Personalnot: Feuerwehr auf der Kippe

Nöda (TH) – Wieder bringt Mitgliederschwund eine Feuerwehr in akute Gefahr: In dem 800-Einwohner-Örtchen Nöda (Kreis Sömmerda) besteht die Wehr nur noch aus 13 Aktiven. Kommt es tagsüber zu einer Alarmierung, sind gerade mal noch zwei Kameraden einsatzbereit. Wie das Internetportal tlz.de berichtet, sieht der Ortsbrandmeister die Existenz seiner Wehr akut gefährdet.

Artikel: “Personalnot: Nödaer Feuerwehr sucht Freiwillige” (tlz.de, 6. März 2013)

13 Kommentare zu “Personalnot: Feuerwehr auf der Kippe”
  1. Andreas

    Und woran liegst?

    1. An der Arbeitplatzsituation.

    2. Und weil wir eine Dienstleistungsgesellschaft geworden sind. Kaum noch einer macht was ehrenamtliches. Es geht nur ums liebe Geld. Trotzdem verlangen wir die Dienstleistung Feuerwehr

  2. Ich versuche hier mal eine Diskusion zum Thema anzustoßen:

    Auch wenn die Ursachen wohl ähnlich sind – Muss man zwischen “Dorf” und Großstadt, hinsichtlich der Lösung, nicht differenzieren?

    Könnte man in einer Großstadt nicht eventuell tagsüber alle alamieren, die in einem Stadtteil arbeiten und abends / nachts alle, die dort wohnen?

  3. Frank Florian

    Das ist die Zukunft, die leider schon begonnen hat! Es trifft aber nicht nur die kleine TSF-Wehr mit ihren drei Einsätzen im Jahr, sondern viel härter die mittleren und großen Einheiten mit mehr als 100 Einsätzen und Sonderfahrzeugen.

  4. Früher war fast jeder Chef stolz darauf, freiwillige Feuerwehrleute unter seinen Mitarbeitern zu haben. Heute ist das genau anders herum.

    Das ganze müßte gesetzlich so klar formuliert werden, dass jeder Bescheid weiß. Dann könnte sich das wieder bessern!

    Das Hauptproblem ist jedoch, dass die Leute auswärts arbeiten und für Einsätze alleine schon deshalb nicht zur Verfügung stehen können, weil die Entfernung zu groß ist.

    Glücklicherweise hat die Kommunalpolitik in vielen Orten dies erkannt und es werden verstärkt freiwillige Feuerwehrleute bei der Stadt angestellt, wie z. B. Baubetriebshof oder Ordnungsamt. Hier ist man auf einem guten Weg!

  5. Leider die Realität! Aber solange es Feuerwehren gibt, die ihre Aktivenzahlen schönreden, wird es noch dauern bis was passiert! Ich kenn Feuerwehren die sprechen von 100 Aktiven, aber das von den 100 die Hälfte gar net weiß wo das Gerätehaus steht, bzw. seit Jahren gar nimmer mit ausrückt oder zu Übungen erscheint, das schreibens net!

  6. Herbert Kuipers

    Ich kann nur hoffen das nichts schief geht.
    ich bin selber auch mitglied einer FF der immer wieder personal sucht.

  7. @ Martin Sutor , klasse ! der Kommentar hätte auch von mir sein können und ich kenne das aus Heiligenhafen (Lkr.Ostholstein, S-H) , da wird auch gerne etliches schön geredet und rumgeheult das man unter einer Personalnot leidet und z.T. nicht mehr den Brandschutz zu 100% gewährleisten kann für eine über 9000 Einwohner zählende Stadt aber…… Leute die sich dort melden wird der Eintritt verwehrt !!(kein Witz !) auch wenn diese schon über eine zig jahrelange Einsatzerfahrung verfügen nebst LKW-Lappen . Nicht immer sind die FFW schuld an dieser Miesere aber leider gibt es einige Wehren wo man nur zweifeln kann und wo es nachweisbar hausgemachte Probleme sind . Mir tun die FFW leid die sich bemühen um Personal aber die aufgrund einer schwachen Infrastruktur auf verlorenen Posten stehen d.h, wo zig Menschen wegziehen um woanders Arbeit zu finden .

  8. Rolf Zastrow

    Hallo Zusammen
    Die Problematik bei uns hier am Hochrhein ist die Nähe zur Schweizer Grenze. Unsere Nachbarn bieten im Vergleich einfach die besseren Verdienstmöglichkeiten. Und da die einheimischen Betriebe nicht gewillt sind wenigstens annähernd gleiche Bedingungen zu schaffen ist es nur logisch das viele FwA tagaüber pendeln und nicht zur Verfügung stehe. Auch wir als grosse Fw können dem nur mit grosszügiger Alarmierung entgegenwirken.

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