Glätte: Immer wieder dieselbe Unfallstelle

Bergkamen (NW) – Glatteis-Unfälle in Serie haben Feuerwehr und Polizei in Bergkamen (Kreis Unna) in Atem gehalten. Der schwerste ereignete sich am Dienstagvormittag. Eine 36-Jährige hatte auf einer Kanalbrücke die Kontrolle über ihr Auto verloren und war mit einem Kleinlaster kollidiert. Die Fahrerin wurde mit den Füßen eingeklemmt und musste von der Feuerwehr, die mit den Löschgruppen Overberge und Rünthe angerückt war, befreit werden.

Auch die Rettungskräfte hatten Schwierigkeiten mit der glatten Fahrbahn am Unfallort: “Die Straße war eine Eisfläche”, schildert Bernd Externbrink, stellvertretender Löschgruppenführer in Bergkamen-Rünthe die Situation. So mussten die Feuerwehrleute erst Salz streuen, um bei der Rettung der schwer Verletzten sicher arbeiten zu können. Behutsam wurde die Frau aus dem Auto gehoben und in einen Rettungswagen gebracht, der sie ins Krankenhaus fuhr. Ein Rettungshubschrauber aus Dortmund, der am Unfallort landete, kam nicht mehr zum Einsatz.

Während der Spurensicherung am Unfallort fiel Polizisten auf, dass die Frau mit Sommerreifen unterwegs war. Die Winterreifen lagen noch im Kofferraum des Wagens.

Ebenfalls am Dienstagmorgen verunglückte an gleicher Stelle ein 20 Jahre alter Mann. Gegen 8.45 Uhr musste der junge Fahrer hinter der Kanalbrücke bremsen und kam ins Schleudern. Eine Autofahrerin wich auf den Gehweg aus, doch eine 26-jährige Frau konnte nicht mehr bremsen. Sie schrammte erst am Auto der anderen Fahrerin vorbei und fuhr dann gegen das Auto des 20-Jährigen.

Am Fuß der Brücke zeugte zudem ein demolierter Opel Corsa von der gefährlich glatten Straße in diesem Bereich. Nach Auskunft der Polizei war der Fahrer hier in der Nacht von der Fahrbahn abgekommen und in die Leitplanke geprallt.

Unfall in Bergkamen: Auf glatter Fahrbahn krachte es an dieser Stelle mehrfach. Hier befreit die Feuerwehr eine eingeklemmte Autofahrerin. Foto: Magda
Daniel Magalski / MAGDA
Unfall in Bergkamen: Auf glatter Fahrbahn krachte es an dieser Stelle mehrfach. Hier befreit die Feuerwehr eine eingeklemmte Autofahrerin. Foto: Magda

 

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