Gebäudebrand: Reetdachhaus nicht zu retten

Hamburg – Ein historisches Reetdachhaus im Hamburger Stadtteil Altengamme ist am Dienstagnachmittag bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Möglicherweise hatten die Bewohner beim Anheizen eines Ofens versehentlich Funkenflug verursacht. Dadurch könnte sich der vernichtende Großbrand entwickelt haben. Die Bewohner konnten sich unverletzt retten, der Gebäudeschaden beträgt rund 300.000 Euro.

Die Feuerwehr Hamburg schickte die Löschzüge der Berufsfeuerwehr aus Bergedorf und Billstedt zum Altengammer Hauptdeich. Dazu rückten auch die freiwilligen Wehren aus Altengamme, Curslack, Krauel Warwisch und Fünfhausen an. “Wir mussten zunächst eine lange Schlauchleitung verlegen, um ausreichend Löschwasser einsetzen zu können”, berichtete Feuerwehrsprecher Hendrik Frese gegenüber feuerwehrmagazin.de an der Einsatzstelle. Aus einem ehemaligen Hafen am Elbufer wurde schließlich über drei B-Leitungen Wasser zur Brandstelle gepumpt.

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Sechs C-Rohre, vier B-Rohre und ein Wenderohr setzten die Feuerwehrleute ein. Frese: “Wegen der starken Rauchentwicklung konnte direkt am Objekt nur unter Atemschutz gearbeitet werden.” Die Rauchsäule zog weithin sichtbar über den Hamburger Osten bis nach Schleswig-Holstein. “Das Feuer fraß sich immer tiefer ins Reet und wütete in den Zimmern des Hauses”, sagte Frese. Die Feuerwehrleute rissen das Reet vom Dach, sägten dazu auch mit einer Multifunktionssäge Sparren und Verstrebungen auf, hatten aber keine Chance, den Brand zu löschen, ehe das gesamte Haus zerstört war.

Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude konnte durch den Einsatz verhindert werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich stundenlang hin. (Text: Timo Jann)

Feuer in Hamburg-Altengamme: Ein Reetdachhaus brennt. Foto: Timo Jann
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