Fast fünf Stunden in Lokomotive eingeklemmt

Enns (Österreich) – Bei einem schweren Zugunglück nahe des österreichischen Enns sind am frühen Samstagmorgen zwei Männer schwer verletzt worden. In einer stundenlangen und aufwändigen Rettungsaktion musste die Feuerwehr die beiden Eingeklemmten aus einer Lokomotive befreien.

Die Freiwillige Feuerwehr Enns war um 1.29 Uhr alarmiert worden, nachdem ein Güterzug aus bislang unbekannter Ursache auf einen anderen Zug aufgefahren war. Dabei war der letzte Waggon des gerammten Zuges angehoben worden und hatte sich in die auffahrende Lokomotive gebohrt. Der Lokführer und ein Mitfahrer wurden dabei eingeklemmt.

Die Rettungsaktion gestaltete sich enorm aufwändig, erst nach zwei Stunden war der Lokführer befreit. Mit Hilfe einer Drehleiter konnte er über eine steile Böschung gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Noch schwieriger war die Rettung des Mitfahrers. Der Puffer des gerammten Waggons war in die Lok eingedrungen, dabei waren die Beine des Mannes von verformten Metallteilen eingeklemmt worden. Ein Notarzt betreute den Patienten, während die Feuerwehr in mühsamer Kleinarbeit die Metallteile Stück für Stück entfernte. Dabei kamen vor allem hydraulische Rettungsgeräte zum Einsatz. Gegen 6.15 Uhr, beinahe fünf Stunden nach dem Unfall, konnte auch das zweite Opfer befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Bei einem Zugunglück bei Enns (Österreich) sind am Samstag zwei Männer schwer verletzt worden. Die Befreiung der Eingeklemmten dauerte mehrere Stunden. Foto: Feuerwehr Enns
Bei einem Zugunglück bei Enns (Österreich) sind am Samstag zwei Männer schwer verletzt worden. Die Befreiung der Eingeklemmten dauerte mehrere Stunden. Foto: Feuerwehr Enns

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