Elbe: Öltanker läuft auf Grund

Hamburg  – Alarm auf der Elbe: Am Samstag ist gegen 9.30 Uhr zwischen Geesthacht (SH) und Hamburg-Zollenspieker das 85 Meter lange Binnentankschiff „Volker“ aus noch ungeklärter Ursache auf Grund gelaufen. Mehr als 120 Feuerwehrleute aus Hamburg und Niedersachsen waren im Einsatz, um den Untergang des mit 1500 Tonnen schwerem Heizöl beladenen Schiffes zu verhindern. Mit Erfolg.

Der Kapitän steuerte sein Schiff nach der Grundberührung auf der Fahrt elbabwärts in seichtes Wasser unweit des Ufers. Zeitweise lag es wegen der starken Strömung der Hochwasser führenden Elbe quer im Fluss und behinderte die Schifffahrt. Bei dem Anlegemanöver hatte sich ein Bootsmann einen Finger zerquetscht, so dass er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Eindringendes Wasser wird aus dem havarierten Tanker abgepumpt. Foto: Timo Jann
Eindringendes Wasser wird aus dem havarierten Tanker abgepumpt. Foto: Timo Jann

„Der Kapitän hatte uns über den Notruf um Hilfe gebeten, so dass wir gemäß dem Einsatzstichwort eines Schiffes in Notlage mit einem Großaufgebot ausgerückt sind”, berichtete Feuerwehrsprecher Peter Braun am Unglücksort. „Es ist uns zum Glück schnell gelungen, mehr Wasser aus dem Schiffsbug zu pumpen, als durch das Leck in der Bordwand nachlaufen konnte”, sagte er. Ein Taucher ertastete unter Wasser ein etwa zehn mal drei Zentimeter großes Loch, so Braun. Von der Ladung trat nichts aus. Unter anderem setzte die Feuerwehr die beiden Hamburger Löschboote aus dem Hafen der Hansestadt sowie einige Kleinboote aus Hamburg und dem niedersächsischen Landkreis Harburg ein. Auch von Bord der Fähre „Spieker Möwe“ aus wurde gearbeitet, zwei Löschfahrzeuge konnten so direkt zum Havaristen gebracht werden.

Mit Hilfe eines sogenannten Lecksegels wurde der Riss in der Bordwand provisorisch abgedichtet. „Das Lecksegel ist wie ein großes Pflaster, das sich durch den Wasserdruck auf die kaputte Stelle legt und diese verschließt”, erklärte Braun. Anschließend wurde das Schiff auf eine Werft begleitet werden. Der Einsatz der Feuerwehr hatte sich bis dahin mehrere Stunden hingezogen.

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