Auch Bremen führt Rauchmelderpflicht ein

Bremen/Berlin – Bremen hat als achtes Bundesland eine Rauchmelderpflicht für Neu- und Bestandsbauten verabschiedet. Am 1. Oktober 2009 beschloss die Bremer Bürgerschaft eine vollständige Neuordnung der Bauordnung, in der die gesetzliche Verpflichtung zum Einbau und Betrieb von Rauchwarnmeldern für privaten Wohnraum mit aufgenommen wurde.

Abhängig von der Verkündigung im Gesetzblatt könnte die neue Rauchmelderpflicht bereits am 1. Mai 2010 in Kraft treten. Das Gesetz gilt ab dem Zeitpunkt bereits für die Installation in Neubauten, die ab diesem Datum fertig gestellt werden. Die Nachrüstungspflicht für bereits vorhandene Wohnungen und Wohnhäuser läuft nach der neuen Bauordnung am 31. Dezember 2015 ab.

Verantwortlich für die Installation von Rauchwarnmeldern ist nach der Regelung der Wohnungseigentümer, während die Vorschrift dem unmittelbaren Besitzer (Mieter) die Verantwortung für die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft überträgt – es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

Die Rauchwarnmelder müssen laut neuer Bauordnung so angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Grundlage dafür ist die DIN 14676, nach der Rauchwarnmelder in allen Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren, die als Rettungswege dienen, angebracht werden müssen.

Claudia Groetschel von der Geschäftsstelle der Kampagne „Rauchmelder retten Leben“ begrüßt die neue Regelung: „Die Bundesländer im Norden sind in Punkto Brandschutzprävention ein Vorreiter in Deutschland. Auch Bremen hat die Ausstattung mit Rauchwarnmeldern in Privatwohnungen als notwendige Frühwarn-einrichtung erkannt und entsprechend reagiert. Ich wünschte mir, Brandschutzprävention wäre auch in den noch weiteren acht Bundesländern so selbstverständlich.“

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: