DWD erwartet keine nationale Katastrophe

Offenbach/Berlin – Tief “Daisy” kommt – und wird in Teilen Deutschlands für große Schneemengen und Schneeverwehungen sorgen. Behinderungen und Unfälle sind wahrscheinlich, Technisches Hilfswerk und Feuerwehren bereiten sich auf Einsätze vor. Der Deutsche Wetterdienst, der mit gesetzlichem Auftrag vor dem bevorstehen Unwetter warnt, will die Wettererscheinung allerdings nicht überbewertet wissen.

Diplom Meteorologe Jens Hoffmann spricht auf der Website des Deutschen Wetterdienstes (www.dwd.de) klare Worte: Die bevorstehende Lage sei brisant und nicht alltäglich, sie führe zu Schwierigkeiten und Behinderungen im öffentlichen Leben, besonders auf Straßen und Schienen. Aber: “Zu einer nationalen Katastrophe sollte diese Wetterlage nicht führen”, so Hoffmann in seinem synoptischen Kurzfristbericht.

Unterdessen meldet sich das THW zu Wort: “Wir nehmen die Unwetterwarnungen ernst und beobachten die Lageentwicklung in Deutschland”, sagt THW-Präsident Albrecht Broemme in einer Pressemitteilung. “Das THW ist bundesweit darauf vorbereitet, auf Anforderung der Feuerwehr, der Polizei oder der Bahn eingesetzt zu werden. Dafür haben unsere Einsatzkräfte das Know-how und ihre Ausbildung.”

Auch manche Feuerwehren rüsten sich für Schnee und Eis. So meldete die Feuerwehr Dortmund aufgrund der Witterungslage vier zusätzliche Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug als einsatzbereit. Löschzüge der freiwilligen Feuerwehr sollen bereits bei kleineren Einsätzen alarmiert werden, um die Berufsfeuerwehr zu entlasten.

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Ein Kommentar zu “DWD erwartet keine nationale Katastrophe”
  1. Michael Klöpper

    Pressemitteilung des Verband der Feuerwehren in NRW:

    “Bergneustadt (ots) – Für das kommende Wochenende kündigen die Wetterdienste für NRW verstärkten Schneefall an. Auch Schneeverwehungen sind möglich. Durch die anhaltend niedrigen Temperaturen besteht vor allem in Wohn- und Nebenstraßen schon jetzt eine geschlossene Schneedecke, die teilweise vereist ist.

    Die Feuerwehren in NRW sind auf diese besonderen Wetterverhältnisse vorbereitet. “Sehr viele Einsatzfahrzeuge werden bereits am Freitag mit Schneeketten ausgerüstet. In den höheren Lagen des Landes sind zahlreiche Fahrzeuge ohnehin schon länger mit Schneeketten einsatzbereit”, fasst Verbandssprecher Jörg Müssig die Lage zusammen. Abhängig von den Strukturen der örtlichen Feuerwehren werden weitere Maßnahmen getroffen: Kraftstoffreserven werden erhöht, Fahrzeuge mit Auftausalz und weiteren Gerätschaften aufgerüstet, Lagerbestände an Einsatzverpflegung aufgestockt. Jörg Müssig: “Auch bei außergewöhnlichen Schneeverhältnissen können die Menschen in NRW darauf vertrauen: Die Feuerwehren werden im Rahmen der technischen und wetterbedingten Möglichkeiten jegliche Hilfeleistung so gut und so schnell wie möglich leisten.”

    “Die Feuerwehren empfehlen bei Eintritt einer tatsächlich extremen Wetterlage mit Starkschneefällen und / oder Glatteis allen Menschen in NRW, möglichst zu Hause zu bleiben und das Winterwetter aus sicherer Distanz in Ruhe zu genießen”, so Brandrat Gero Droste von der Berufsfeuerwehr Dortmund.

    Wer nicht zu Hause bleiben kann und mit dem Auto unterwegs ist, kann mit angemessener Umsicht und ein paar Vorkehrungen außergewöhnliche Schneelagen entschärfen. “Vor allem bei widrigen Wetterverhältnissen wird die Feuerwehr häufig zu Unfällen alarmiert. Eine zügige Anfahrt etwa auf einer Autobahn ist nur möglich, wenn alle Verkehrsteilnehmer umsichtig agieren und vor allem im Stau eine Rettungsgasse bilden”, betont VdF-Pressesprecher Christoph Schöneborn. Dabei ist zu beachten, dass Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdiensten häufig zeitversetzt an Einsatzstellen eintreffen.

    Folgende Hinweise können für Autofahrer hilfreich sein: * Vor Fahrtantritt ist es ratsam den Tankstand zu prüfen – so wird man nicht mit fast leerem Tank durch einen Stau und den damit einhergehenden Kraftstoffverbrauch etwa für die Heizung überrascht. * Mit einer Decke im Fahrzeug können Sie sich bei längeren Staus vor Kälte schützen. * Denken Sie an Lebensmittel für den Notfall (Schokolade, heißer Tee, Babynahrung), um auch längere Stauzeiten überbrücken zu können.

    Auch an Schneewochenenden gilt, was ganzjährig rund um die Uhr nicht vergessen werden darf: Im Notfall ist der europaweite und kostenlose Notruf 112 immer die richtige Nummer für schnelle Hilfe von Feuerwehr und Rettungsdienst.”

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