Deutsche Hilfe für die Philippinen läuft an

Manila/Frankfurt (Philippinen/Deutschland) – Der Taifun “Haiyan” hat vergangene Woche eine Spur der Verwüstung auf den Philippinen verursacht. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 380km/h gilt “Haiyan” als einer der stärksten tropischen Wirbelstürme, die je aufgezeichnet wurden. Das Land befindet sich mitten in einer humanitären Katastrophe. Mehrere Millionen Menschen hat der Taifun obdachlos gemacht. Die Zahl der Toten steigt unaufhörlich. Deutsche Hilfsorganisationen und Hilfsgüter wurden nun offiziell angefordert und in die entfernten Krisengebiete entsandt.

Die von der Naturgewalt angerichteten Schäden haben ein Ausmaß, welches sich jeglicher Vorstellungskraft entzieht. Die gesamte Infrastruktur ist zerstört. In den Provinzen Leyte und Samar haben über vier Millionen Menschen ihr Hab und Gut verloren. Dem Sturm folgten mancherorts Starkregen, was wiederum Überflutungen nach sich zogen. Um die unzähligen Verletzten zu versorgen, ist nun weltweite Hilfe gefragt. Auch Deutschland erreichte offizielle Hilfeersuchen.

I.S.A.R. Germany

24 Ärzte, Pfleger und Rettungsassistenten von International Search and Rescue (I.S.A.R.) sind bereits am Samstag mit zwei Tonnen Medikamente des Medikamentenhilfswerks “action medeor” in das Katastrophengebiet geflogen und betreiben dort einen Behandlungsplatz für 100 Patienten. Das Team kann sich zehn Tage autark versorgen.

Vom hessischen Rodgau aus transportierte das THW am Wochenende 20 Tonnen Hilfsgüter der Hilfsorganisation World Vision an den Frankfurter Flughafen. Foto: THW
Bundesanstalt Technisches Hilfswerk
Vom hessischen Rodgau aus transportierte das THW am Wochenende 20 Tonnen Hilfsgüter der Hilfsorganisation World Vision an den Frankfurter Flughafen. Foto: THW

Lufthansa

Am Dienstagmorgen startete ein Großraum-Airbus der Lufthansa vom Flughafen Frankfurt. Im Flugzeugbauch waren 5.400 Fleece-Decken, 3.000 großen Plastikplanen und Zelten sowie dringend benötigte Medizintechnik verstaut. Das Hilfspaket wog 25 Tonnen und wurde von Lufthansa, der Organisationen World Vision e. V. und I.S.A.R Germany zusammengetragen. Das Luftfahrtunternehmen stellte die Transportkapazität kostenlos zur Verfügung. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz hatte die Koordination übernommen.

Technisches Hilfswerk

Das Technische Hilfswerk (THW) erkundet seit Sonntagnacht mit fünf Einsatzkräften die Einsatzmöglichkeiten des THW und unterstützt die deutsche Botschaft. Denkbarer Einsatzschwerpunkt könnte die Trinkwasseraufbereitung sein. Das THW verfügt über spezielle Auslands-Einsatzgruppen, die täglich 40.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen können. Weiterhin half das THW beim Transport der von der Lufthansa beförderten Hilfsgüter.

@fire

Ein dreiköpfiges Vorausteam flog ebenfalls am Dienstagmorgen ab Frankfurt zu den Philippinen. Mit Absprache mit den Vereinten Nationen und dort bereits tätiger Hilfsorganisationen wird der genaue Bedarf für medizinische Hilfe ermittelt und zur @fire-Zentrale nach Deutschland übermittelt. In wenigen Tagen soll eine bundesweite Mannschaft vom Verein @fire Internationaler Katastrophenschutz Deutschland e.V. folgen.

Verladearbeiten für den Hilfseinsatz des THW. Foto: THW
Verladearbeiten für den Hilfseinsatz des THW. Foto: THW
10 Kommentare zu “Deutsche Hilfe für die Philippinen läuft an”
  1. Bevor du hier so einen Blödsinn von Dir gibst würde ich mich vorher erstmal sachkundig machen ob der phillipinische Staat überhaupt über ein Hilfeleistungsssystem verfügt, welches Auslandseinsätze zulässt. Und m Vergleich zu dem Hochwasser in Deutschland bei dem ein relativ kleiner Teil unseres Landes betroffen war und es Gott sei Dank überwiegend bei Sachschäden geblieben ist, leiden dort tausende von Menschen unter Wasser- und Nahrungsmittelknappheit. Auch von dem Zustand waren wir hier Gott sei Dank weit entfernt. Im Sinne einer sachlichen Diskussion würde ich es sehr begrüßen wenn Du Deine Stammtischparolen künftig für Dich behältst.

  2. Dafür bezahl ich gerne sinvoller zweck lieber e paar Millionen dafür raus feuern da ist jemand geholfen als für pleite Länder ! Größte annerkenung an die Helfer

  3. Es ist wichtig das den Menschen dort nach so einer Katastrophe geholfen wird, nur frage ich, in einem Land wo jedes Jahr eine solche Katastrophe sein kann, wieso ist dieses Land nicht besser auf so etwas vorbereitet, durch Armee und auch ehrenamtlichen Kat-schutz ?

  4. Christian Pannier

    Ich hoffe, dass Frau Henkler nicht Mitglied einer Feuerwehr oder Hilfsorganisation ist. Falls doch, so wäre die charakterliche Eignung für dieses Amt durchaus zu hinterfragen.

    @Bernd Simonis
    >>nur frage ich, in einem Land wo jedes Jahr eine solche Katastrophe
    >>sein kann, wieso ist dieses Land nicht besser auf so etwas vorbereitet,
    >>durch Armee und auch ehrenamtlichen Kat-schutz ?

    Ääääähhh… mal Nachrichten gesehen?
    Erstens passiert auf den Philippinen nicht “jedes Jahr” eine derartige Katastrophe und zweitens ist dort die komplette Infrastruktur zerstört. Selbst wenn dort an jeder Ecke ein Feuerwehr- / KatS-Zentrum mit 20 HLF und 5 RW gestanden hätte, aktuell steht da gar nichts mehr. Aktuell haben die Menschen dort kein Dach mehr über dem Kopf und nichts mehr zu Essen, glaubst du ernsthaft in solch einer Situation würde irgendwer sagen “Ach ja, ich hab kein Haus mehr, eigentlich habe ich GAR NICHTS mehr, meine Familie hungert und Trinkwasser gibt es auch nicht, aber ich mach jetzt mal einen auf KatS-Helfer”?
    Denkt ihr eigentlich mal nach bevor ihr was bei Facebook schreibt?

  5. Matthias Gerhardy

    Ich glaube, hier nutzen ein paar Leute diese Plattform zum profilieren. Lasst das sein, geht woanders hin damit.
    Zu den Philippinen: bevor weitere unqualifizierte Aussagen kommen, es ist ein Land mit einer Scheindemokratie. Zudem funktioniert Zoll dort ganz anders als bei uns. Da offensichtlich jeder von euch schon Hilfsgüter in Länder wie diese gebracht hat wisst ihr ja Bescheid. Auch scheint es so, daß ihr Asien kennt.
    Diese Stop-over Zeiten sind einzukalkulieren, ebenso die fehlende “On-fowarding-Zeit” im Land, da die Nachlaufstrukturen erst jetzt anfangen zu laufen!!
    Besser, das Material steht 4 Tage in Manila und kann nach Anlauf sofort verteilt werden als das die Nachlaufstrukturen stehen und kein Material da ist.
    Unser Hochwasser in Europa ist ein Kindergeburtstag gegen so etwas. Da hilft auch vorhandene Infrastruktur nicht mehr! Hier muss offensichtlich Alles improvisiert werden.

  6. Ich hoffe nur das alle Helfer die im Einsatz sind heile und gesund wiederkommen.
    Ganz egal welche Organisationen im Einsatz sind, sie werden eine gute Arbeit leisten und mann darf nicht vergessen das die meisten Ehrenamtliche sind.
    Passt auf euch auf !!

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: