300 Feuerwehrleute bekämpfen Stallbrand

Ruhpolding (BY) – Etwa 300.000 Euro Sachschaden sind bei einem Brand eines Stalls auf einem landwirtschaftlichen Anwesen im Gemeindebereich von Ruhpolding (Kreis Traunstein) am Donnerstag entstanden. Brandfahnder der Kripo Traunstein übernahmen vor Ort die Untersuchungen zur Brandursache.

Das Feuer brach um kurz nach 8 Uhr in den Stallungen des Anwesens, das an der Bundesstraße 305 liegt, aus. Von der Integrierten Rettungsleitstelle Traunstein wurden die freiwilligen Feuerwehren aus Bergen, Eisenärzt, Erlstätt, Hammer, Haslach, Holzhausen, Inzell, Siegsdorf, Surberg, Traunstein, Ruhpolding, Vachendorf, Vogling, Wolkersdorf, Reichenbach, Bayerisch Gmain, Karlstein, Neukirchen und Schneizlreuth losgeschickt. Den gut 300 Feuerwehrleuten gelang es zwar nicht mehr, das große Stallgebäude zu retten, sie konnten aber ein Übergreifen der Flammen auf das nebenstehende Wohnhaus verhindern. Alle Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Feuers im Haus befunden hatten, konnten sich selbst ins Freie begeben. Etwa 20 Kühe aus dem Stall wurden rechtzeitig gerettet.

Das landwirtschaftliche Gebäude, in dem sich unter anderem Erntevorräte befanden, brannte ab, der entstandene Sachschaden beträgt ersten Schätzungen zufolge 300.000 Euro.

Beamte der Traunsteiner Kriminalpolizei übernahmen sofort Ihre Ermittlungen zur Brandursache. Derzeit scheint nach Angaben der Beamten ein technischer Defekt an einem Greifarm, der per Fernbedienung gesteuert wird und im Stallgebäude installiert war, für das Feuer verantwortlich zu sein.

Großbrand in Inzell - ein Stallgebäude brennt in voller Ausdehnung. Foto: fib/FDL
www.foto-kirchhof.de
Großbrand in Ruhpolding – ein Stallgebäude brennt in voller Ausdehnung. Foto: fib/FDL
15 Kommentare zu “300 Feuerwehrleute bekämpfen Stallbrand”
  1. Ralf Blommel

    Hallo hab ich mich jetzt verzählt oder wurden wirklich 19( neunzehn) Feuerwehren alarmiert? Hat da jemand Info’s und wenn ja warum so ein Weltalarm?

  2. Ruhpolding

    Die Anzahl der Feuerwehren kam deswegen zustande, weil noch 20.000 Liter Wasser nachgefohrdert wurden!

  3. Weltalarm?

    Habe mal bei ein paar Internetauftritten der oben genannten Wehren vorbeigeschaut. Hier ein LF8 dort ein TSF und ein TLF. Dann noch gegen 8 Uhr an einem Werktag. In ländlichen gegenden setzt sich eben die “Feuerwehr” als solches aus vielen kleinen Einheiten zu einer schlagkräftigen Einheit zusammen.

    Daumen hoch für die Einsatzkräfte!

    PS Habe es selbst schon erlebt dass eine “große” Wehr die für gewöhnlich alleine Arbeitet sich sehr schwer tat im Ernstfall mit der selbst angeforderter Unterstützung zusammen zu Arbeiten

  4. Andreas Moder

    Die Alarmierung von 19 Wehren ist durchaus nachvollziehbar, wenn man sich die Uhrzeit ansieht. Morgens um 8 kann man nicht davon ausgehen, dass man die volle Wehrstärke erreicht. Des weiteren müssen auch Sonderfahrzeuge ( Atemschutz, DLK, Messfahtzeuge u.a.) zur Einsatzstelle geschickt werden. Schlußendlich müssen die Geräteträger auch mal pausieren. Also wie immer der ganz normale Wahnsinn.

  5. Ralf Blommel

    Das mit dem Weltalarm war auch nicht böse oder abwertend gemeint aber einen Einastz mit so einer Anzahl von Kräften ist hier eher selten.

  6. Bei ca. 290 FW Einsatzkräften waren das im Schnitt etwa 15 FM(SB) pro Wehr – das ist für überwiegend kleine Wehren doch sehr gut!

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