Gefährlicher Kellerbrand: Gasleitung brennt

Dortmund (NW) – Vier Menschen sind in der Nacht zu Samstag bei einem Kellerbrand in der Dortmunder Nordstadt verletzt worden. Das Feuer war gegen 22.49 Uhr in einem Mehrfamilienhaus an der Stollenstraße ausgebrochen. Für die Feuerwehr ein schwieriger und gefährlicher Einsatz, eine Gasleitung war leck geschlagen, das ausströmende Gas geriet in Brand und sorgte für eine enorme Dauerstichflamme.

Als die Feuerwehr eintraf, loderten die Flammen aus den Kellerfenstern und dichter Rauch füllte die Straße. Mehrere Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt noch im Haus und mussten mit Fluchthauben gerettet werden. Vier von ihnen, auch eine schwangere junge Frau, wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Doch dann war es für die Feuerwehr mit der Routine vorbei: Denn die Löscharbeiten bei dem Kellerbrand entpuppten sich als weit schwieriger als zunächst angenommen. Wohl als Folge des Feuers war es im Keller zu einem Gasleck gekommen. Gas strömte aus und ließ die Flammen noch höher schlagen. Um eine Explosionsgefahr zu vermeiden, entschieden sich die Einsatzleiter, das Gas weiter kontrolliert brennen zu lassen.

Gas kann erst nach anderthalb Stunden abgestellt werden

Mehrere Trupps suchten währenddessen im Keller nach einer Möglichkeit, um die Gaszufuhr abzustellen und die Flammen so zu löschen. Im dichten Rauch gelang das erst nach eineinhalb Stunden. Das Feuer im Keller war dann schnell gelöscht. Doch damit nicht genug. Durch die hohen Temperaturen hatte der Boden der Wohnung über dem Keller Feuer gefangen, war zum Teil durchgebrannt. Als die Feuerwehr hier löschte, zündete das Zimmer plötzlich mit einer Stichflamme durch. Erst am Samstagmorgen konnten die letzten Feuerwehrleute die Einsatzstelle verlassen.

Kellerbrand in Dortmund: Ein Trupp verlässt das Gebäude. Foto: Magda
Kellerbrand in Dortmund: Ein Trupp verlässt das Gebäude. Foto: Magda
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