Bundeswehr bestellt 26 TLF-W

Giengen (BW) – Freude beim Fahrzeug-Hersteller Ziegler: Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat  26 Waldbrandlöschfahrzeuge bei dem schwäbischen Aufbauhersteller geordert. Die Tanklöschfahrzeuge (TLF) werden auf Mercedes Unimog-Fahrgestellen U5000 aufgebaut, die mit einer speziellen Hitzeschutzummantelung für die Waldbrandbekämpfung ausgestattet sind.

Die Fahrzeuge verfügen über einen integrierten Wassertank von knapp über 4.000 Litern, einen Dachmonitor sowie eine im Fahrerhaus integrierte Dachluke und eine Eigenschutzanlage. Neben einer 5-Tonnen-Rotzler-Winde ist ebenfalls eine Schnellangriffseinrichtung mit einem C-Buchtenschlauch (30 m) vorhanden. Zur Brandbekämpfung aus dem Fahrerhaus ist in der Fahrerkabine für Fahrer und Beifahrer eine luftunabhängige Atemluftversorgung integriert, damit der Beifahrer während der Fahrt den Dachwerfer bedienen kann.

Der Gesamtauftrag hat nach Angaben von Ziegler einen Wert von rund zehn Millionen Euro. Alle Fahrzeuge sollen bis zum Herbst 2014 ausgeliefert werden.

Waldbrand-TLF für die Bundeswehr. Foto: Ziegler
Waldbrand-TLF für die Bundeswehr. Foto: Ziegler
30 Kommentare zu “Bundeswehr bestellt 26 TLF-W”
  1. Tritt die BW jetzt in Konkurenz zur FW? Wann gibt es die ersten Hassreden und Konflikte wie bei der “Konkurenz” zwischen FW und THW? Oder wird so etwas nicht so ernst gesehen wie in meinem Landkreis?

  2. Simon keine Bange, die Fahrzeuge sind für die Feuerwehren der BW auf den Standort Übungsplätzen oder den Kasernen oder den Auslandseinsätzen. Die BW nterhält für ihren Brandschutz ja eine eigene Feuerwehr.

  3. V.Clemens

    Ist schon was bekannt über den neuen FW-Flugzeugretter auf Scania, den die Bundeswehr erprobt(hat)?
    Ich meine jetzt NICHT den Rosenbauer-Typ der auf der Interschutz zu sehen war.

  4. warum nur 4000 liter ? was denken wie weit die damit kommen ? das reicht gerade mal für kleine brände am wegesrand. im wald sind kaum, bis keine hydranten. nur löschteiche und wenn man glück hat nen see oder oder bach. und das aufbauen einer langen wegestrecke dauert.

  5. paddy_b

    @Fring: “warum nur 4000 liter” frage, hast du überhaupt irgend eine Ahnung von Feuerwehr??? Wo willst du mehr Wasser hin packen, in die Hosentasche??? Also wenn mann keine Ahnung hat sollte mann sich raushalten.

  6. Moin!
    Wir haben ‘nen Truppenübungsplatz und ‘ne Standortschiessanlage im Beritt.
    Jedes Jahr (immer dann, wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen)
    schießen die Deppen mit Leuchtspurgesxhossen. Da darf unser 46 Jahre altes
    TLF 8/8 sich dann wieder bewähren.

    Ein TLF mit 4.000 ltr Wasser ist schon ziemlich schwer – zumal Du so ein Fahrzeug im
    Regelfall singlebereift mit Allrad beschaffst. Diese Fahrzeuge müssen auch bei
    Heide- und Moorbrandlagen ran. Wer da mit mehr als 12 ton Gewicht antritt, ist schnell
    ‘nen halben Meter kleiner als bei der Abfahrt.

    Was mich am Unimog stört, ist die Tatsache, daß das Fahrgestell schon 30.000, — Euro mehr
    als ein konventionelles Chassis kostet. Das Geld kann man sich sparen und bei entsprechender
    Brandlage lieber ‘nen Landwirt mit Güllefass losschicken. Wenn ich dem drei Sätze neue
    Reifen bezahlt habe, habe ich immer noch viel Geld gespart.

  7. lampuser

    @ Fring Doci.
    Es gibt auch einen sogenannten Pendelverkehr, gerade aus dem Grund, weil es nicht ausreichend Wasserentnahmestellen gibt. Da die BwFw auch bei einem Schießen auf TrÜPl stets in Bereitschaft ist, können die meist kleinen Flächenbrände von Gras schnell und leicht bekämpft werden.
    Es werden ja nicht nur 1 Fahrzeug, sondern je nach Wachaustattung zwischen 2-4 Fahrzeuge mindestens eingesetzt. Mit einem TLF 24/50 kommst du aufgrund der Topographie net wirklich weit und der Untergrund kann das Gewicht des Fahrgestells net so stützen, sodass ein Unimog da die passendere Wahl ist.

    Einen Flächenbrand wird tatsächlich nur mit einem D oder vielleicht Hohlstrahlrohr mit wenig Durchfluss bekämpft. Sodass 4000l durchaus für den ein oder anderen Entstehungsbrand ausreichen und das nachfolgende Fahrzeuge nur noch bisl nachwässert.

    @V. Clemens.
    das sogenannte Fl-KfZ-Leicht Projekt wurde eingestellt. Es gab Diskrepanzen zwischen den Vorstellungen und dem Machbaren.

    Noch Fragen?

  8. Tja, und wir ein TLF 8W mit stolzen 1800l Wasser. Wenn mann sein Handwerk versteht, kommt man damit eine Weile aus. Ist halt nur nicht so cool, wie mit ‘nem Monitor Schneisen in den Boden zu Fräsen.

    Ernsthaft, in meiner alten Wehr hatten wir ein auf etwa 100m² brennendes Getreidefeld nur mit Feuerpatschen aus gemacht, als die Nachbarwehr mit dem TLF eintrief. Die benetzten den Boden dann mit Wasser und gut wars.

  9. Waldkuh

    @ Fring Doci: Bei einem Waldbrand sind 4000 Liter in der Anfangsphase Gold wert. Damit kann man mehr als nur den Wegesrand nass machen. Dazu müsste man sich aber schon ein wenig mit der Thematik beschäftigen.

    Meisten, vor allem in den Waldbrandgebieten Deutschlands (u.a. Brandenburg, Sachsen), kommen bei einem Waldbrand neben LF mehrere Tanklöschfahrzeuge zum Einsatz. Zum einen dienen diese für den Erstangriff, danach eventuell für den Pendelverkehr.

    Und das 4000 Liter schon ne Größe sind, kann man leicht ausrechnen …
    Ich würde mit einem C-Rohr (100 l/min) gute 40 Minuten arbeiten können, nur eben nicht auf einer Stelle.

  10. Frank

    @Fring
    es gibt kein TLF 24/50 mehr. Das ist genau das was die BW jetzt bestellt hat. TLF 4000 heist es nach neuer Norm.
    Desweiteren bringt ein 24/50 im Wald genausoviel wie jedes andere TLF auch, man muß ja nicht immer nur den Dachwerfer benutzen und in zwei Minuten alles rauslassen.
    Denk mal drüber nach!!!

  11. V.Clemens

    @Frinc Doci: Die Bundeswehr-feuerwehren arbeiten viel mit D-material
    , desweiteren sind oft mehr als nur ein TLF auf den Truppenübungsplätzen stationiet.

  12. pascal

    Man will sich im Wald auch noch bewegen können!!! Also mehr Wasser weniger bewegungsraum da ist man mit 4000l gut unterwegs!!!!

  13. Andreas Dubek

    Also erst einmal sind die 26 Waldbrandtanker noch zu wenige, die beschafft werden müssen. Wir warten seit 2007 auf die neuen Fahrzeuge und haben bisher nur einen RW bekommen. Den Rest der Einsatztechnik besteht aus TroTLF 3500. Für die Waldbrandbekämpfung relativ ungeeignet. Mal sehen, ob wir zumindest eins dieser Fahrzeuge aus diesem LOS bekommen.

    Mir scheint das @Fring Doci wenig mit Wald-/Wiesenbränden zu tun gehabt hatte. Das Befahren der Wälder ist wegen der vielen engen Waldwege eher etwas für kleinere und wenige Fahrzeuge. Da nützt es keinem, wenn man mit übergroßen Fahrzeugen jeden zweiten Baum am Wegesrand mitnimmt, von den Abzweigungen mal abgesehen.
    Ich bin seit gut 15 Jahren auf bei einer TrÜbPl Feuerwehr und kann wohl aus eigenen Erfahrungen behaupten, dass 4000 Liter ausreichend sind. Wenn der Tank leer ist, wird nachgefüllt. Bei größeren Bränden muss sowieso eine Leitung gelegt werden.

    Und @Andre AUS Scheeßel, das mit diesem Löschrucksack ist meiner Meinung nach nur etwas für den Herstellet, der sich mit immer neuen teils Sinn- und nutzlosen Feuerwehrartikeln bei den Feuerwehren, ne goldene Nase verdienen möchte. Diese Art der Brandbekämpfung gerade im Wald ist mehr als nur ne Lachnummer. Mir ist dies noch nir vorgekommen, dass ich so wenig Wasser bei einem Bodenbrand einsetzen brauchte. Wenn der Humus im Boden brennt, dann nützen hier nicht nen paar Liter aus nem Rucksack, sondern richtig viel Wasser aus dem Strahlrohr, damit das Feuer auch wirklich aus ist und nicht nach nen paar Tagen an anderer Stelle wieder austritt.

  14. Daniel

    Auf einem Truppenübungsplatz bewegt man sich fast immer im Gelände und benötigt max. Geländefähigkeit, das dadurch die Wassermenge begrenzt ist sollte klar sein. Zudem sind 4000l mehr als genug vorallem wenn man es mit Netzmittel einsetzt und mit D Schläuchen abgibt. Zudem sind auf jedem Übungsplatz min. 2 dieser Fahrzeuge. Soweit ich weiß bekommt jetzt jeder Übungsplatz 3 TLF.
    Aufgrund der Munitionsbelastung auf den Übungsplätzen werden meistens eh die Dachwerfer eingesetzt.

  15. V.Clemens

    @lampuser: Das FLKFZ Leicht (Scania Doppelkabine + Rosenbauer Aufbau ) meinte ich eben genau NICHT.
    Ich meinte den Flugzeugretter auf Scania mit Truppkabiene, Kofferaufbau mit Scherenhublift , äußerlich erinnert er an einen GW-L, welcher bei der WTD 41 getestet wird/wurde.
    Der FLKFZ-Test ist doch schon mind. 4-5 jahre her.

  16. Marcus

    Ich wohne in Brandenburg. Bei uns gibt es die TLF 24/50 Typ Brandenburg (nach alter Din Norm). Und im Falle eines Waldbrandes werden mal locker ( je nach Art und Größe) des Waldbrandes 2-3 Waldbrandtanker und mehrere Löschgruppenfahrzeuge eingesetzt. Da kommt es auch mal vor das der halbe Landkreis im Einsatz ist!!
    Bei einem Einsatz in der Nähe eines Truppenübungsplatzes waren alle Wasserträger unseres Kreises im Einsatz obwohl es Kreis und Bundesländerübergreifend war.

  17. Jan BWFeuerwehrmann

    Diese 26 weitern Feuerlösch-KFZ Waldbrand. Sind Teil Gesamtbeschaffung der 4 Fahrzeuggeneration bei den Bundeswehrfeuerwehr. Ich kenne dieses Fahrzeug seid über 3 Jahren und war mit ihm schon oft im Einsatz. Zu der Frage reiche 4000 Liter Wasser. Ja, den auf den Truppenübungsplätzen gibt es vorbereitete Wasserentnahmestellen die jederzeit ohne viel Aufwand, genutzt werden können.
    Dann wir fast immer mit D-Schläuchen gearbeitet oder vom Dachwerfer aus. Den die Materialschlachten die die FFW veranstallten machen keinen Sinn. Viel Personal und Material für wenig nutzen. Ich kenne diese Verfahrensweise der Bundeswehrfeuerwehren auch aus Griechenland. Den einen C-Schlache durch den Wald zu ziehen mit 2.4 Längen ist sehr antsrengend. aber 10- 15 D-Schläche, unter Druck ist voll Issy und es spart Wasser. Mann kann auch mal was von der Bundeswehrfeuerwehr lernen. 🙂

  18. Erik Robin

    …kann es eigentlich sein, daß die Generation TLF 2000 auf kleinem Unimog-Chassis aus der Norm geflogen ist? Habe neulich mal sowas gehört.

    Die großen Unimog-Chassis sollen ja wohl noch möglich sein, kosten aber wohl schon ein fürchterliches Geld!

    Hat sich da in den Normen irgendwas geändert? Wenn ja, was ist das?

    Danke und Gruß,

    E.

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: