Feuerwehr rettet 14 Menschen bei Großbrand

Überlingen (BW) – In der Nacht zu Mittwoch brannte es in der Altstadt von Überlingen (Bodenseekreis) in einem Wohn- und Geschäftshaus. Für die Feuerwehr Überlingen bedeutete dies Großalarm. Den Einsatzkräften gelang es, insgesamt 14 Menschen aus dem brennenden Gebäude zu retten. Eine Person musste reanimiert werden.

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Szene kurz nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte beim Wohnungsbrand in der Überlinger Innenstadt. Foto: Feuerwehr Überlingen

Kurz nach Mitternacht wurden Anwohner auf das Feuer aufmerksam und setzten Notrufe ab. Das erste Obergeschoss des denkmalgeschützten Gebäudes stand bei Ankunft der Feuerwehr bereits vollständig in Flammen. Aus den Fenstern drangen dichter Rauch und Flammen. Zu dem Zeitpunkt befanden sich noch 14 Personen in dem Gebäude.

Über eine Drehleiter und mehrere tragbare Leitern brachten Feuerwehrleute die Bewohner des Hauses in Sicherheit. Im Obergeschoss fanden die Helfer einen bewusstlosen 22-jährigen Mann. Er wurde ins Freie gebracht und dort wiederbelebt. Mit schweren Verletzungen kam er in ein Krankenhaus. Noch sieben weitere Personen transportierte der Rettungsdienst zur Behandlung in eine Klinik. In einem nahegelegenen Altenheim und in einem vor Ort eingerichteten Behandlungsplatz wurden die übrigen sechs Personen betreut.

Leitereinsatz bei Feuer. Foto: Feuerwehr UeberlingenNeben der umfangreichen Menschenrettung hatte die Feuerwehr alle Hände voll mit der Brandbekämpfung in der engen Altstadt zu tun. Zur Unterstützung rückte eine zweite Drehleiter aus Uhldingen-Mühlhofen an. Im Innenangriff öffneten Atemschutzgeräteträger Böden und Decken, damit sie versteckte Brandherde ablöschen konnten.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den frühen Morgen. Eine Brandwache blieb vor Ort, um ein Wiederaufflammen möglicher Glutnester zu verhindern. Ein Statiker des Technischen Hilfswerkes (THW) wurde zur Beurteilung der Gebäudestandfestigkeit hinzugezogen.

Rettungsdienst und die Polizei waren ebenfalls mit einem Großaufgebot am Einsatz beteiligt. So kamen über 140 Einsatzkräfte zum Einsatz. Da das Gebäude durch das Großfeuer unbewohnbar wurde, bemüht sich die Stadtverwaltung um eine Unterkunft für die Hausbewohner.

Am Einsatzort dauern die Ermittlungen der Kriminalpolizei an. Die Brandursache konnte noch nicht abschließend geklärt werden.

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