SN: Personalnot wird immer massiver

Dresden (SN) – Die Personalnot bei den freiwilligen Feuerwehren in Sachsen wird offenbar immer gravierender. Wie die “OAZ online” berichtet sei in einigen Teilen des Landes tagsüber nur noch jede zweite Feuerwehr einsatzbereit, in Ostsachsen sogar nur noch jede dritte. Falls sich der Trend fortsetze, so heißt es in dem Artikel, müssten die Bürgermeister Pflichtfeuerwehren ins Leben rufen.

Artikel: “Sachsens Feuerwehren klagen über Personalnot” (OAZ online, 14. Oktober 2013)

11 Kommentare zu “SN: Personalnot wird immer massiver”
  1. Als ob eine pflichtfeuerwehr was bringen würde. Die leute sind einfach arbeiten und wenn man leute verpflichtet sind auch diese arbeiten…
    Bis die neuen dann eingearbeitet sind dauerts auch wieder ca nen halbes jahr oder sogar länger….

  2. darüber berichtet auch MDR Sachsen. Teile von Mittelsachsen sind auch betroffen: Personalnot bei freiwilligen Feuerwehren

    “In Sachseb verliert der Landesfeuerwehrverband jährlich 800 bis 1.000 Mitglieder. Das hat Verbands-Chef Karsten Saack bestätigt. Er sagte, in Mittelsachsen und im Kreis Leipzig sei tagsüber nur noch jede zweite Feuerwehr einsatzbereit. In Ostsachsen könne sogar nur noch jede dritte ausrücken. Grund sei der demografische Wandel. Kameraden würden zu alt für die Brandbekämpfung, sagte Saack. Nachwuchs sei immer schwerer zu finden.”
    Quelle: http://www.mdr.de/sachsen/nachrichten216.html#anchor5

  3. Die Frage müsste lauten:”Wer kann hier was tun?” – nämlich nur unsere Mitgieder der sächsischen Staatsregierung, und zwar eine konstrukive Unterstützung der Gemeinden in Sachsen, so dass diese nicht wie bisher, bei Feuerwehrhaushaltsplänen mit dem Rotstift arbeiten müssen, es könnten vielmehr Mitglieder gehalten werden wenn das Umfeld stimmt, es sind soviele Punkte die hier angesprochen werden können und auch 100 pro bekannt sind. Aber es ist einfacher “in eine ander Richtung zuschauen” als auf die Probleme die direkt vor der Haustür liegen. Soit ist es dann einfacher eine Pflichtfeuerwehr zu benennen und weit höhere Kosten zu produzieren, als JETZT in das bestehende System zu investieren und auf lange Sicht dabei noch zu sparen.

  4. Vielleicht müsste es auch für Arbeitgeber attraktiver gemacht werden, was hat denn ein Arbeitgeber davon,?!? Wenn sein Arbeitnehmer ersetzt wird( er wird zwar bezahlt Lohnausfall) aber wenn der Arbeitgeber jemand anderes für ihn hinstellen muss die Kosten werden nicht bezahlt- irgendwie für den Arbeitgeber kein nutzen. Vielleicht sollte man da schon mal darüber nachdenken.

  5. Dom Inic

    Ob Pflichtfeuerwehren oder finanzelle Anreize was bringen ist fraglich.
    Viele Regionen haben zum Teil in der Altersklasse zwischen 20 und 40 keine Einwohner, die für die Feuerwehren von Nutzen wär.
    Die meisten Arbeiten nicht in ihrer Heimatregion, sind nur am Wochenende daheim und müssen an Ihren freien Wochenenden die Arbeiten erledigen, die andere zum Beispiel nach Feierabend in der Woche erledigen.

    Man muss langsam von dem System jede Gemeinde hat ein Freiwillige Feuerwehr wegkommen und dafür die Grundlage von oben schaffen, das mehrere Gemeinden ein gemeinsame Feuerwehr betreiben. Stützpunktwehren mit dem Aufgabengebiet angepasster moderner Technik. Und die Finanzierung der Feuerwehren müsste überdacht werden. Statt 30 % oder 50 % vom Land müsstest es 70 % bis 90 % geben in Härtefällen eben auch mal 100%.
    Viele Gemeinden werden verpflichtet irgendwelche Umlagen an Landkreis und Schulen zu zahlen, können mit dem Übrigen zur Verfügung stehenden Geldern noch nicht mal mehr die einfachen täglichen Ausgaben stemmen und sparen dann eben bei der Feuerwehr. Rücklagen haben kleine Gemeinden nicht und schnell mal 30000 € für ein TSF oder 75000 € für ein LF10 aufzubringen.
    Dann lieber 30 Jahre alte Technik und diese wieder durch alte Technik ersetzen zum Teil sogar finanziert durch die Mitglieder der Wehren.
    Einfache PSA zum Teil weitergeben von ausgeschieden FM, wer eine zweite PSA als Ersatz haben will kauft sie selber und und und. Solange es aber Wehren und Gemeinden gibt die Top ausgestattet sind und deren Mitglieder und Führungsetagen im den Gremien sitzen die Leitlinen, Empfehlungen und Vorschriften erarbeiten und das jetzige System schönreden wird sich nix ändern. In Dänemark und Norwegen wird unsers System mit Kopfschütteln und Unverständnis bewertet.
    …es wird ein schwere Weg werden

  6. So lange wie Feuerwehren um ihre notwendigen Anschaffungen bei den Gemeinden “betteln” müssen, solange wird die Abwanderung bzw. das Desinteresse der Mitglieder anhalten. Was eine Freiwillige Feuerwehr wert ist, werden die meisten Bürgermeister erst merken wenn sie sich mit einer Pflichtfeuerwehr rumschlagen müssen. Doch dann ist es zu spät!

  7. Wie wäre es generell mal mit neuen Ansätzen? Z.b. Gewerbesteuer und Grundsteuererlass für Firmen wenn deren Mitarbeiter sich in der FFw engagieren, oder mit Freien parken der ffw Mitglieder in der Kommune, oder Freie Eintritt oder starken Rabatt in Kommunaleinrichtungen, z.b Freibäder, Schwimmhalen Theatern usw. Empfehle da auch das aktuelle Feuerwehr-Magazin. Aber davon sind wir hier in Sachsen soweit entfernt wie die USA von der Schuldenfreiheit.

  8. Super, Pflichtfeuerwehr mit dem gesamten (Pflicht)Programm dem sich ein EA mit entsprechender Motivation freiwillig unterwirft… So hält man die Einwohnerzahlen bestimmt konstant und fördert den Zuzug neuer Einwohner! *Ironieaus*

  9. V.Clemens

    Wenn niemand kommt, muß man die Gründe erforschen und beseitigen.
    Oft hilft es schon, die Feuerwehr Attraktiver zu machen.
    Und ja, das kostet viel Geld. Aber viel viel weniger als wenn man nicht dagegen tut.

  10. Es gibt doch so viele Arbeitslose, ALG- und Harz iV- empfänger Warum bietet man denen nicht eine Art Extrabonus oder Minijob, wenn sie sich bei der FFW melden und engagieren. Viele Ehrenamtliche arbeiten zu weit entfernt, dass sie im Alarmfall rechtzeitig in der Wache sind.

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