Fire Bikes in Liverpool

Merseyside (Großbritannien) – Zwei BMW-Motorräder ergänzen seit kurzem die Flotte der Einsatzfahrzeuge des Merseyside Fire and Rescue Service (MF&RS). In einem sechsmonatigen Feldversuch wollen die Verantwortlichen die Eignung der Staffel vor allem für Entstehungsbrände testen. Mit diesem Versuch werden zum ersten Mal in Großbritannien Motorräder für die Brandbekämpfung bei einer Feuerwehr eingesetzt.

Eines der beiden BMW-Motorräder des MF&RS. Foto: Tony Thomas
Eines der beiden BMW-Motorräder des MF&RS. Foto: Tony Thomas

Die beiden BMW RT1200 in Polizeiausführung sind mit einer Löschanlage ausgerüstet worden. Sie besteht aus zwei 25-Liter-Tanks und einer Schlauchhaspel mit 30 Meter formstabilem Schnellangriffsschlauch. An dessen Ende ist ein Doppelstrahlrohr angekuppelt, mit dem wahlweise Schaum oder Wassernebel erzeugt werden kann. Das System der Firma Firexpress aus Dänemark nutzt Druckluft als Treibgas. Die beiden Fahrer, Colin Golden und Chris Bowers, tragen spezielle Motorradkombis, die das MF&RS zusammen mit der britischen Firma Universal Carbon Fibres entwickelt hat. Sie schützen die Fahrer bei Stürzen genauso wie gegen Feuer. Zudem sind beide erfahrene Motorradpiloten und als Ausbilder für Sicherheitsfahrtrainings tätig.

Bereits seit fünf Jahren nutzt das MF&RS Motorräder zum Erkunden bei Meldereinläufen automatischer Brandmeldeanlagen. Seinerzeit gab es in Liverpool (gehört zum Metropolitan County Merseyside) aufgrund von Baumaßnahmen regelmäßig Verkehrsstaus. Da 97 Prozent der automatischen Feueralarme sich im Nachhinein als Fehlalarm erwiesen, konnten die ebenfalls alarmierten Löschfahrzeuge die Einsatzfahrt meist frühzeitig abbrechen. Der Erfolg dieses Projekts führte 2007 zu Überlegungen, wie Motorräder auch für den Brandeinsatz genutzt werden könnten. Über 60 Prozent der Einsätze des MF&RS gehen auf Kleinbrände (Müll, Reifen, Flächenbrand) zurück. (Text: Merseyside Fire & Rescue Service, Fotos: Tony Thomas)


5 Kommentare zu “Fire Bikes in Liverpool”
  1. Henry Bartusch

    Total überflüssig.

    Man beachte z.B. das Bild bei dem der Kradfahrer direkt an dem brennenden PKW
    steht.
    Ich bezweifle das die Löschmittelmenge für diesen PKW reicht.

    Meldefahrer i.O; Brandbekämpfung nicht i.O.

    H3.

  2. Henry Bartusch!!! lass doch mal das System laufen! Vieleicht können die Motorradfahrer das Feuer eindämmen bis ein Fahrzeug vor Ort ist. Also bitte nicht immer alles gleich negativ bewerten, wenn mann keine Ahnung hat wie das System konzepiert ist und nicht immer allea negativ sehen.

  3. Cool, geil … so in der heutigen Sprache. Schickes Moped

    Solche Fahrzeuge bei einer Wehr die viel auf Autobahnen unterwegs ist, finde ich dies als angebracht. Vielleicht auch noch als erstes Fahrzeug in einer Großstadt aber für ein normales Einsatzaufkommen – hmm, was soll ich sagen. Jeder denkt anders darüber aber wie charls schon sagt. Man sollte den hintergrund kennen und es einfach mal test.
    Warum nicht!

    Kai

  4. Hatte die BF Frankfurt/Main nicht auch schon einmal Motorräder eingesetzt und hat diese nach kurzer Zeit wieder außer Dienst genommen ?
    Als Testphase ist es sicherlich in Ordnung, jedoch habe ich auch Zweifel an dieser Taktik. In Asiatischen Ländern werden solche Methoden auch eingesetzt, wo jedoch das Verkehrsaufkommen deutlich höher ist.

  5. Michael Klöpper

    @Daniel: Stimmt, die Motorräder der BF Frankfurt gab es. Diese wurden in Feuerwehr-Magazin 5/2001 vorgestellt.

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