Zurück zur eigenen Leitstelle

Neumünster (SH) – Zurück zu den Wurzeln: die Berufsfeuerwehr Neumünster hat seit Donnerstag wieder eine eigene Leitstelle. Damit endete die fünf Jahre lange Ära einer gemeinsamen Leitstelle im Kreis Segeberg. Nach Angaben des Norddeutschen Rundfunks (NDR) waren erhoffte Spareffekte bei der Kooperation ausgeblieben. Außerdem sei es angeblich durch mangelhafte Ortskenntnisse zu Fehlern bei Alarmierungen gekommen.

Artikel: “Neue Feuerwehrleitstelle in Neumünster” (NDR.de, 28. Juni 2012)

12 Kommentare zu “Zurück zur eigenen Leitstelle”
  1. sowas kenn ich irgendwo her, brandeinsätze im eigenen ort bei dennen man in der piepsermeldung schon den funk der nachbarwehren auf der anfahrt hört, usw.

  2. Stefan

    Das mit den mangelnden Ortskenntnissen finde ich witzig. Das wird immer ins Feld geführt, wenn irgendwo Leitstellen zusammen gelegt werden sollen. Wie mchen das Landkreise oder Großstädte in weiten Teilen Deutschlands (oder unserer Nachbarländer), die so groß sind wie fünf Landkreise in einem anderen Bundesland? Kennen die jeden Bauernhof und jede Stichstraße? Natürlich nicht. Es gibt aber genug Möglichkeiten, dies organisatorisch und technisch zu lösen. In der Regel geht es den Kritikern gar nicht darum, sondern um den Versuch ihr Räppelchen zurück zu bekommen bzw. zu behalten.

  3. Mangelnde Ortskenntnisse…na dann… 😀
    Wäre interessant nach welchem Algorithmus die Notrufabfragen abarbeiten und wie deren ELS funktioniert.
    Klingt eher nach einer “na moch ma moi” Aktion, die dann in die Hose gegangen ist…natürlich! 😛

  4. Bitte! In ham, MUC oder FFM kennt auch keiner alles. Da passieren auch Fehler und nicht jede Wache nimmt die 112 an. Dann bitte auch wieder löschen mit Krawatte und RS auf alle rettungsautos! Pfff

  5. Thomas

    ist in Hannover auch nicht Anders das mit den “mangelhafte Ortskenntnisse zu Fehlern bei Alarmirrungen gekommen.”

  6. Peter Lamaack

    Ich musste erst einmal auf der Karte nachschauen, wo Neumünster eigentlich liegt – NIE gehört.
    Tatsächlich kann es bei jeder Arbeit einmal zu Fehler kommen, auch bei Dingen, die “eigentlich nicht passieren dürfen”.
    Auf Leitstellen landauf-landab zählt die kontinuirliche Datenpflege bzw. die Anwendung moderner Abfragetechnik (damit meine ich auch ganz normale Kommunikation)zu den Grundbedingungen zur Fehlerminimierung
    Wird in Neumünster noch mit dem Karteizettelkasten von anno Schnupftabak gearbeitet, der in mühevoller Kleinarbeit von irgendwelchen Menschen selbsterstellt (und nie überarbetet) wurde?
    Oder ist man einfach zu bequem bzw. zu stolz, an leicht abzustellenden Systemschwachstellen zu arbeiten?
    Oder braucht es Schwerbehindertenarbeitsplätze mit sitzender Tätigkeit für einsatzergraute Kollegen?
    Oder herrscht hier das Prinzip “das ist unser Feuer” vor und wir brauchen keine Innovationen von ausserhalb?

  7. Peter Lamaack

    Was mir noch eingefallen ist:
    nach meinen Informationen haben auch in Schleswig-Holstein die Kreise eine gesetzliche Verpflichtung zur Einrichtung von Leitstellen.
    Viele Landkreise in vielen Bundesländern haben zu wenig Geld für ihre Aufgaben; oftmals muss dann das jeweilige Bundesland “einspringen” bzw. den Städten und Gemeinden streng vorschreiben, für was überhaupt nochGeld ausgegeben werden darf.
    Schleswig-Holstein zählt nicht gerade zu den Nettozahlern im Bund.
    Liebe User aus Süddeutschland: wenn ihr euch gelegentlich fragt, warum soviel Länderfinanzausgleich nach-wohin-auch-immer-fliesst:
    ihr finanziert u.a. eine Kleinstleitstelle im hohen Norden mit.
    Wie angeblich Spareffekte erzielt werden können, wenn eine Leitstelle rund-um-die-Uhr mit mind. zwei Disponenten besetzt werden muß, erschliesst sich mir nicht.

  8. Sönke Bumann

    Ei, wie schön! Vermutungen und so! Immer wieder gern gelesen!
    Fakt ist: Die Leitstelle Neumünster war 2007 am Ende, da überaltert!
    Norderstedt, übernehmen Sie! Kinderkrankheiten sind dann normal! Es funzt nicht gleich super gut. Aber auch bei längerer Laufzeit erreichte man nicht die Qualität die man angedacht hatte. Wo da nun die Fehler lagen, ist mir nicht bekannt, und auch egal! Als ehrenamtlicher “Kunde” im Einsatzfahrzeug war die damals neue Technik zwar super, aber das Miteinander Leitstelle/BF/FF, ich sage mal: anstrengend! Mal sehen, was die Zukunft bringt!

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