Nach Gasexplosion: fünf Personen vermisst

St. Pölten (Österreich) – Bei einer Gasexplosion in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten ist heute ein Einfamilienhaus fast komplett eingestürzt. Noch immer werden fünf Personen vermisst. Rund 600 Einsatzkräfte sind vor Ort.

Die Explosion hatte sich gegen 8 Uhr ereignet, danach war das Wohnhaus in Flammen aufgegangen. Durch die Druckwelle und umherfliegende Teile sind auch benachbarte Häuser beschädigt worden.

Zustand nach Explosion: Einfamilienhaus in St. Pölten. Foto: FF St. Pölten-Stadt/Lang
Zustand nach Explosion: Einfamilienhaus in St. Pölten. Foto: FF St. Pölten-Stadt/Lang

In der Anfangsphase des Einsatzes galten bis zu acht Personen als vermisst – unter anhaltender Explosionsgefahr. Während die Feuerwehr den Brand bekämpfte, evakuierten Polizisten die umliegenden Straßenzüge. Vier der evakuierten Personen haben eine Rauchgasvergiftung erlitten und mussten zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus gebracht werden.

Mittlerweile ist die Explosions-Gefahr gebannt, die Gasleitungen im Süden der Stadt wurden abgeschiebert. Die Löscharbeiten dauern weiter an. Mit dem 50-Tonnen-Kran der Feuerwehr St. Pölten und Baggern wird vorsichtig der Schutt abgetragen, um die vermissten Personen aufspüren zu können.

Im Einsatz sind 21 Feuerwehren mit rund 500 Kräften sowie Rotes Kreuz und Samariter mit 60 Kräften. Unterstützung erhalten sie von Einheiten des Katastrophenhilfsdienstes mit 30 Kräften – darunter 8 Mitarbeiter der Krisenintervention – und 13 Hunden.

(Quelle: FF St. Pölten; Foto: FF St. Pölten-Stadt/Lang)

Ein Kommentar zu “Nach Gasexplosion: fünf Personen vermisst”
  1. Michael Klöpper

    In einer abschließenden Pressemitteilung teilte die Feuerwehr St. Pölten am Freitag, 4. Juni 2010 mit:

    “Durch händisches Arbeiten der Feuerwehreinsatzkräfte sowie der Hilfe durch ein Kranfahrzeug, mehrerer Bagger und Containerfahrzeugen des Wirtschaftshofes St. Pölten wurde der Trümmerkegel Stück für Stück abgetragen und nach den Vermissten gesucht.

    Um 17.14 konnte der erste Leichnam geborgen werden, um 17.34 wurde eine zweite Person tot aufgefunden. Die beiden verstorbenen Personen dürften sich im 1. Stock des Hauses befunden haben. Gegen 22.40 Uhr wurde eine dritte Person tot aufgefunden, in den Nachtstunden auf den 04. Juni 2010 wurden auch die letzten beiden vermissten Personen tot aus dem Trümmerhaufen geborgen. Auch nach der Totenbergung wurde er Trümmerkegel weiter durchsucht um das Auffinden von weiteren Personen auszuschließen. Anwesende Hundestaffeln konnten aufgrund der immensen Rauchentwicklung nicht eingesetzt werden.

    Lage um 08.00 Uhr früh:

    „Brand Aus“ konnte um 04.45 gegeben werden, der Feuerwehreinsatz wurde um 05.00 Uhr für beendet erklärt. Weitere Personen wurden im Trümmerkegel nicht gefunden. Die gesamte Einsatzstelle wurde polizeilich abgesperrt, die Erhebungsarbeiten des LKA und BKA beginnen in den Vormittagsstunden. Über eine mögliche Ursache für das Unglück kann derzeit noch keine Information gegeben werden.

    Von der Einsatzstelle wurden über 440 Tonnen an Schutt und Material mit 60 Containertransporten zur Deponie St. Pölten verbracht. Auf der Deponie Ziegelofen wurde eine Brandwache sichergestellt, um verbliebene Glutnester beseitigen zu können.”

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