Feuerwehrmann bei Einsatz bestohlen

Verden (NI) – Ein 66-jähriger Autofahrer ist bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A 27 nahe der Anschlussstelle Verden/Ost (bei Bremen) am späten Mittwochabend schwer verletzt worden. Der Cloppenburger war mit seinem Mercedes ML 350 von der Fahrbahn abgekommen und unter anderem gegen mehrere Bäume geprallt. Während des Rettungseinsatzes wurde ein Feuerwehrmann Opfer eines dreisten Diebstahls.

Der Unfall ereignete sich gegen 23.15 Uhr auf der Richtungsfahrbahn Bremen zwischen Walsrode (Heidekreis) und Verden (Kreis Verden). Warum der Pkw von der Fahrbahn abkam, ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Fest steht, dass der Wagen mindestens gegen fünf Bäume prallte und diese sogar teilweise entwurzelte bzw. umriss. Außerdem mähte das Fahrzeug zwei Leitpfosten und diverses Strauchwerk nieder und hob eine Schachtabdeckung eines Kanaleinlaufes aus seiner Verankerung. Die stabile Fahrzeugkonstruktion des SUV verhinderte trotz einer erheblichen Beschädigung des Fahrzeugs das Schlimmste: der Fahrer überlebte den Unfall mit schweren Verletzungen.

Opfer wird ohne Hilfsmittel gerettet

Aufgrund der Meldung, dass der Fahrer eingeklemmt sei, rückte neben Autobahnpolizei und dem Rettungsdienst auch der Rüstzug der Freiwilligen Feuerwehr Verden mit 17 Kräften und vier Fahrzeugen aus. Letztlich konnte der ansprechbare Fahrer jedoch ohne technische Hilfsmittel nach einer medizinischen Erstversorgung selbstständig aus dem Wrack steigen. Die Feuerwehrleute konnten sich auf das Ausleuchten der Unfallstelle, die Sicherstellung des Brandschutzes sowie das Abklemmen der Fahrzeugbatterie konzentrieren.

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Die Bergung des verunglückten Fahrzeuges übernahm ein Abschleppunternehmen. Die Autobahn blieb während der Maßnahmen vorübergehend voll, später teilweise gesperrt. Aufgrund der späten Stunde hielt sich die Länge des Rückstaus in Grenzen.

Eine unangenehme Überraschung erwartete einen Feuerwehrmann nach der Rückkehr vom Einsatzort zum Verdener Feuerwehrhaus. Offenbar hatten unbekannte Täter die Gelegenheit genutzt, und sich während des Einsatzes an den privaten Fahrzeugen der ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu schaffen gemacht. Aus einem Fahrzeug stahlen sie ein Navigationsgerät, das in einer Mittelkonsole verstaut gewesen war. Der Betroffene erstattete Anzeige.

Schwerer Unfall auf der A 27 bei Verden: der verunglückte Mercedes-Fahrer wird abtransportiert. Foto: Michael Klöpper
29 Kommentare zu “Feuerwehrmann bei Einsatz bestohlen”
  1. Pätrick

    So eine Schweinerei…da hetzt man mitten in da Nacht zum Einsatz um anderen zu helfen und quasi als “Dank” für sein Engagement wird man auch noch beklaut…

  2. Leider schrecken Diebe davor nicht zurück. Mir wurde auch schon mal während eines Einsatzes ein Fahrrad gestohlen welches ich nur schlecht (nur abgeschlossen und nicht angekettet) hatte. 🙁

    Ich wünsche Euch, dass der Dieb ermittelt werden kann.

  3. Ich muss gestehen das ich beim eintreffen im Gerätehaus dann das Auto auch nicht zu schließe. Ich schmeiße den Schlüssel auf den Tisch und ziehe mich an.Und hoffe immer das ein Kamerad dann noch kommt und die Tore schließt und mal nach den Autos guckt.

  4. Sauerei! Ich meine schlimm genug das immer wieder Autos aufgebrochen und ausgeräumt werden aber gerade bei Einsatzkräften, bei denen schon auf Grund des Stellplatzes zumeist klar was die grade machen, finde ich es besonders übel!

  5. Hendrik

    Tja, das ist mir auch schon passiert, man kommt vom Einsatz wieder und das Portmonai und der Digitale Funkmelder sind weg.

  6. Solche Ar***löcher, ohne Sinn und Verstand wer auf so eine dreiste Idee kommt.
    Hoffentlich ersetzt es ihm die Stadt bzw. der Kreis aus Kulanz für seine verkorksten Bürger…

  7. Schande über solche Saftsäcke (für die hätte ich schlimmeres im Kopf, aber diese armen Ganoven hatten ja bestimmt eine schwere Kindheit).
    Gute Besserung an den Verunfallten!!

  8. Frechheit !!!! wenn Die gefasst werden Schaden ersetzen und 2000 Stunden Sozialarbeit in der Gemeinde machen dann merken die bestimmt das das eine Scheiss Idee war !!!!!!!!!

  9. Irgendwann jagen sie dich zum Fehlalarm raus
    und in der Zwischenzeit hben die die Autos geknackt
    und das FW- Gerätehaus noch dazu.

    Deswegen auch Vorsicht mit bei Alarm selbstöffnenden Türen/ Tore
    am Gerätehaus.

  10. Das ist herb! Also müssen wir nun auch darauf achten, dass wir schön unsere Autos abschließen, keine Gegenstände in dem offenen Gerätehaus lassen usw… Armes Deutschland…

  11. Was sind das nur für Schw…… solche dürften mir nicht in die Finger kommen erstmal pauschal pro Finger 40 Hiebe mit der Peitsche und danach noch 2000 Sozialstunden in der Gemeide ableisten. Nicht das Ich jetzt auf solche Sachen stehe aber solchen Leuten gehört es nicht anders. Unser einer versucht um fast jeden Preis anderen zu helfen und dann sowas. Natürlich auch hier an dieser Stelle den verunfallten gute Besserung.

  12. bei uns wurde mal während eines einsatzes ein schweisgerät geklaut ausm magazin, die diebe waren sehr dreist, den um sowas zu klauen braucht man auch ein fahrzeug, un kann es nicht unterm arm mitnehmen

  13. Mathias

    Mal wieder unterstes Stammtischniveau hier inkl. dem heutzutage natürlich immer dazu gehörenden Schlachtruf “Armes Deutschland!”.
    Fehlt nur noch, dass einer die Todesstrafe fordert…

  14. Mit derartigen, miesen Vorkommnissen sollte man trotzdem sachlich umgehen und daraus Rückschlüsse ziehen und konsequent umsetzen. Beschimpfungen und Ausdrücke unteren Niveaus helfen nicht weiter. Erst recht nicht der Aufruf zu mittelalterlichen Methoden vorbei an jedem rechtsstaatlichen Maßstab. Fakten lassen sich so nicht ändern.

  15. Jürgen

    Wir waren bei einem VKU mit eingeklemmten Kind ,während diesem Einsatz wurde einen Kamerad das kompl. Auto gestohlen. Das ist jetzt über 10 Jahre her , aber der Kamerad hat bis heute sein Auto nicht bezahlt bekommen. Die Diebe wurden gefasst sind aber nicht zahlungsfähig.Deswegen ist immer Eigenschutz sehr wichtig.

  16. Es ist doch so, dass die meisten Pkw heutzutage eine fernbedienbare Zentralverriegelung haben. Und zumimfstens ich schaffe es bei jedem Einsatz im Lauf auf dem weg vom Auto ins Gerätehaus den Knopf zu drücken. Es ist traurig, dass es mittlerweile nötig ist, aber es ist wie im Einsatz selbst. Der eigenschutz geht nuneinmal vor.

    Bei uns im LZ funktioniert es mittlerweile zum Glück auch, dass ein Mitglied der Besatzung des letzten Fahrzeuges alle Tore schließt und die eingangstür abschließt.

    Grüße aus Nieukerk.

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