Dachstuhlbrand zerstört historisches Gebäude

Pewsum (NI) – Ein denkmalgeschütztes Gebäude, welches bis vor einigen Jahren als Hotel und Gaststätte genutzt wurde, ist am späten Donnerstagabend durch ein Großfeuer in Pewsum (Kreis Aurich) zerstört worden. Starker Funkenflug gefährdete benachbarte Gebäude, darunter auch die Manningaburg aus dem Jahre 1458. Viele Bewohner des Ortes ignorierten Rundfunkdurchsagen und machten sich zu Schaulustigen.

Obwohl das Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Pewsum nicht einmal 100 Meter von der Einsatzstelle entfernt liegt, hatte die Feuerwehr keine Chance das Feuer frühzeitig unter Kontrolle zu kriegen. Nach kurzer Zeit stand der Dachstuhl in hellen Flammen. Über 80 Einsatzkräfte mehrerer Ortswehren der Gemeinde Krummhörn bauten eine massive Riegelstellung um das Brandobjekt auf. Hier kamen Wasserwerfer und Strahlrohre zum Einsatz. Besonders gefährdet war eine historische Burg, die ebenfalls mitten im Kern des Ortes liegt. Mit der Drehleiter aus Norden wurde der Großbrand von oben bekämpft. Da während der Löscharbeiten erste Steine aus dem Mauerwerk herausbrachen, musste auf einen Innenangriff verzichtet werden. Der umfassende Löschangriff zeigte zügig Wirkung und ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude, zu denen es teilweise nur wenige Meter Abstand gibt,  wurde verhindert.

Ein Großfeuer zerstörte den Dachstuhl eines historischen Gebäudes in Pewsum. Starker Funkenflug gefährdete umstehende Häuser.(Foto: Thomas Weege)

Wegen der starken Rauchentwicklung wurden die Anwohner mit Rundfunkdurchsagen aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten. Dieser Aufforderung kamen aber nur wenige Bürger nach. Zahlreiche Schaulustige säumten den Marktplatz zwischen der Burg und dem Brandobjekt und verfolgten den Einsatz. 

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