Ratsdiskussion statt Einsatznachbesprechung

Titisee-Neustadt (BW) – Bei der Brandkatastrophe in einer Behindertenwerkstatt in Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) Ende November retteten Feuerwehrleute vielen Menschen das Leben. Für 14 kam jedoch jede Hilfe zu spät. Der Einsatz war für viele Feuerwehrleute äußerst belastend. Um das Erlebte zu verarbeiten, sollte am nächsten Tag mit den beteiligten Einsatzkräften im Feuerwehrhaus eine Nachbesprechung stattfinden. Doch die rund 180 Helfer mussten lange warten, weil in den Räumen der Feuerwehr eine Sitzung des Gemeinderates stattfand und dieser lieber debattierte, anstatt Platz für die Helfer zu machen. Dies berichtet die “Badische Zeitung”.

Artikel: “Feuerwehr kritisiert Gemeinderat für Verhalten nach Caritas-Brand” (Badische Zeitung, 5. März 2013)

20 Kommentare zu “Ratsdiskussion statt Einsatznachbesprechung”
  1. Oh weh…ist das traurig! Gut, daß die betreffenden Gemeindevertreter beim Vor- und Zunamen genannt worden sind! Und hoffentlich wird so etwas einmal bei den nächsten Kommunalwahlen honoriert!

  2. Lars Kubera

    Das ist die größte Frechheit die es gibt

  3. Michael Röder

    Pfui,

    die sollten sich was schämen!

  4. Peter Lamaack

    Sobald in einer der Ortsteile dort nach unendlichen Zeiten wieder ein neues Fzg. in Dienst gestellt wird, werden sie wieder Schlange stehen:
    PolitikerInnen aller Parteifarben, die grinsend ein Pressefoto haben möchten.
    Dabei ist es immer wichtig, so zu tun, als hätte der offizielle Repräsentant das eigene Sparbuch dafür geplündert!
    In -D- sind de Menschen nicht politikverdrossen – sie haben nur die PolitikerInnen satt bis obenhin.

  5. Max Barlang

    Sowas darf nicht passieren, vor allem nicht wegen eines Themas, das laut den Politikern schon zu genüge diskutiert worden sei. Die verantwortlichen Politiker sollten aufhören, sich gegenseitig den schwarzen Peter unterzuschieben, sondern es sollte sich jeder an der eigenen Nase fassen. Und vielleicht kann man in der nächsten Ratssitzung darüber diskutieren, was man der Feuerwehr gutes tun könnte (ohne dabei deren Arbeit zu stören)

  6. Albert

    Schon traurig was sich die gewählten Gemeindevertreter so erlauben. Hoffentlich brauchen sie nicht auch mal die Feuerwehr. Einige Politiker führen sich auf wie die Herrscher im Mittelalter. Die Sitzung hätte allein schon wegen der Brandkatastrophen abgesagt werden müssen und alle Gemeinderats Mitglieder einschließlich Bürgermeister hätten ihre Feuerwehr in den schweren Stunden beistehen müssen. Armes Deutschland, hier sieht man wieder was die Freiwilligen Helfer wert sind.

  7. Alfred

    Man sollte diese Damen und Herren geschlossen einladen um sie mal auf ihren Geisteszustand untersuchen zu lassen…

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