Aus der Schule zur Berufsfeuerwehr

Hildesheim (NI) – Chance für Schulabgänger, die mindestens einen erweiterten Realschulabschluss vorweisen können: In einem Pilotprojekt wollen niedersächsische Berufsfeuerwehren Schüler direkt als Nachwuchs gewinnen. Mit einer neuen Hybridausbildung sollen die jungen Leute für den Dienst in der Berufsfeuerwehr fit gemacht werden. Der bisher notwendige Nachweis einer Berufsausbildung entfällt.

Arbeiten in der Atemschutzwerkstatt der Berufsfeuerwehr Hildesheim. Künftig könnten hier auch junge Kollegen ihren Dienst versehen, die auf einem neuen Weg ausgebildet werden. Foto: Michael Klöpper
Arbeiten in der Atemschutzwerkstatt der Berufsfeuerwehr Hildesheim. Künftig könnten hier auch junge Kollegen ihren Dienst versehen, die auf einem neuen Weg ausgebildet werden. Foto: Michael Klöpper

Grund für das Projekt ist die stetig sinkende Zahl an qualifizierten Bewerbern. Die Berufsfeuerwehren haben Mühe, die Nachwuchs-Plätze mit geeigneten Kandidaten zu füllen. Im Jahr 2011 soll das neue Projekt einen Ausweg aus der Misere schaffen. Die Arbeitsgemeinschaft der Niedersächsischen Berufsfeuerwehren arbeitet dabei mit der Firma Siemens Professional Education zusammen.

Für die erfolgreichen Bewerber steht zunächst eine 18-monatige Ausbildung bei Siemens an. Hier werden sie zum Industrieelektriker ausgebildet, eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer macht den ersten Teil der Ausbildung perfekt. Anschließend folgen weitere 18 Monate Ausbildung bei der Feuerwehr. Die Abschlussprüfung wird an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle abgelegt. Potentielle Bewerber müssen sich allerdings ranhalten – die Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2011.

Linktipp: Die Berufsfeuerwehr Hildesheim hat die notwendigen Informationen in einem Flyer (pdf-Format) zusammengetragen.

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