrenzenden Kiefernwald über. Foto: Michael Klöpper

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