25 Türen bei Wohnungsbrand aufgebrochen

Völklingen (SL) – Aus einer brennenden Wohnung in Völklingen (Regionalverband Saarbrücken) haben Feuerwehrleute ein Kaninchen und seine Besitzerin gerettet. Das Feuer brach am späten Dienstagabend im ersten Stock eines sechsgeschossigen Hauses aus. Um alle Wohnungen zu kontrollieren, brach die Feuerwehr insgesamt 25 Wohnungstüren auf.

Die Flammen schlugen aus einem Wohnungsfenster ins Freie. In der Brandwohnung hielten sich noch eine Frau und ein Kaninchen auf. Beide konnten von Feuerwehrleuten in Sicherheit gebracht werden. Insgesamt vier Personen kamen nach dem Brand in ein Krankenhaus. Um die Vielzahl der Hausbewohner zu betreuen, rückten das Deutsche Rote Kreuz sowie der Rettungsdienst an. Die örtlichen Stadtwerke stellten einen Linienbus als Betreuungsort zur Verfügung. Der Busfahrer ist selber Feuerwehrmann und brachte das Fahrzeug zur Einsatzstelle.

Außenangriff bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in Völklingen. Um alle Wohnungen zu kontrollieren, brach die Feuerwehr 25 Türen auf. Foto: Simon Mario Avenia
Simon Mario Avenia
Außenangriff bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in Völklingen. Um alle Wohnungen zu kontrollieren, brach die Feuerwehr 25 Türen auf. Foto: Simon Mario Avenia

Zur Brandbekämpfung gingen die Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten ausgestattet durch das Treppenhaus sowie über eine Drehleiter vor. Nach wenigen Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Nach den Löscharbeiten kam auch das Technische Hilfswerk (THW) zum Einsatz. Die Helfer mussten 25 Wohnungstüren wieder verschließen, die zuvor von der Feuerwehr gewaltsam geöffnet wurden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen entstand der Brand in einem Kinderzimmer.

18 Kommentare zu “25 Türen bei Wohnungsbrand aufgebrochen”
  1. Christoph Labion

    Lieber 25 kaputte Wohnungstüren als ein Menschenleben oder etwa nicht?
    Kann leider manch sinnvollen Kommentar nicht verstehen.

  2. @Kevin Liebsch,

    die Feuerwehr muß beim Brand in einem Mehrfamilienhaus alle Wohnungen auf Rauch oder mögliche Glutnester kontrollieren. Also macht es schon Sinn, auch wenn sich die Zahl 25 etwas viel anhört.

  3. Manchmal sieht man mit Atemschutz keine zwei Meter weit. Die Tür ist verschlossen und man hört nichts. Ist einer in der Wohnung oder ist sie leer? Ist eine Hilflose Person hinter der Tür? Ist sie bewustlos? Ist ein Kind eingeschlossen und wartet auf seine Eltern? Alles das muß der Trupp innerhalb einer kurzen Spanne bedenken. Daher lieber ein paar Türen, die sowieso von der Versicherung bezahlt werden, als später einen Sarg.

  4. Alarmierungszeit war 23:00 also war es berechtigt die Türen zu öffnen weil mit Personen im Gebäude zu rechnen war.lieber eine Tür zuviel als ein Bewohner mit einer Kohlenmonoxidvergiftung.

  5. Towae Markus

    Ich deneke und finde auch, dass die Kontrolle angrenzender Wohnungen nach allen Richtungen durchgeführt werden muss. Wie bereits Vorredner beschrieben haben, sei es die Asbreitung durch Rauch, Flammen oder durch Rauch bewußtlosen Personen. ( Alle anderen Personen sollten bereits durch Klopfen / Klingeln ihre Wohnungstür geöffnet haben ).
    Die Anzahl der zu öffnenden Wohnungen/ Türen richtet sich nach dem Ereignis und der Einschätzung der Einsatzleitung.
    Was hier nicht beschrieben wurde, wie die Türen ausgebrochen wurden. Mit maximaler Gewalt – Gefahr in Verzug oder eher im Nachgang mit speziellem Türöffnungswerkzeug. Da hält sich der Schaden im Verhältnis zur Sache. Ich stelle jetzt einfach die Vermutung an, das letzteres die angewendete Maßnahme war.

  6. Sebastian Decke

    @Andreas … genau und wenn viele das nicht verstehen dann wünsche ich keinen das er in einer darüberliegenden verrauchten Wohnung liegt weil er vergessen hat sein Fenster zu schließen. Rauch und giftige Gase suchen sich sein Weg und im Schlaf riecht ein Mensch nichts …

  7. Ich hab mir aber spontan die gleiche Frage gestellt. Die Bewohner mussten vom Roten Kreuz betreut werden, also waren sie wohl vor Ort. Ein ausführlicher Bericht, wie die Situation entstanden ist, wäre interessant.

  8. Alles richtig gemacht!!!
    An die Kritiker; Verurteile keine Lage/Befehle die man nicht selber erlebt hat. Auf Bildern und Berichten kann schnell etwas aus den zusammenhang gerissen werden.

  9. Iris Volkmann

    Ist absolut nötig ! Man weiss ja nicht ob noch Leben in der Wohnung ist..,aber es schockt trotdem. Ich kam auch mal heim und ne andere Mieterin hat nen Brand verursacht. Da wurde meine Tür auch aufgebrochen. Nur bei mir hat sie niemand mehr zu gemacht.Schlösser der Abschlusstür waren erneuert und am Haus hatte die Polizei ein Zettel hinterlassen -wo die Mieter ihren neuen Schlüssel holen können…also klasse von den Völklingern !!

  10. a.feierman

    So hallo ob das mit den Türen aufbrechen notwendig war oder nicht darüber lässt sich sicherlich streiten wenn man nicht weiß wie es vor Ort war.
    Ich war selbst in der Nacht als Helfer im Einsatz ,wenn um 23°°Uhr die Meldung kommt Wohnungsbrand im Hochhaus ist glaube ich und da spreche ich wohl für jeden .Bei jedem erstmal das schlimmste im Kopf. Und wenn man dann zur Eeinsatzstelle kommt und es ist dann auch noch eine richtige Meldung dann kann man erstmal die Finger rundgehn lasse

  11. a.feierman

    So und zu den 25 Türen kam es so ,es hieß es werden noch Personen Vermisst und es konnte niemand zuordnen in welchen Wohnung oder auf welcher Etage . Also was will man machen ?????? ABER ALS AUßENSTEHENDER nicht Feuerwehrmann kann sowas nicht beurteilen oder Verstehen .Aber wenn ein Toter gibt dann wird sich das gesagt die Feuerwehr hat nicht alles getan oder waren zu langsam . Also alles in allem es ist immer falsch was gemacht wird.Gruß ein Feuerwehrmann .

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