Ambulance Video Assistant

Der Notarzt kommt digital dazu

Wildau (BB) – FTI Engineering Network – ein Unternehmen von Peiker – ist eigentlich ein Anbieter für Luftfahrtsysteme. Seit einiger Zeit ist die Firma auch im Rettungsdienstbereich aktiv, mit dem Ambulance Video Assistant, kurz AVA. Der wird auch auf der Interschutz präsentiert.

Dabei handelt es sich um eine modulare Systemlösung für die Zuschaltung eines Telenotarztes zu Einsatzstellen, oder in den Rettungswagen. So sollen Ärzte Lagen beurteilen und aus der Ferne helfen, die richtigen Schritte einzuleiten. Auch die Medikamentengabe könnte so überwacht werden.

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„Wir schaffen die Infrastruktur, unabhängig von der Lösung“, erklärt CEO Michael Weisel. Denn: „Wenn wir einfach nur eine Software anbieten würden, würde das insbesondere im ländlichen Raum vor allem wegen der Mobilfunk-Netzabdeckung nicht funktionieren“, sagt Sebastian Timme, Head of Industrial Systems & Project Leader AVA Systems. Also sorgen die Ingenieure für ihr eigenes stabiles Netz. Der Rettungswagen wird dabei zur digitalen Schaltzentrale.

Mit Headset und Smartphone wird der Ambulance Video Asssistant genutzt. Ein Notarzt kann auf diese Weise zugeschaltet werden und Anweisungen geben.

Kernelement sind ein industrieller 5G-LTE-Router und ein Kleincomputer, die in einer fest eingebauten Box im Patientenraum unauffällig installiert sind. Passende Antennen sind auf dem RTW-Dach angebracht. Per M2M-Technik greift der Router auf das jeweils stärkste Mobilfunknetz zurück. Möglich macht das ein Rahmenvertrag mit der Deutschen Telekom. Für Kunden ist das unerheblich, sie sind Nutznießer einer pauschalen Flatrate. „Für einen Videostream werden etwa 300 bis 300 kB pro Sekunde benötigt“, weiß Timme. Versuche, etwa im Kreis Teltow-Fläming, hätten gezeigt, dass dieser Bedarf problemlos abgedeckt werden kann.

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Rechner und Router sind im Patientenraum des Rettungswagens installiert.

Weitere Elemente sind eine abschaltbare Kamera im Patientenraum sowie die Übertragung des EKG-Signals und Videosignale per Smartphone. Alle Daten werden in eine gesicherte Cloud übertragen und zusätzlich Ende-zu-Ende verschlüsselt. Die Bedienung erfolgt über eine Oberfläche, die klassischen Nachrichten- oder Videokonferenz-Apps entsprechen. Damit sollen sich die Anwender schnell zurechtfinden.

FTI Engineering Network ist bei der Interschutz in Halle 16, Stand C15 zu finden.

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