Versicherung will Feuerwehr zahlen lassen

Reutlingen (BW) – Als Ende Juli diesen Jahres ein kräftiger Hagelschauer über Reutlingen (bei Stuttgart) hinwegzieht und mehrere Hausdächer beschädigt werden, rücken das Technische Hilfswerk (THW) und zahlreiche Feuerwehren aus. Die Einsatzkräfte sichern die Dächer, einige werden mit Planen notdürftig abgedeckt. Wenige Wochen ergießt sich nachts ein heftiger Regenschauer über dem Ort Rommelsbach und beschädigt die provisorische Abdeckung eines Wohnhauses. Darauf kommt es zu einem Wasserschaden. Der “Reutlinger General-Anzeiger” berichtet nun, dass die Versicherung der Gebäudeeigentümer diesen Wasserschaden nicht bezahlen will, da die Abdichtung nicht fachmännisch ausgeführt worden sei und verweist auf den Verursacher. Das wären dann in diesem Fall die Feuerwehr und das THW.

Artikel: “Empörung: Die Feuerwehr soll zahlen” (Reutlinger General-Anzeiger, 8. November 2013)

92 Kommentare zu “Versicherung will Feuerwehr zahlen lassen”
  1. Gut, dann nächstes Mal nix machen und die Versicherung muss den Totalschaden bezahlen…..Allerdings sollte der Eigentümer auch zusehen eine Schadenminimierung zu betreiben..

  2. Matthias Gerhardy

    Das wird ein Eigentor für alle Geschädigten: Konsequenz wird sein, die Feuerwehr führt notwendige Sicherungsmaßnahmen nach Schadeneintritt (Evakuierung und Absperrung) durch und übergibt die Einsatzstelle an einen gewerblichen Notdienst, alternativ die Polizei.
    Die Geschädigten werden im Regen stehen und zusehen müssen, was bis zum Eintreffen des Notdienstes passiert. Und die Feuerwehr benötigt statt eines HLF o.ä. nur noch ein MZF mit Absperrmaterial.
    Hat doch was, oder ??

    Die Versicherer sind auf dem besten Wege, die ehrenamtliche Einsatzbereitschaft zu vernichten, da diese bereits bei kostenpflichtigen Einstätzen die Kommunen verklagen, wenn bei schwacher Personallage zuviel alarmiertes Personal mit rausfährt.

    An dieser Stelle sollte sich die Versicherungsbranche einmal deutlich erklären, wie sie sich gegenüber dem Ehrenamt positioniert! Auf der einen Seite Sach-und Geldspenden sowie tolle Fotos für die Öffentlichkeit, hintenrum der Tritt in den A…., speziell in den der Ehrenamtlichen, die auch noch ihre Gesundheit bei so etwas riskieren.

  3. Mein Gott da stand doch das das Dach nur provisorisch abgedeckt wird.
    Und nicht dass es gleich ein Profi von der Freiwilligen Feuerwehr / THW macht .
    Da soll sich doch nicht die Versicherung schäuen mal ein bisschen Geld den Leuten zu geben.
    Um den Schaden zu reparieren zulassen.

  4. Ja gehts noch? Hier liegt ja wohl eindeutig eine Sorgfaltspflichtverletzung seitens des Hausbesitzers vor. Dieser hätte den Hagelschaden seiner Versicherung melden müssen und eine Firma mit der Ausbesserung beauftragen müssen. Da er dies über wochen nicht getan hat, hat einzig und allein er die Kosten zu Tragen.

  5. wie kann man nur wochenlang sein dach provisorisch
    von der feuerwehr abgedeckt stehen lassen.??

  6. Naja, eine provisorische Abdeckung (duch die Feuerwehr)wird selten mehrere Tage oder gar Wochen halten – das ist aber doch in der Regel auch nicht das Ziel.

  7. Mathias Fischer

    Das das vor keinem Gericht in Deutschland durchgehen wird ist doch wohl klar!
    Es ist nicht Aufgabe von Versicherungen den Menschen zu helfen.
    Die Aufgabe von Versicherungen ist es , möglichst viel Gewinn für die Aktionäre zu erwirtschaften. Und das tut man eben nicht indem man Geld(frühzeitig)ausgibt.

    Persönlich würde ich den Gutachterausschuss / Handwerkskammer, dem dieser Gutachter untersteht einen kleinen Wink geben, damit dieser die Eignung des Gutachters mal einer Überprüfung unterzieht.

  8. Klaus m.E. Fahrlässig wäre gewesen wenn die Feuerwehr gesagt hätte können Wir Nix Machen es regnet Ja eh weiter dann wärst du sicher einer der ersten Spacken die am rum heulen sind und Auf der ff rumgehackt hätten. Und nu sollen die Kameraden wieder die doofen sein ne danke. Dann Rücken Wir eben mal nicht aus bei Sturm oder wasserschäden Was denkste den Was dann los is???

  9. Langsam: Offensichtlich wird weder im Zeitungsartikel noch in dem Schreiben der Gothaer Versicherung die Feuerwehr als Verursacher benannt!

    Die provisorische Dachabdeckung fand augenscheinlich nach einem Hagelschauer am 28. Juli 2013 statt. Eine Einsatzstelle wird in der Regel an den Hauseigentümer nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen übergeben.

    Der Starkregen in Verbindung mit vorangegangenem Sturm war am 11. September 2013. Dazwischen liegen also 1 1/2 Monate.

    Ich kann mir daraus folgend viele Verantwortlichkeiten vorstellen, aber nicht die der Feuerwehr.

    Auffällig finde ich, dass das Feurwehrmagazin Schlagzeilen augenscheinlich so formuliert, dass man zunächst entsetzt über die Vorgänge ist. Es geht fast in Richtung Stimmungsmache. Liest man sich anschließend die Links zur Quelle durch, klingt es oftmals viel neutraler und weniger vorverurteilend. Vielleicht kann man von dieser “Bildzeitungsmentalität” wieder abkehren und etwas gewissenhafter fromulieren.

  10. wedo1976

    …da fehlen mir die Worte. Aber auch unverständlich warum der Hausbesitzer nicht nach der Sicherung des Daches durch die Feuerwehr zeitnah eine Reparatur des Daches veranlasst hat. Wir als Feuerwehr reparieren doch keine Dächer sonder sorgen dafür das der Schaden minimiert wird bis zur richtigen Reparatur.

  11. Frank Meyer

    !!!Hoch lebe der Kapitalismus nieder mit dem Sozialstaat.???

  12. Also schön langsam muss ich sagen die spinnt die Versicherung,wenn der Hauseigentümer nicht in der Lage ist sein Dach reparieren zu lassen was hat das mit der Feuerwehr zu tun. Die hat nur ein Notabdeckung gemacht das das Haus vor weiteren Schäden bewahrt wird.Diese Ausrede wenn mir meine Versicherung schicken würde, sofort Klage und um jeden Cent würde ich kämpfen.Übrigens liebe Feuerwehrkameraden schickt doch dieser genannten Versicherung die Kostenrechnung für eueren Einsatz. Mal sehen wie sie reagieren,wenn sie es ablehnt,Presse und Fernsehen einschalten und einen gesalzenen Beschwerdebrief ans Aufsichtsamt für Versicherungswesen senden.

  13. Klaus Kloetzer

    Vielleicht für alle zur Info, die die konkrete Lage nicht kennen.
    Reutlingen ist eine “Großstadt” mit mehr als 100.000 Einwohnern. Der im Artikel genannte Hagelschauer ist über die komplette Stadt gezogen und hat so ziemlich jedes Haus beschädigt. Die Sparkassenversicherung schätzt den enstandenen Schaden auf mehr als 1 Milliarde Euro. Die Reparatur aller Schäden wird sich bis in Jahr 2014 ziehen.

    Das Schäden nicht sofort repariert wurden liegt einfach daran, dass es schlicht keine Firmen gibt, die das aktuell leisten können.

    Hier ist also weder Feuerwehr noch Eigentümer schuld, sondern einfach die aktuellen Umstände.

    Ich bitte dies bei Schuldzuweisung zu bedenken.

  14. Ein Grundsatz aller Kameraden ist “Alle Menschen sind gleich”. Sollten wir demnächst erst auf der Leitstelle nachfragen welchen Job,der Geschädigte hat? TRAURIG !! Diejenigen die Hilfe geben ohne etwas dafür zu nehmen,noch belangen zu wollen. Versicherungen nehmen jeden Monat und nicht wenig..

  15. Ach so…….

    dann prüfen wir demnächst auch bei welcher Versicherung der Bürger ist und entscheiden dann ob wir tätig werden. Das sollte ins Feuerwehrgesetz aufgenommen werden. Spart den Hilfsorganisationen Geld und nimmt die Versicherungen in die Pflicht.

    Jetzt ERNST…. welche Feuerwehr hilft nicht wenns gerade aktut und keine andere Hilfe verfügbar ist. Eher denke ich sollte man den Bürger schriftlich informieren das man ein PROFISORIUM angebracht hat und er verpflichtet ist für die Sicherung selbst zu sorgen.

    Grüße

  16. @Nils: Der Schaden wurde sicher der Versicherung gemeldet. Und bis ein Dachdecker kommt, hat man durchaus Wartezeiten von einen halben Jahr. Weil die zig tausende Schäden zu beheben haben.

    Im übrigen war da nicht nur eine BF im Einsatz, es waren Feuerwehren aus ganz Baden-Württemberg in Reutlingen um Dächer abzudichten.

  17. Es herrscht mal wieder viel Ahnungslosigkeit bei den Kommentatoren – bis auf Einen. SChon mal die Rechtslage angeschaut? Die Allermeisten wohl nicht. Wie läuft es denn ab, bzw. sollte es denn ablaufen? Unwetter – FW oder THW kommen, leisten im Rahmen ihrer Möglichkeiten Nothilfe – Einsatzstelle wird an den Eigentümer übergeben. Und dann? Bis hierhin hat der Eigentümer ja seiner Schdensminderungspficht genüge getan. Und dann? Es wird schon ahlten, Jetzt ahb ich erst mal Ruh? Ein Blick in die Versicherungsbedingungen hilft weiter. Meldung an die Versicherung, Dokumentation der Maßnahmen der Feuerwehr, Gutachter anfordern, Handwerker suche (sofort und nachweisbar). Meldung an Versicherung, dass kein Handwerker greifbar ist, mit der Aufforderung mitzuteilen, was zu tun ist. Das Ganze am Besten über einen Anwalt. Und die Feuerwehr? Wurde die Einsatzstelle ordentlich und schriftlich! an den Hauseigentümer übergeben sit sie aus dem Schneider. War bei der Übergabe ein Hinweis auf die Notdürftigkeit und nicht fachgemäße Ausführung drauf? Ich hoffe doch. Zu unserem Geschäft gehört halt auch Bürokratie. Und wenn wir die vergessen, stehen wir manchmal im Regen. Die versicherung handelt, auch wenn es manchen sauer aufstösst rechlich richtig. P.S. Wie ist denn in euren Feuerwehren die Übergabe von einsatzstellen geregelt? Schriftlich? Schon mal über die Folgen einer nicht korrekten Übergabe nachgedacht?

  18. Dass die Versicherung den Schaden nicht tragen will, ist doch richtig. Da kommt die Feuerwehr, und deckt das beschädigte Dach mit Planen nur provisorisch ab. Wochen (!) später regnets dann wieder rein, weil der werte Hauseigentümer es wohl nicht für nötig hielt, sein Dach fachmännisch reparieren zu lassen und wundert sich, dass es nass wird in der Bude. Selber Schuld ..

    Jedoch hat nicht die Feuerwehr/ das THW für den Schaden aufzukommen, da die ja nur provisorisch abgedeckt haben, sondern der Eigentümer, weil er sein Dach nicht sofort reparieren lassen hat.

  19. Moin moin,

    wenn zwischen dem Provisorium und dem erneuten Schaden soviel Zeit liegt, dann hätte der Eigentümer und auch dessen Versicherung ja schon mal war in Richtung Schadensbehebung durch einen Fachbetrieb einleiten können. Aber zu hoffen, dass das Provisorium ewig hält, und die Versicherung nichts zahlen muss, zeugt doch von einer gewissen Frechheit, um nicht zu sagen von Schamloser Unverschämtheit.

  20. Dann beschränken wir uns von nun an auf dass was in unseren Namen steht.
    Nächmlich FEUER wehr!

  21. Hallo,

    ich frage mich gerade, wer hier nur einfach Kommentiert und wer sich auch nur kurz mit dem Sachverhalt auseinander gesetzt hat.

    Es war nicht irgendein Unwetter!
    Die Feuerwehr hatte 11.000 Einsätze abzuarbeiten, dabei waren über 2500 Einsatzkräfte aus ganz Baden-Württemberg im Einsatz.

    Einen Dachdecker bzw. Fachmann herzubekommen ist quasi unmöglich, wenn eine Plane überm Dach ist, heißt es warten bis ein Betrieb Zeit hat und das kann bis Ende 2014 dauern, mehr wie 6 Tage in der Woche arbeiten können die Betriebe einfach nicht.

    Die Gutachter arbeiteten die Schadenfälle im Akkord ab, da werden solche Dinge wie eine Solaranlage, oder Dachfenster im Gutachten einfach vergessen.

    Ich komme aus der Region, und war selbst im Einsatz und kann nur sagen:
    Wer da nicht selbst kann sich das kaum Vorstellen!

    Hier mal ein paar Bilder zur Verdeutlichen:

    http://www.gea.de/bilder/bildergalerien/hagelsturm+verwuestet+reutlingen+und+teile+der+region.3283365.htm

  22. @Holger – Bitte nicht mehrere Digne durcheinander schmeissen. Die Anzahl der einzelnen Schadensfälle ist für die rechtliche Beurteilung. Der Geschädigte hat eben nciht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Ebenso wie die Versicherung. Und auch die Feuerwehr doer das THW. Rcihtig ist sicher, dass ich in Reutlingen und Umgebung keinen Dachdecker bekomme. Aber wir elben in Europa. Wenn ich in der nähreren Umgebung nachweislich! keinen bekomme muss ich die Versicherung informieren. Dann hat diese die Pflciht einen zu suchen oder mir die Freigabe für eine Deutschlandweite oder Europaweite Suche auch mit erhöhten Kosten zu erteilen. Ich kann mich aber nicht draruf berufen, in Reutlingen gibt es keinen. Der Hausbesitzer hat es sich wohl auf seinem Sofa bequem gemacht. Die einzige Crux an der Sache. Hat die Feuerwehr nicht juristisch korrekt übergeben, bleibt der Schaden wohl an ihr oder ihrer Versicherung hängen. Und das dann auch zu Recht.

  23. Die zuständige Versicherung sollte sich mal die Frage stellen, wieviel Schaden die Feuerwehr und das THW durch Ihre ehrenamtliche Arbeit in den letzten Jahren abgewendet haben. Bei beiden Organisationen handelt es sich um zum allergrößten Teil ehrenamtliche Hilfsdienste und um keine Dienstleister. Unser THW Ortsverband hatte aktuell im Sommer den Fall, dass sich ein Hilfeersuchender nachträglich beschwert hat, dass wir (bei einer Unwetterlage) seinen Keller nach den Lenzeinsatz nicht komplett trockengelegt haben. Die Kameraden von unserer örtlichen Feuerwehr haben bei einem gemeinsamen Sturmeinsatz in der vorletzten Woche (Orkan Christian) erzählt, dass sie massiven Ärger mit einem Anrufer hatten, der von der Feuerwehr seine umgestürzte Regentonne wieder aufgestellt haben wollte. Als Steuerzahler finanziert man ja schliesslich Feuerwehr und THW :-(. So macht Ehrenamt doch Spaß!!!

  24. Peter Lamaack

    Die betroffene Feuerwehr soll den Klageweg beschreiten und durch alle Instanzen gehen.
    Dann entstehen zwei Möglichkeiten:
    1.
    die Justiz stärkt den Feuerwehren damit den Rücken und legt den Versicherern auf, einen deutschlandweit personell vor Ort verfügbaren fachkompetenten Gutacher vorzuhalten, der den Schaden bemißt und konkrete Vorgaben für die Schadenabwehr machen kann

    2.
    die Justiz verurteilt die Feuerwehr – auch durch alle Instanzen.
    Damit ist aufgrund des nichteinzuschätzenden fianziellen Risiko’s (Unwettereinsätze sind ja regelhaft keine lebensrettenden Einsätze) eine Grundlage geschaffen, diese Einsätze grundsätzlich abzulehnen.

  25. Matthias Gerhardy

    Privat haben wir nach dem Ausfall eines Dachdeckers fast 6(!) Monate bis zur Fertigstellung durch einen Anderen gewartet und gesucht. Aussage der Dachdecker – für kleinere Aufträge keine Seltenheit.
    Und da regt man sich um 6 Wochen auf ?

  26. Wenn Feuerwehr oder THW noch Verträge mit den Anforderer bei der Übergabe machen muss, damit man rechtlich auf der sicheren Seite ist, schadet es meiner Meinung nach am Schluß dem ganzen System Ehrenamt (wer tut sich ehrenamtlich so eine Bürokratie nach Feierabend an). Der nächste Schritt wäre, dass jeder Kamerad von Feuerwehr und THW zusätzlich eine Haftpflicht oder Rechtschutzversicherung abschliessen muss, damit er nach dem Einsatz in Ruhe schlafen kann. Mir tun nur die roten und blauen Kameraden leid, die wahrscheinlich bei diesem Einsatz ihr Bestes gegeben haben und nun von dieser Versicherung so einen Tritt in den Hintern bekommen und das ganze bei einer “Notabdeckung”. Fangen die Versicherungen auch bald an die Hilfsdienste auf Schadensersatz zu verklagen, wenn sie die Hilfsfristen aus irgendwelchen Gründen (z.B. Witterung) mal nicht einhalten können????

  27. @Peter Lamaack wieos und gegen wen sollte die Feuerwehr klagen? Die Rechtslage ist ihnen anscheinend nicht klar. Wenn dann muss der Hausbesitzer gegen die Feuerwehr klagen. Warum? Schadenfall 1: Die Feuerwehr deckt nach dem Hagelschlag ab und übergibt hoffentlich rechtssicher an den Hausbesitzer. Wenn dem so ist,ist für die FW alles ok. Schadenfall 2:nach Wochen regenet es rein. Die Versciherung verweigert den Schaden mit dem Hinweis auf nicht ordnungsgemässe Reperatur. Da hat sie ert mal recht. Und nun? Der Hausbesitzer kann versuchen die Feuerwehr wegen “Schlechtleistung” zu verklagen. Hat der Einsatzleiter aber nur annähernd alles richtig gemacht ist der Hausbesitzer der Dumme und bleibt, zu Recht, auf seinem zweiten Schaden sitzen. Schon vor 30 Jahren hatten wir beim THW ein Formular mit dem wir eine Einsatzstelle übergeben haben. Da stand dann drauf, dass die z.B.Abdeckung des Daches “notfallmäßig und mit Behelfsmitteln” erfolgt ist. Weiter wurde daruaf hingewiesen,dass die Abdeckung “nicht nach den Regeln der Handwerkskunst” erfolgt ist und “keinerlei Gewährleistung oder Garantie für Dichtigkeit oder Haltbarkeit” übernommen wird. Zum Schluss wurde der Hausbesitzer aufgefordert, dies “unverzüglich der Versciherung mitzuteilen und mit dieser die weiteren Massnahmen abzustimmen”. Punkt. Den Empfang quittieren lassen und gut sit. Was der Hausbesitzer dann amcht ist nicht merh Bier von FW oder THW. Das Ganze erscheint mir hier von einem Hausbesitzer inszeniert zu sein,der einfach seinen Verpflichtungen aus dem vErsciherungsvertrg nciht nachgekommen ist und nun medienwirksam einen Sündenbock sucht um vieleicht doch noch zu einer Leistung seiner Versicherung zu kommen.

  28. @huber37

    Ich bin seit über 22 Jahren aktiv beim THW und habe es in den ganzen Jahren nicht erlebt, dass von uns oder der Feuerwehr dem Anforderer ein Vertrag vorgelegt wurde. Es wurden die Daten kurz auf dem Papier aufgenommen und die Einsatzstelle, gegebenfalls mit einem Hinweis, an den Eigner mündlich übergeben.
    Ich bin aber ebenfalls der Meinung, dass ganz schön viel Zeit zwischen Einsatz und dem nächsten Unwetter vergangen ist!!!! Selbst bei grossen Unwettern wie z.B. Anatol, Kyrill und jetzt Christian waren die von uns gesicherten Dächer innerhalb weniger Tage wieder “professionell” repariert worden, trotz eines extrem hohen Arbeitsaufkommen bei der Dachdeckern.

  29. An alle die hier meinen der Hauseigentümer sei seiner Pflicht nicht nachgekommen dass Dach zu sichern:
    Noch jetzt mitte November sind im Kreis Reutlingen (Ja es sind nicht mehrere Häuser, sondern der halbe Landkreis betroffen) Dachdecker Zimmerleute aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Sachsen usw. bei der Arbeit, weil aberwitzig viele Dächer beschädigt wurden.

    Stellenweise ist es so, dass 1 oder 2 Firmen für komplette Straßenzüge zuständig sind. Die bauen dann dass Gerüst am Haus Nr. 13 ab und tragen es von Hand zu Nummer 15 um es dort sofort wieder aufzubauen.

    Am Tag nach dem Hagelunwetter wurde bei einem Baustofflieferant im Kreis der Lagerist zusammengeschlagen, weil keine Dachziegel mehr vorrätig war.

    Die ganze Woche nach dem Unwetter stauten sich die Drehleitern verschiedenster Feuerwehr aus ganz Süddeutschland durchs Ermstal richtung Reutlingen.

    Also hört gefälligst auf, auf dem Hausbesitzer rum zuhacken. Wenn alle Fachfirmen ausgebucht sind, kommt man auf eine Warteliste….

  30. Klemens Surmann

    Ich bin Klemens Surmann aus der Gothaer Pressestelle. Es war mit Sicherheit nicht unsere Absicht, die Arbeit der Feuerwehrleute hier zu diskreditieren. Wenn das so empfunden wurde, entschuldigen wir uns dafür. Ende der Woche sitzen unsere Kollegen mit allen Beteiligten zusammen und werden eine Lösung finden.

  31. @Florian, nichts verstanden? Anscheinend ja, sonst würdest Du nicht ein solches Posting schreiben. Schau mal in Versicherungsverträge und ins BGB. Dort steht drin was Du zu tun oder zu lassen hast. Es gibt Situationen, in denen ich nicht reparieren lassen kann, weil ich z.B. keinen Handwerker finde. Oder nur zu einem exorbitanten Preis. Ich muss mein Bemühen aber nachweislich dokumentieren. Und ich muss die Versciherung informieren. Zeitnah. Nachweisbar. Und ich muss die Versciehrung auffordern, mir einen Handwerker zu nennen, der zeitnah kommt. Auch das nachweisbar. Wenn die Versicherung nicht reagiert, muss ich mahnen. Fristgerecht, nachweisbar. Ich muss die versciehrung dann in Verzug setzen. Das Ganze am besten mit Anwalt. Hat das der Hausbesitzer gemacht? Sicher nicht, sonst würde die Versciherung keinen Aufstand machen. Und er müsste nicht mit dem Finger auf die Feuerwehr zeigen. Alos dürfen wir ruhig weiter auf ihm rumhacken – selber schuld.

  32. Andi Hojdar

    Kurz noch ein paar Erweiterungen zu dem Bericht.
    Der Hagelsturm(bis zu Tennisball groß) zog von Tübingen den gesammten Albtrauf (TÜ, RT, ES, GP) entlang. Die Ausläfer reichten ca. 10-15km ins “Albvorländle” hinein.
    Bei dem Hagelschauer wurde so ziemlich alles zerlegt was auf der Wetterseite stand. Es sind seit dem Unwetter sämtliche Zimmerleute, Dachdecker und Dienstleister aktiv um die Schäden an den Dächern zu reparieren – es sind bis heute noch nicht alle Häuser(Dachziegel, Dämmung, Wände, Decken, Fassaden, Fenster, Dachfenster, Rolläden) repariert.
    Wie viele Häuser unbewohnbar sind kann bis jetzt noch nicht genau beziffert werden.
    Bei den Betroffenen die ihre Autos reparieren lassen wollen sieht es mit Terminen änlich aus. Es werden Termine für nächstets Jahr Juni zugeteilt, immer vorausgesetzt sie hatten schon einen Termin beim Gutachter.

  33. Alle wissen es aus der Ferne besser! Ob sich der Eigentümer zurückgelehnt hat? Wer weiß das. Bei diesen Bedingungen kann ein Schaden nicht unmittelbar durch Fachleute repariert werden. Und wwere weiß, wie die Schadensbearbeitung durch die Versicherung gelaufen ist. Da nutzt der Hinweis auf Firmen im ganz Europa gar nichts, wenn z.B. die Abwicklung unklar ist, die Versicherung sich Regelungen zur Reparatur vorbehält etc.

    Eigentlich sollte aber der Zeitablauf reichen. Und in der Regel hält auch die provisorische Abdeckung etwas aus. Aber nicht, wenn besondere Einflüsse erneut da sind, also die Heftigkeit.

    Das Verhalten der Versicherung ist aber trotzdem nicht nachvollziehbar.

    Die Überschrift zum Artikel halte ich übrigens für ok. Kurz, knackig, richtig und zum Lesen animierend.

  34. Ich wohne in Rommelsbach und bin in der dortigen jf.ich weiß glaub ich auch um welches Gebäude es sich handelt. Unsere Feuerwehr hat zusammen mit den ganzen Helfern aus vielen Orten und Städten auch von weiters weg eine so klasse Arbeit geleistet sie haben so viel geschafft ca. 1 Woche lang von morgens bis abends und dann so eine Nachricht schockiert.

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