Feuerwehr Ausbildung

Brandstiftung in mehreren Abstufungen

Bremen – Im Feuerwehr-Magazin 11/2017, das morgen in den Handel kommt, veröffentlichen wir auf Seite 38 einen Einsatzbericht, bei dem es um eine Brandstiftung geht. Der Täter hat zwar “nur” Mülltonnen angezündet, aber als Folge breiteten sich die Flammen auf ein gesamtes Bürgerzentrum aus. Wie die unterschiedlichen Abstufungen von Brandstiftung definiert sind und wie hoch zum Beispiel das Strafmaß ausfällt, erklären wir Euch hier. 

Symbolfoto: Olaf Preuschoff

In Paragraf 306 des deutschen Strafgesetzbuches ist Brandstiftung so definiert: “Wer fremde Gebäude oder Hütten, Betriebsstätten oder technische Einrichtungen, namentlich Maschinen, Warenlager oder -vorräte, Kraftfahrzeuge, Schienen-, Luft- oder Wasserfahrzeuge, Wälder, Heiden oder Moore oder land-, ernährungs- oder forstwirtschaftliche Anlagen oder Erzeugnisse in Brand setzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu 10 Jahren bestraft. In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 5 Jahren.”

Paragraf 306a beschreibt die “Schwere Brandstiftung”, Paragraf 306b die “Besonders schwere Brandstiftung” und Paragraf 306c die “Brandstiftung mit Todesfolge”. Dieser legt fest: “Verursacht der Täter durch eine Brandstiftung nach dem Paragrafen 306 bis 306b wenigstens leichtfertig den Tod eines anderen Menschen, so ist die Strafe lebenslange Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter 10 Jahren.” Die folgenden Paragrafen “Fahrlässige Brandstiftung”, die “Tätige Reue” (wirkt eventuell strafmildernd) sowie das “Herbeiführen einer Brandgefahr”.

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