Urteil: Löschfahrzeugdieb freigesprochen

Gelting (SH) – Am 25. Juli 2009 wurde die Freiwillige Feuerwehr Gelting (Kreis Schleswig-Flensburg) frühmorgens zu einem Verkehrsunfall alarmiert. Am Feuerwehrhaus erfuhren die Mitglieder, dass ihr Löschfahrzeug kurz zuvor gestohlen worden war und verunglückt ist. Der Dieb, ein 19-Jähriger, hatte betrunken eine Spritztour mit dem Fahrzeug unternommen und war nach nur einem Kilometer Fahrt von der Fahrbahn abgekommen. Jetzt musste sich der Täter vor Gericht verantworten. Wie das “Flensburger Tageblatt” berichtet, wurde er jedoch freigesprochen. Als Begründung wird die Schuldunfähigkeit des jungen Mannes durch einen Blutalkoholgehalt von zwei Promille angegeben.

Artikel: “Freispruch für Dieb des Geltinger Feuerwehrautos” (Flensburger Tageblatt, 10. Oktober 2011)

18 Kommentare zu “Urteil: Löschfahrzeugdieb freigesprochen”
  1. Das darf doch nicht wahr sein :O

    Spinnt den das deutsche Rechtsystem schon so heftig ??

    Erst werden Kameraden die bei Einsatzfahrten verunglücken verklagt und verurteilt, und jetzt wird ein Dieb freigesprochen weil er besoffen war

    omg Armes Deutschland, Armer Rechtsstaat

    MFG Tux

  2. Hemminger

    Juhu… kommt lasst uns saufen und dann scheisse bauen… MAN WIRD JA IN DEUTSCHLAND NICHT DAFÜR BELANGT WENN MAN UNTER DROGEN STEHT!!! Das ist keine Rechtsprechung, das ist der blanke Hohn. . . *don´t like*

  3. @ Tux: ich stelle mich nicht hinter den Dieb, aber: dieser Herr soll nach Feststellung des Gerichts sso betrunken geessen sein, dass er nicht schuldfähig qar… das ist ein Unterschied!

  4. Ich finde, dass selbstverschuldete Wahrnehmungsänderungen keine Strafminderung oder Schuldunfähigkeit heißen sollten. Der Gesellschaft ist doch bewusst was bei zuviel Alkohol passiert und jeder ist aufgeklärt genug! Dummheit sollte bestraft werden aber das Strafgestzbuch belohnt sogar Dummheit. Super, vielen Dank!

  5. Ich finde das eine bodenlose Frechheit, das so einer Freigesprochen wird, obwohl er andere in ernsthafte Gefahr gebracht hat, denn wenn es in dieser Zeit zu einem Wohnungsbrand gekommen wäre wo es auf jede Minute ankommt und man kann nicht helfen da das Feuerwehrautonicht mehr da ist einfach unfassbar. So einer sollte eine ordentliche Strafe bekommen und für sein restliches Leben Gemeinnützliche Arbeit machen müssen.

  6. Leider geht aus dem Artikel nicht hervor, wegen was der junge Mann angeklagt war – Diebstahl oder fahren ohne Fahrerlaubnis. Da spielt der Alkoholpegel schon einen Unterschied in der Rechtsprechung.

  7. Notrufprotokoll

    Komisches Urteil! Alkohol führt erst ab 3 Promille zur Schuldunfähigkeit, und dann kann man immer noch wegen Vollrausches verurteilt werden.

    Hoffe inständig, dass eine höhere Instanz dieses Urteil aufhebt, Einbruchdiebstahl, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Sachbeschädigung, Straßengefährsgefährdung und Unfallflucht sind nichts, was man irgendwie als “alkoholbedingte Dummheit” entschuldigen könnte.

  8. @ Notrufprotokoll: In dem Artikel steht nicht, ob der Mann wegen allen von dir genannten Delilkten angeklangt wurde… zuem ist deine Aussage so nicht richtig:

    3 Promille führen nicht zur Schuldunfähigkeit, sondern dazu, dass IN DER REGEL Schuldunfähigkeit ANGENOMMEN wird. Es ist also möglich im Einzelfall (wie hier) zu einer anderen Einschätzung zu kommen…

    Leider geht aus Artikel auch nicht hervor, ob die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel eingelegt hat!

  9. Tja, so betrunken kann er eigentlich garnicht gewesen sein. Immerhin ist er mit einem ihm unbekannten Fahrzeug -zudem LKW- noch einen Kilometer weit gekommen…

  10. Jaja Leute, Ihr kennt doch alle unser rechtssystem??
    Warum ist denn teurer wenn man auf einem Behindertenparkplatz parkt, als eine Feuerwehr und Rettungsdienstzufahrt zuparkt??? “””Hiervon kann ja nur menschenleben abhängen””””
    übrigens?? weshalb muss man eigentlich fürs Parken bezahlen, obwohl die Parkplätze doch von unserem Geld gebaut worden sind!!!

  11. Hier sieht man es mal wieder, unsere Gerichte sprechen Urteile und kein Recht !!

  12. rittersleut

    Das ist ja cool !!- Ich geh in die Kneipe, sauf mir einen Vollrausch an – Bau Mist damit und werde auch noch freigesprochen weil ich armer Kerl dank Vollrausch nicht im Besitz meiner geistigen Fähigkeit war. Glücklich nur, das kein dritter Schaden davon genommen hat.

    Das ist wohl ein schlechter Witz und kann doch nicht wahr sein. ;-((. So langsam verliere ich jeglichen Respekt vor dem deutschen Rechtssystem.

  13. Jacqueline

    Bei allen, möglicherweise zweckdienlichen, Erläuterungen unseres Rechtssytems, ich habe trotzdem einfach kein Verständnis dafür, daß es möglich sein soll bei einer Häufung solch vieler Straftaten straffrei auszugehen. Offensichtlich wird das Sichbetrinken immernoch als eine Art Kavaliersdelikt betrachtet inklusive aller nachfolgenden Straftaten. Wenn ihr mich fragt, dieses muß sich dringend ändern!

  14. Das Recht gilt für alle. Damit auch für alle Fälle. Ist aber auch gut so, wenn nicht nach Art des Falles unterschieden wird. Darüber sollten sich hier alle Pseudo-Juristen im Klaren sein. Auch wenn manchaml die Rechtsprechung nicht nachvollziehbar ist. In diesem Fall ist sie es aber!

    Und wer wie “rittersleut” absichtlich soviel saufen will, dass er schuldunzurechnungsfähig ist, der ist dann aber wegen Vorsatz dran.

  15. der Vorsatz muss aber erst mal nachgewiesen werden. Trotzdem ist es nicht verständlich mit dem Freispruch.

  16. Es sollte heissen Dummheit Schützt vor strafe nicht!!!!!!!

  17. Uniretter

    Sorry, wer mit 2 Promille ein LF starten kann und damit einen Kilometer fahren kann ist sehr wohl schuldfähig! Ausserdem was sind bei Jugendlichen schon 2 Promille? Gar nichts……, die sind doch erst bei 3 Promille richtig besoffen. Weiterhin hat der junge Mann ja das LF auch noch zu Schrott gefahren und soll mehr oder minder schuldfrei davon kommen? Als Komune würde ich bis zum Bundesgericht ziehen. So einfach den jungen Mann davon zihen lassen geht. Jeder hat sicherlich schon mal einen über den Durst getrunken, aber man sollte dann auch zu seinen Schaden stehen, wenn man einen solchen angerichtet hat.

  18. Man muß deutsche Gerichts-Urteile nicht nachvollziehen können.Und schon gar nicht verstehen.Dieses Urteil wurde bestimmt von einem Alt-68er gefällt.
    Ich meine wer im Stande ist sich zu besaufen(egal wieviel Promille)der ist auch für seine späteren Handlungen/Taten verantwortlich.Meines Erachtens sollten auch Straftäter über 18 nach Erwachsenen-Strafrecht und nicht nach Jugendstrafrecht behandelt werden.Schließlich dürfen sie auch ab 18 wählen,ausgehen,autofahren….

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