Abbruchhaus als Chance für Training genutzt

Leinfelden-Echterdingen (BW) – Um mit Atemschutzgeräteträgern praxisnahe Fortbildung zu betreiben fällt es nicht immer leicht ein geeignetes Übungsobjekt zu finden. Die Abteilung Musberg der Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) packte die Gelegenheit beim Schopf und nutze ein zum Abbruch bereitstehendes Wohnhaus. Dort konnten Menschenrettung und Belüftungsmaßnahmen nach Belieben und ohne Rücksicht auf geübt werden.

Ein mit Atemschutz ausgerüsteter Trupp bahnt sich den Weg durch ein Haus. Überall behindern Möbel und andere Hindernisse die Feuerwehrleute beim Vorankommen. Sehen können sie dabei so gut wie gar nichts. Dabei haben sie es äußerst eilig, denn sie suchen vermisste und eingeschlossene Personen in dem Haus. So, wie es eine Standardeinsatzsituation bei der Feuerwehr ist, sah es eine Einsatzübung der Musberger Kameraden vor. Die Sicht wurde den Atemschutzgeräteträgern mit Folien auf der Atemschutzmaske genommen. Bei der Personensuche wendeten sie verschiedene Suchtechniken an. Um einer möglichen Durchzündung entgegen zu wirken, gingen die Trupps mit einem Hohlstrahlrohr vor und probten das Blocken eines Flash-Overs. Alle in der Praxis angewandten Techniken haben die Teilnehmer des Brandbekämpfungsworkshops zuvor in der Theorie vermittelt bekommen.

Da das Gebäude in Kürze dem Erdboden gleichgemacht werden soll, konnten die Einsatzkräfte in dem Haus ihren Ausbildungswünschen mit vollem Körpereinsatz freien Lauf lassen. Sogar mit Wasser durfte in dem Haus gespritzt werden. Die Dusche die den Wohnräumen verpasst wurden, hätten die Teilnehmer sicherlich auch gerne für sich selber in Anspruch genommen. Außentemperaturen von um die 30 Grad machten den AGT sehr zu schaffen. Immerhin gab es etwas frischen Wind um die Nase. Neben der Brandbekämpfung stand auch die taktische Ventilation, also das Entrauchen von Gebäuden, auf dem Übungsplan. Die Männer und Frauen konnten an dem Tag alle gängigen Verfahren ausprobieren.

Die Organisatoren wollen die Fortbildung in diesem Bereich auch zukünftig vorantreiben und haben schon für den nächsten Workshop einen Aufruf für ein weiteres Abbruchhaus im Ort gestartet. (Foto: Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen)

 

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Das ist ein lohnendes Sytem, welches bei unserer Feuerwehr schon lange praktiziert wird.
    Somit konnten wir schon komplette Heißausbildungen in alten Kraftwerken durchführen und wir verwenden leerstehende städtische Immobilien für die Ausbildung für die Atemschutzausbildung.
    Die Erfahrungen haben gezeigt, dass es dabei zu einem sehr guten Lernerfolg kommt!

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  2. Ist bei uns keine Seltenheit, ein Abbruchhaus für alle Möglichkeiten zu nutzen! Ist echt eine schöne Saache! 🙂

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  3. “Du sitzt auf meinem Platz.” – Sheldon Cooper alle rein da 😀

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  4. ja auch wir haben so in (Funpark) mal lehrt da nie aus ums mal so zu sagen

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  5. Das ist die mit Abstand beste Möglichkeit mal realitätsnah zu üben. Hatten wir vor kurzem auch. Und ich find meinen Funkspruch immer noch Klasse: Verschlossene Tür, kommen nicht weiter, benötigen Kettensäge!

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  6. ist heute leider eine seltenheit das man Abbruchhäuser bekommt 🙂 Früher durfte man die häuser noch anzünden, heute ist ein Fass mit brenendem Heu im keller das maximum der Gefühle 🙂

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  7. Geniale Sache wir nutzen in der Regel auch fast jedes Haus das sich noch im Rohbau befindet bisher hat noch keine Besitzer was dagegengehabt nur mit Wasser spielen ist dort halt nicht so gut. Haben es aber auch schon mit einer ,,Wasser im Keller” Übung kombiniert dann war das auch alles wieder herausen.
    Aber Abrissgebäude sind viel besser da man schönungsloser damit Umgehen kann, Tür versperrt dann nehmt die Axt. Oder Dachhaut aufmachen einfach nur PRAXISNAH

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