Politikerin verärgert mit Ansichten zur Kinderfeuerwehr

Berne (NI) – Die Feuerwehren in Berne (Kreis Wesermarsch) wollen mit der Gründung einer Kinderfeuerwehr noch aktiver in der Nachwuchsgewinnung werden. Im Rahmen einer Sitzung des zuständigen Ratsausschusses sorgte eine Politikerin der Grünen mit ihren Ansichten zur Kinderfeuerwehr allerdings für einen Eklat. Wie “Die Norddeutsche” berichtet, stelle die Politikerin den Sinn einer Kinderfeuerwehr grundsätzlich in Frage. Darüber hinaus halte sie es für falsch, Kinder in Uniformen zu stecken. Dies sei schlecht für die freie Entwicklung. Ebenso würden Kinder durch eine Kinderfeuerwehr zum Zündeln verführt, heißt es in dem Artikel. Sie komme zu dem Schluss, dass mehr Menschen in der Feuerwehr aktiv wären, wenn das Image besser wäre. Die Feuerwehren der Gemeinde reagierten verärgert über die Unkenntnis der Thematik und bezeichnen den Vorgang als großen Vertrauensbruch. Der Ausschuss empfahl dem Gemeinderat bei einer Gegenstimme dennoch die Gründung der Kinderfeuerwehr.

Artikel: “Ärger um geplante Kinderfeuerwehr in Berne” (03. Juli 2015, Die Norddeutsche)

Symbolbild Kinderfeuerwehr. Foto: LFV Rheinland-Pfalz
Symbolbild Kinderfeuerwehr. Foto: LFV Rheinland-Pfalz
10 Kommentare zu “Politikerin verärgert mit Ansichten zur Kinderfeuerwehr”
  1. Thomas

    Schade, mal wieder ein öffentlicher Vertreter ohne Ahnung und viel heiße Luft. Diese Dummheit regiert leider unser Land und bestimmt unsere Zukunft 🙁

  2. Jürgen Bäumlisberger

    Da soll einer die Politiker verstehen !!! erst wollen sie eine 24 std Kinderbetreuung damit die kleinen aufgehoben sind, die Eltern Arbeiten können um den Lebens Standard zu halten um den kleinen auch was zu bieten Schule Ausbildung …… so und warum soll ausgerechnet die Kinderfeuerwehr schädlich sein so was gehört gelobt und gefördert , den dort lernen sie Verantwortung Teamgeist , Technik und Theorie fürs leben . Und genau all das wird doch heute im leben verlangt , warum den nicht in gleicher Kleidung ? T-Shirt Uniform ist wohl in dieser Größenklasse maßlos übertrieben . In Bayern und BW wird es schon mit Erfolg gelebt !!!.

  3. Peter Traunecker

    Die Grünen Spinnen…mehr kann ich nicht dazu sagen.
    Letztes Jahr feierte die Jugendfeuerwehr Winnenden…..ihr 50 jähriges bestehen!
    Wir denken aktuell an eine bambini Feuerwehr nach….für alle 6-10 jährigen Kinder.
    Und Kinder in Uniformen stecken…..haben Fußballer, Handballer oder sonstige Sportarten nicht auch “Uniformen” an?
    Ach ja….steht ja Adidas o.ä. drauf….das ist ja natürlich etwas anderes.
    Trotzdem sehen die Mannschaften gleich aus.
    Egal….die spinnen die Grünen (frei nach Obelix), so sieht erfolgreiche Jugendfeuerwehr aus:
    http://www.jugendfeuerwehr-winnenden.de

  4. Aloysius Berg

    Diese Politikerin will wohl ihre Unfähigkeit demonstrieren,man sollte wohl auch keine Sportgruppen für Kinder mehr gründen, da werden die Kinder ja in Trikots gesteckt, das stört auch die freie Entwicklung.

  5. Stefan

    Hallo,
    bei uns entstehen glücklicherweise immer mehr Kinderfeurwehren. In diesem Jahr haben wir im Landkreis Bamberg bereits das 5. Kreiskinderfeuerwehrfest abgehalten. Meine Empfehlung ist sich gerne bei uns zu informieren oder auch gerne in Bundesland Reinland Pfalz die hierzu sehr viele Informationen zusammengetragen haben.
    Grundsätzlich sei zu bemerken dass die Förderung des Nachwuchses ein wichtiger Bestandteil ist und sein sollte. So ist auch zu erklären dass Kinder teils schon nur mit einem simplen Telefonanruf bei den Leitstellen über den Notruf Menschen gerettet haben und genau das wird auch bei der Kinderfeuerwehr gelehrt. Keinesfalls werden meiner Meinung nach die Kinder zum zündeln verleitet weil sie das Feuer mit den Gefahren kennen lernen und ein Bewusstsein entwickeln. Ich könnte hier noch weitere Punkte aufzählen aber das dürfte vom Platz etwas eng werden.
    Grundsätzlich ist jeder zu unterstützen der sich hier angagiert weil unsere Zukunft sind die Kinder. Und die werden es auch sein die uns schützen wenn sie größer sind und Ihre Kinder dann an das Ehrenamt heranführen wenn sie selbst positive Erfahrungen sammeln konnten.

  6. Karin Gedlich

    Wir die Jugendfeuerwehr Piesau in Thüringen haben schon seit ein paar Jahren eine Kinderfeuerwehr(Bambinifeuerwehr) und haben sehr gute Erfahrungen gemacht.

  7. Karin W.

    Meine Tochter ist eine von mehreren Jugendwarten in unserer Stadt.
    Nach dem gestrigen Jugendfeuerwehr-Dienst berichtete sie, dass vor dem Tor zwei Elfjährige standen und fragten, ob sie mit machen dürften. Der eine Junge war anfangs total verschüchtert, taute dann aber bei dieser Schnupperstunde zunehmend auf. Aus den Erzählungen meiner Tochter erfuhr ich, dass er Einzelkind und seine Mutter Vollzeit berufstätig und alleinerziehend ist. Bisher war der Junge somit weitestgehend ‘sich selbst überlassen’.
    Ich denke, hier leistet die Kinder- oder Jugendfeuerwehr wie andere solche Institutionen eine großartigen Beitrag, den jungen Menschen Werte wie Gemeinschaftssinn, Respekt und Hilfsbereitschaft zu vermitteln. Und das finde ich mehr als lobenswert – gerade in der heutigen Zeit. Für die Kinder und Jugendlichen ist die Gemeinschaft viel wichtiger als die Uniformen.
    Soll sich doch die Dame eher mal drüber auslassen, welches Gesundheitsrisiko für die Halswirbel und Nackenmuskulatur ausgeht durch zuviel Handy- und Computerspielereien.

  8. kenny

    Politiker und Politikerinnen der Grünen zeichnen sich in vielen Bereichen leider als sehr realitätsfern und ideologisch verblendet aus. Uniformen gehören in vielen demokratischen Staaten gerade auch für Kinder zum gewollten Standard, da durch sie Unterschiede in der Herkunft und damit Unterschiede in den Entwicklungschancen ausgeglichen werden können. Gerade das fördert die freie Entwicklung, weil die kindliche Entwicklung ohne die Insignien des elterlichen Status ( Kleidung etc. )als reiche oder arme Bürger stattfinden kann. Völlig daneben ist die Bemerkung, dass durch Uniformen das Zündeln gefördert werde. Wenn solche Leute wie diese Dame als Politiker Einfluss auf unser Leben nehmen können – armes Deutschland !!!

  9. Thomas E.

    Politiker dieser Güte haben wir leider zu viele. Unwissend und fern der Realität. Für Kinder ist das Zusammengehörigkeitsgefühl meiner Meinung nach sehr wichtig. Kameradschaft auch. Aber was das bedeutet weiss die gute Frau wohl nicht. Zum Ansehen der Feuerwehr in der Öffentlichkeit hat sich schon sehr viel getan. Aber wenn Sie das alles verbessern möchte schlage ich ihr vor unverzüglich der nächstgelegenen Freiwilligen Feuerwehr beizutreten oder sich gefälligst aus dem Thema herauszuhalten.

  10. WLMQ112

    Nicht auszudenken, wie die Feuerwehren heute personell aufgestellt wären, wenn man vor vielen Jahren auch gegen die Gründung von Jugendfeuerwehren gewesen wäre … Zur Argumentation der so genannten Politikerin sollte man sich erst gar nicht äußern. Das spart Energie, die wir besser in die gezielte Nachwuchsförderung unserer Feuerwehren stecken.

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