Dringend Helfer für Waldbrandcamp gesucht

Rizomata (Griechenland) – Die E.S.E.P.A., die Organisation der freiwilligen Feuerwehren in Griechenland, schlägt Alarm: Für das Waldbrandcamp, das im Sommer wieder in dem griechischen Bergdorf Rizomata stattfinden soll, werden dringend Helfer gesucht. Der Appell richtet sich an deutsche, österreichische und Schweizer Feuerwehrleute bzw. THW-Helfer.

Ein E.S.E.P.A.-Helfer löscht bei einem Bodenfeuer. Foto: Maximilian FürmannIn den vergangenen Jahren war das Camp schon zu Jahresbeginn oft gut nachgefragt – in diesem Jahr ist das anders. Nur eine der Wachschichten gilt derzeit als weitgehend ausgebucht. Grund dafür dürfte vor allem der gestiegene Eigenkostenanteil sein. Durch immer höhere Kosten und den Wegfall staatlicher Zuschüsse an die E.S.E.P.A. müssen die Camp-Teilnehmer in diesem Jahr für ihren 14-tägigen Aufenthalt einen Unkostenbeitrag von 300 Euro entrichten – zusätzlich zu den Kosten für die eigene Anreise bis zum Flughafen Thessaloniki. Im Gegenzug werden für die zwei Wochen Vollpension, Aufenthalt in klimatisierten Wohncontainern und der Flughafentransfer gestellt. Als Bonbon gibt es ein Ausbildungs-Handbuch oben drauf.

Gefragt sind Idealisten, die in ihrem Urlaub etwas bewegen möchten. Die Camp-Besatzungen üben und patroullieren – und kommen, je nach Anforderung und Lage, auch bei größeren Waldbränden zum Einsatz. In den vergangenen Jahren ist die Hilfe der Camp-Teilnehmer mehrfach dankbar in Anspruch genommen worden (insbesondere im Katastrophenjahr 2007), da die Feuerwehr in Griechenland personell und technisch vergleichsweise schwach aufgestellt ist. Den Helfern aus dem Camp ist aber auch ohne Einsätze das Gemeinschaftserlebnis wichtig. “Es ist ein gewisses Abenteuer und der Zusammenhalt der Kameraden aus den unterschiedlichsten Wehren ist beeindruckend”, beschrieb einer der Teilnehmer das Camp-Erlebnis.

Übrigens: Die E.S.E.P.A. sucht auch verschiedene Ausrüstungsgegenstände als Spende: B-CBC-Verteiler, Strahlrohre (D und C), D-Kupplungen, C-Schläuche (15 bzw. 20 Meter), Übergangsstücke (B-C, C-D), B-Kupplungen (Zwei-Zoll-Innengewinde). Materialspenden (z. B. ausgemustertes aber funktionsfähiges Gerät) können direkt gesandt werden an: Martin Kessler, E.S.E.P.A. Orga-Team, Alte Winnender Steige 7, 71334 Waiblingen.

Alle Daten und Informationen bzw. Anmeldemöglichkeiten sind im Internet zu finden: http://www.esepa.net/. Weiterführende Infos über die E.S.E.P.A. gibt es unter http://www.esepa.gr/. Feuerwehr-Magazin-Abonnenten können in unserem Online-Archiv in derAusgabe 12/2007  eine ausführliche Reportage über das Camp und die E.S.E.P.A. finden. (In Ausgabe 11/2001 gibt es eine Reportage über das erste Waldbrandcamp, diese Ausgabe ist allerdings nicht digital verfügbar.) (Foto: Maximilian Fürmann)

3 Kommentare zu “Dringend Helfer für Waldbrandcamp gesucht”
  1. ehemaliger Teilnehmer

    Naja, wenn man dafür zahlt und dann noch tagelang irgendwelche Arbeitsdienste verrichten soll, ist klar warum dann keiner kommt. Und damit meine ich nicht Ausbauten am Camp,mdas wäre ja noch in Ordnung, sondern das die Teilnehmer als kostenlose Arbeitskräfte missbraucht werden um irgendwelche Bootsstege u.ä. für irgendwelche Bürgermeister benachbarter Dörfer zu errichten, genau weiß ich da nicht, da ich mich damals geweigert habe da mitzumachen.

  2. Tja liebe Griechen obs wirklich am “hohen” Eigenanteil des Camps liegt mag ich zu bezweifeln vieleicht hättet ihr im allgemeinen die Hand die euch im Moment füttert nicht abschlagen sollen,ich sag nur EU – Rettungsschirm, unsere Kanzlerin mit einem ehemaligen Östereicher zu vergleichen alle Deutschen als Naz… zu beschimpfen. Überlegt doch mal selbst. Und bei uns brennen die Wälder auch!!

  3. An sich klingt es ja grade für Mitglieder freiwilliger Wehren nicht schlecht. Reise in ein anderes Land, Austausch über Technik und Taktik mit Gleichgesinnten und reale Einsätze um Erfahrungen zu Sammeln.

    Aber Wer soll dafür bitteschön 300€ und min. 2 Wochen Urlaub opfern?!

    Für einen kleineren Eigenanteil kann man sicherlich darüber nachdenken aber so denke ich nicht das sich noch allzuviele Interessenten finden werden.

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