Gewässerverunreinigung führt zu Großeinsatz

Geesthacht (SH) – Öl-Alarm am Elbufer bei Geesthacht im Kreis Herzogtum Lauenburg: Am Sonntagmorgen meldeten Spaziergänger der Polizei über Notruf, dass sich auf der Elbe ein Ölfilm befinden würde. Eine Streife der Polizei überprüfte die Meldung und stellte fest, dass sich der Ölfilm elbaufwärts etwa zwei Kilometer weit erstreckte. Sofort wurde Großalarm für Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und Umweltbehörde ausgelöst.

“Wir haben die Situation von der Wasserseite aus durch unsere Bootsbesatzung erkundet und vor allem auch an der Einfahrt zum Hafen und zum Schleusenkanal eine starke Gewässerverunreinigung festgestellt”, erklärte Geesthachts Feuerwehrchef Sven Albrecht gegenüber feuerwehrmagazin.de am Einsatzort. Die Ursache des gräulichen Schmierfilms, der sich auf mehreren Hektar der Wasseroberfläche ausgebreitet hatte, konnte hingegen bisher nicht ermittelt werden. Sämtliche Schiffe, die auf der Elbe unterwegs sind, werden mit ihrer Ladung und Kennung an den Schleusen erfasst, sodass anhand einer entnommenen Probe der Verunreinigung der Verursacher ermittelt werden könnte.

Es war die erste große Gewässerverunreinigung der Elbe, seit die Zuständigkeit für den Flussabschnitt im Bereich der Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern im Sommer von der Hamburger Wasserschutzpolizei zu deren Kollegen nach Niedersachsen mit einer Station am Schiffshebewerk in Scharnebeck übergegangen war. Die Experten kamen nach der Erkundung der Lage am Elbufer zu der Entscheidung, dass aufgrund der Strömung der Elbe der Einsatz von Ölsperren keinen Sinn machen würde. Nach eineinhalb Stunden konnten die 40 Feuerwehrleute ihren Einsatz daher wieder beenden.

Die Feuerwehr Geesthacht lässt ihr Boot auf der Elbe zu Wasser. Foto: Timo Jann
Die Feuerwehr Geesthacht lässt ihr Boot auf der Elbe zu Wasser. Foto: Timo Jann
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