Landesrechnungshof prüft Eintreffzeiten

Hildesheim (NI) – Acht Minuten nach der Alarmierung soll die Feuerwehr am Einsatzort eintreffen. Diese von den Berufsfeuerwehren abgeleitete Hilfsfrist überprüft derzeit der Niedersächsische Landesrechnungshof bei den freiwilligen Feuerwehren im Land. Wie die “Ostfriesen Zeitung” berichtet, sieht der für den Aufsichtsbereich Osnabrück 1 zuständige Regierungsbrandmeister Arnold Eyhusen diesen Wert besonders für kleinere Feuerwehren auf dem Lande als problematisch an. Erste Feuerwehren passen deswegen nun ihre Alarm- und Ausrückeordnungen an. Die überprüfende Behörde will ihre Ergebnisse in Kürze in einem Bericht vorstellen.

Artikel: “Feuerwehr soll schneller werden” (Ostfriesen Zeitung, 31. Mai 2014)

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18 Kommentare zu “Landesrechnungshof prüft Eintreffzeiten”
  1. Es wird zum Wohl der Bürger eine Überprüfung durchgeführt. Keiner will einer Feuerwehr damit an die Wäsche, aber hauptsache erstmal hier Quatsch von sich geben.
    Steht irgendwo, dass die jeweilige Feuerwehr Schuld ist?
    Was bringt es, wenn man die Folgen des demografischen Wandels tot schweigt und dann am Ende beim Wohnungsbrand ein LF mit 3 Leuten auf der Matte steht?
    Dann lieber die AAO anpassen und Menschen helfen, statt einen auf “unser Löschbezirk, unser Feuer” zu machen.

  2. Sebastian Warnke

    Einige “Kameraden” haben offenbar immer noch nicht begriffen,dass es nur noch gemeinsam geht. Da haben persönliche Befindlichkeiten einfach keinen Platz mehr!

  3. Tobias Küpers dass Problem ist dass selbst wenn du die AAO änderst werden die Fahrzeuge der FF nicht schneller vor Ort sein. Auch die Nachbarwehr muss erstmal zum Gerätehaus und dann ausrücken.

  4. Stimmt Tobias den leider ist es in vielen Freiwilligen Feuerwehren immer noch so das nicht nachalamiert wird ,oder die Arlarmpläne seit jahren nicht Überarbeitet wurden. Leider ist es nun mal so das immer mehr kameraden einen Arbeitgeber haben der zu weit vom Gerätehaus weg ist, und somit nicht zurverfügung steht.

  5. Auricher Feuerwehrmann

    Da hat die kleine Gemeinde Ihlow in unserem Landkreis ja mal richtig was angestoßen. Nachdem Ende letzter Woche unsere Lokalpresse viel zu berichten hatten (auch die Ostfriesischen Nachrichten waren sehr aktiv), kommt es jetzt überregional ins Rollen.
    In dem Bericht der OZ sollte man insbesonder den letzten Absatz beachten. Dort heißt es, dass der Landesrechnungshof nur “Empfehlungen” gibt und keine Vorschriften machen kann. Also es wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird.
    Aber in Ihlow ist sowieso einiges anders. Dort werden gebrauchte voll funktionsfähige TLF für wenig Geld gekauft, um sie denn bei den Ortsfeuerwehren als GW – Lösch (soll wohl “Gerätewagen – Löschwasserversorgung” heißen) einzusetzen. Das sorgt im Landkreis schon für Erheiterung. Und jetzt noch die Panik wegen dem LRH entfachen. Mal schauen, was als nächstes kommt.

  6. Auf Dauer sollten Anreize geschaffen werden, den FW-Berufspendlern Möglichkeiten der Einbindung in die Wehren an den Arbeitsplätzen zu ermöglichen! Das bringt in ländlichen Gebieten etwas, aber da ist die Landespolitik gefragt.

  7. Ich sage mal, der Weg vom Gerätehaus zum Einsatz ist ja nicht so das Thema. Der Weg vom Arbeitsplatz zum Gerätehaus muss deutlich beschleunigt werden. Da gibt’s nicht viel zu prüfen… Ideen müssen her…

  8. Die Hilfsfrist von 8 Minuten ist weder willkürlich ausgedacht noch zur Gängelung der Freiwilligen Feuerwehren da. Sie basiert schlicht auf einer Studie zur Erträglichkeits- und Reanimationsgrenze von Personen im Brandrauch. Auf dieser Grundlage ist die Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren entwickelt worden.

    Das Land Niedersachsen hat keine verbindliche Hilfsfrist definiert. Insofern kann man nur auf die anerkannte Regel der guten fachlichen Praxis zurückgreifen und das ist die genannte Empfehlung.

    Festzuhalten ist, dass die Kommunen dazu verpflichtet sind, eine den örtlichen Gegebenheiten entsprechend leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen und zu unterhalten. Zur Leistungsfähigkeit gehört das zeitnahe Eintreffen am Einsatzort in bestimmter Stärke. Wie die Kommune dieser Verpflichtung nachkommt, ist zuänchst ihr überlassen. Das bedeutet, dass Rat und Verwaltung darüber zu entscheiden haben.

    Die meisten Kommune stellen eine Freiwillige Feuerwehr auf. Damit bedienen sie sich Freiwilliger Feuerwehrleute zur Erfüllung ihrer Aufgaben. Wenn mit diesen Freiwilligen die Hilfristen nicht eingehalten werden können, dann ist und kann dies keine Kritik an den Feuerwehrleuten sein. Es ist vielmehr eine schlichte Tatsache.

    Wenn die Hilfsfrist nicht eingehalten werden kann, weil zu viele Kameraden außerhalb arbeiten oder zu wenige Einwohner sich aktiv engagieren, muss die Kommune geeignete Maßnahmen ergreifen. Sie kann Anreize für aktive Mitglieder bieten, versuchen Arbeitsplätze zu schaffen, ihre eigenen Mitarbeiter zum Dienst in der Feuerwehr anhalten, bezahlte Kräfte einstellen, und, und, und ….

    Manche versuchen auch, es sich vermeintlich leicht zu machen. Da werden kann verlängerte Hilfsfristen diskutiert. Fachlich und sachlich ist das sicher falsch. Wenn aber Rat und Verwaltung eine verlängerte Hilfsfrist beschließen, dann übernehmen sie dafür auch die Verantwortung und sie müssen den Einwohner erklären, dass eine Rettung innerhalb der Reanimationsgrenze nicht vorgesehen ist. Dann weiß wenigsten jeder, woran er ist.

  9. Selbst wenn das erste Fahrzeug 2 Minuten nach der Alarmierung ausrückt, bleiben nur 6 Minuten bis zum Eintreffen übrig. Lass es jetzt mal ein Unfall auf der Autobahn sein. Erstmal zur Autobahn hin, was schon eine Zeit dauert und dann noch durch die (teils nicht vorhandene) Rettungsgasse, bis zur Unfallstelle.

    Unmöglich einzuhalten.

  10. Jan Ehlers, eine AAO besteht aber nicht nur aus dem großen roten Knopf. Eventuell muss man für einen kleineren Einsatz dann einfach mal eine Schleife mit mehr Personen alarmieren.
    Außerdem: mir ist lieber nach 8 Minuten 3 Personen da zu haben und nach insgesamt 15 minuten dann die nächste Feuerwehr mit einem LZ, als nach 8 Minuten eine FW mit 3 Mann und dann erfolgt erst eine Nachalarmierung.

  11. Endlich mal einer im Land der sich für die Bürger und die Feuerwehren einsetzt. Wir brauchen diese Debatte um die Qualität der Feuerwehren zu halten und das Grundrecht der Bürger zu schützen. Es geht nicht gegen die Feuerwehren sondern gegen die alten Strukturen die man weitaus besser gestalten kann!

  12. Markus H.

    Nun die Diskussion gibt es Aufgrund Knapper Kassen fast überall. Die Bedenken sind einfach, wenn die Zeit auf 10 Minuten erhöht wird ist es rein rechnerisch möglich die ein oder andere kleinere TSF Einheit wegfallen zu lassen. Genau das ist das kritische und verwerfliche an der Diskussion, nicht das die Hilf Frist verlängert wird.

    Gruß Markus

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