Sexuelle Beleidigung wird nicht toleriert

Wallmerod (RP) – Einem Ausbilder der freiwilligen Feuerwehren im Westerwaldkreis hat eine sexistische Bemerkung sein Amt gekostet. Der Ausbilder hat bei einem Sprechfunkerlehrgang eine 18-Jährige mit seiner Äußerung öffentlich beleidigt. Nachdem der Vorfall zunächst intern geklärt werden sollte, ist er dann doch an den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wallmerod herangetragen worden. Wie die “Nassausische Neue Presse” berichtet, hat dieser als oberster Dienstherr der Feuerwehr den Feuerwehrmann von all seinen Ämtern beurlauben lassen. Der Beschuldigte hat sein Fehlverhalten eingestanden und um die Entbindung von seinen Aufgaben gebeten.

Artikel: “Feuerwehrmann muss gehen” (Nassausische Neue Presse, 30. Mai 2014)

24 Kommentare zu “Sexuelle Beleidigung wird nicht toleriert”
  1. Dietmar Bastian

    Dieses Thema darf nicht unter dem Deckmantel der Nachwuchsprobleme unter den Teppich gekehrt werden. Solche Leute haben dann meist ein Problem, das im Berufsalltag auch Arbeitskolleginnen treffen kann.
    Als Ausbilder müsste ihm seine Position bewußt gewesen sein, “Dorfdeppen” braucht keine Feuerwehr, und schon gar nicht in solchen Positionen.
    Vielleicht werden andere “Maulhelden” dann mal etwas vorsichtiger und halten sich zurück!

  2. Kommt drauf an, was er gesagt hat!! Das jetzt so pauschal zu beurteilen, ob die Suspendierung gerechtfertigt ist, halte ich für schwierig.

    Die Feuerwehr ist kein Kindergarten, und man sollte nicht alles auf die Goldwaage legen – aber man soll / darf nicht alles tolerieren

  3. Solange der Inhalt der Äußerung gegenüber der jungen Frau nicht bekannt ist…lässt sich das nicht beurteilen….war es die erste Bemerkung oder fielen in der Vergangenheit ähnliche Worte ??? Aber kamerad bleibt kamerad,ob männlich oder weiblich.gegenseitiger Respekt ist wichtig und hat nichts mit anstellen zu tun !!!

  4. Dieser Ausbilder ist da, um junge Leute, die sich einer guten Aufgabe widmen wollen, zu unterweisen und zu unterrichten.
    Wo kommen wir hin, wenn diese Vorbildfunktionen nicht mehr funktionieren?

  5. Gerriet Hinrichs

    Ordnung soll und muß sein. Aber hoffentlich wurde hier nicht mit Kanonen auf Spatzen geschoßen.

  6. Wenn ich so einige Kommentare weiter unten lese, kann ich nur sagen – richtig so… es muss sich was an der Grundeinstellung in der gesamten Breite ändern, es wird zukünftig ohne Frauen nicht mehr gehen. Es wird sich für die Feuerwehren (und alle anderen BOS) durch die Generationsproblematik die Zukunft ganz gewaltig ändern. So oder so. Sexismus ist überholt.

  7. Viele Feuerwehren haben Probleme die Tageseinsatzbereitschaft zu gewährleisten und dann reden Dummschwätzer wie Schiermeier davon, dass Frauen nichts in der Feuerwehr verloren haben… Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!

  8. Da brauchen nur die Worte sexuel, Frau in der Presse zu lesen sein und schon stürzt sich alles und jeder drauf. Es wird in dem Bericht mit keiner Sielbe erwähnt was der Ausbilder gesagt hat, warum nicht? Ich warte auf den Tag wo wirklich Alles und ich meine Alles nach Frau/Mann getrennt ist.

  9. Klaus

    Manche dieser möchte gern Feuerwehrleute sollten sich doch mal an den Krieg zurück erinnern …da haben die Frauen die Feuer gelöscht ohne die supperschlauen Männer ..und heute sollten sie nicht zur Feuerwehr dürfen. ..diese Männer sollte Mann aus der Feuerwehr jagen!!!!

  10. Ich bin geteilter Meinung.

    Zum einen steht nirgendwo, was der Kamerad wirklich gesagt hat. Nur denke ich, so ist es zumindest bei uns, herrscht in einer Wehr meist ein “gewisse freche” Ironie. Da wird schonmal was falsch verstanden. Es muss grade da sicher nicht alles auf die Goldwaage gelegt werden. Und da trennt sich meiner Meinung nach die Spreu vom Weizen. Es ist selten, dass Frauen diese ironie verstehen. Unter Kerlen, ich denke es ist auch in Fußballclubs etc. so, herrscht nunmal ein anderer Umgangston. Damit muss Feuerwehrfrau sich halt auch abfinden. Genau das kann aber nicht jede!.

    Im Grunde brauchen wir natürlich auch Feuerwehrfrauen. Keine Frage. Es gibt immer Situationen, wo diese vllt sogar besser eingesetzt werden können, als die männlichen Kameraden. (Beispiel: Betreuung von verletzten etc..) Aus diesem Grund kann man nicht pauschal sagen, dass Frauen hier in dieser Gemeinschaft nichts verloren haben.!

    Zu dem aktuellen Thema kann und will ich eigtl auch nicht viel sagen, da keiner weiß, um welchen “Spruch” es sich handelt…

  11. Volker Peukert

    Hallo Kameradinnen und Kameraden,
    leider muss ich hier eine Klarstellung fordern. Ich bin der amtierende Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wallmerod. Die Verbandsgemeinde Wallmerod verfügt über 14 verschiedene Feuerwehren und einer dieser Wehrführer ist, nach meiner Meinung zu recht, wegen seiner sexistischen Sprüche von seinen Ämtern zurück getreten.

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