Wieder Feuerwehr vor der Schließung

Königsbronn (BW) – Wieder steht einer kleinen Feuerwehr die Schließung bevor: Die Feuerwehr in dem rund 700 Einwohner zählenden Ort Itzelberg (Gemeinde Königsbronn, Kreis Heidenheim) soll aufgelöst werden. Das berichtet die “Südwest Presse” unter Berufung auf den Königsbronner Bürgermeister Michael Stütz. Die Wehr besteht noch aus 13 Mitgliedern, sechs beendeten im Vorjahr ihren Dienst. Für das 38 Jahre alte Einsatzfahrzeug soll kein Ersatz mehr beschafft werden.

Artikel: “Aus für den Standort der Feuerwehr in Itzelberg” (Südwest Presse, 13. März 2012)

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5 Kommentare zu “Wieder Feuerwehr vor der Schließung”
  1. Sabine schroeder

    Ganz ehrlich, ich finde das Begrüssenswert. Sehen wir uns doch mal die durchschnittliche FF auf dem Land an: Einsatztaktische Fahrzeuge, die Oldtimerkennzeichen tragen könnten, Gerätehäuser, die keiner Sicherheitsüberprüfung standhalten würden und persönliche Schutzausrüstung, deren Verbesserung von der Politik von Jahr zu Jahr verschoben wird. Dem gegenüber häufen sich Berichte, dass im Einsatz verunfallte Freiwillige Feuerwehrmänner (auf die weibliche Form lege ich an dieser Stelle keinen Wert) von der FUK und der Politik im Stich gelassen werden bis hin zum wirtschaftlichen Ruin. Da fragt man sich doch allen Ernstes, warum man sich das noch antut!?

    Meiner Meinung nach sollten alle Freiwilligen Feuerwehren die Hosen runterlassen und quasi Konkurs anmelden. Vielleicht wacht dann die Politik auf und wir bekommen endlich angemessene Bedingungen. Die Aufgaben einer Feuerwehr gehören nicht in die Hände von Lokalpolitikern. Sie sind von allgemeinem Interesse wie z. B. Das THW – da laufen selbst die Öffies in Haix Firefightern rum, ohne jemals in einem Einsatz gewesen zu sein. Ans THW: kein Neid, nur Gleichstellungsgedanken!

  2. Ich finde eher, grad auf dem Land ist es geschickter zentrale Stützpunkte aufzubauen, z.B. 4-5 Ortschafen (je nach Größe) zusammen zu legen. Denn sonst passiert es nebenbei auch, dass eine Feuerwehr mal ein Jahr lang keine große Schleife hat, was sich wiederum in der Motivation der Kameraden spiegelt. Diese Idee wird ja bei DLKs bereits zum Teil praktiziert.

    Aber was die Finanzen und Kosten angeht gebe ich Sabine Schröder teilweise recht. Klar können die Komunen nicht irgendwo Geld herzaubern wo keins ist, dennoch ist es ein Unding, Fahrzeuge zu haben, die mittlerweile mit H-Kennzeichen herum fahren. Unter diesen Umständen braucht man sich nicht wundern wenn immer mehr Leute austreten bzw gar nicht erst eintreten.

  3. Robert der Gesegnete

    Ich wohne nicht auf dem Land. Aber ein Ort mit 700 Einwohnern ist nicht der Kleinste. Schade das die eigenen Bewohner so wenig Interesse an der Feuerwehr haben. Evtl. haben Sie nicht richtig nachgedacht: Für wen ist denn die Feuerwehr da? Für Ihr eigenes Leben und Eigentum mitten im Ort und Umgebung!!! Man sollte in solch kleinen Orten von einer “Bürgerwehr” und “Nachbarschaftshilfsorganisation” sprechen. Jeder sollte bereit sein dem Anderen in der Not zu helfen. Wie soll das gehen ohne Technik und ohne Vorbereitung. Ich gehe davon aus das auf Sportvereine und Gesangsvereine mehr Engagement gelegt wird. Für mich kann ich nur sagen: Meine Kinder, meine Familie, mein Haus betrifft es ja nicht.

  4. Das ist schon ein trauriges Spiel. Zu den hier genannten Problematik kommt aber auch in größeren Städten wo einen hauptamtliche Wache besteht,das diese Kameraden in manchen Städten sich als BF ausgeben und echt denken sie würden ein anderes Feuer bekämpfen. Das sinkt die Bereitschaft der Ehrenamtlichen doch sehr. Hinzu kommt das langsam aber sicher das Recht der FF’s in Deutschland immer mehr beschnitten werden gegenüber Arbeitgeber! So wird das auch nichts mehr werden. 🙁

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