Künftig nur zentrale Fahrzeugbeschaffung?

Magdeburg (ST) – Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht hat angeregt, Feuerwehrfahrzeuge künftig nur noch zentral durch das Land zu beschaffen – und so durch vereinheitlichte Großeinkäufe bares Geld zu sparen. Wie die “Mitteldeutsche Zeitung” berichtet, löst der Vorschlag gemischte Reaktionen in dem Bundesland aus. Bei der Berufsfeuerwehr Magdeburg seien die Überlegungen kritisch kommentiert worden. Die Stadtverwaltung in Halle stünde hingegen dem Gedankenspiel positiv gegenüber.

Artikel: “Stadt hofft auf Spareffekte durch Zentralkauf” (Mitteldeutsche Zeitung, 17. Februar 2012)

9 Kommentare zu “Künftig nur zentrale Fahrzeugbeschaffung?”
  1. Also ich schätze,dass dies definitiv nicht der richtige Weg sein wird.Zum beispiel,braucht die FF XY ein neues LF,weil dass alte Fahrzeug nicht mehr geeignet/einsatzbereit ist.Deswegen braucht FF XY ein LF20 doch weil das Land nur LF10 beschafft hat,wird dies wieder nur eine unnötige Geldausgeberei,weil FF XY das LF20 erst beschaffen muss.

  2. Sueder80

    Wer redet jetzt den von Fahrzeugzuteilungen oder ähnlichen Massnahmen? Man kann erfassen welche Wehr wann welches Fahrzeug braucht. Bei den Verkehrsbetrieben im VRR ist es inzwischen Standard das Busse gemeinsam beschafft werden weil es einfach billiger ist bei einem Fahrzeughersteller 40 Busse zu kaufen als wenn man 4 mal 10 Fahrzeuge bestellt.
    Jede Wehr kann ja noch Sonderwünsche was die Ausstattung angeht dazubestellen.
    Alleine wenn die Fahrgestelle gemeinsam beschafft werden ist es sicherlich sehr viel günstiger als wenn jedes Fahrzeug einzeln bestellt wird.

    Das Geld was dadurch gespart wird kann man ja auch gut für andere Zwecke bei der Feuerwehr nutzen.

  3. Ich denke auch, daß das nicht der richtige Weg ist. Wenn man sich mit mehreren Kommunen zusammen schliesst, ok, aber was ist mit bedarfsgerechten Fahrzeugen?
    Da sehe ich dann eher die probleme wie in Italien, wo Fahrzeuge generell durch das Ministerium in Rom beschafft werden. Da kommt es oft vor, daß man Fahrzeuge bekommt, wie man nicht will bzw nicht die, die man braucht.
    Über diesen Plan muß sehr, sehr gut nachgedacht werden!

  4. Es gehören alte Zöpfe abgeschnitten. Ein Standard-Wohnungsbrand ist in x der gleiche wie in Y. Ein VU in W der Gleiche wie Z. Muss jedes “Kuhkaff”, sorry Gemeinde eine eigenes TSF-W oder LF 10-6 neu “erfinden”? Muss jede größere Ortswehr Monate an Arbiet in eine eigene Ausschreibung für ein eigenes (H)LF 20/16 investieren? Meiner Ansicht anch Nein!. Es gibt eine Standardbeladung und Module aus denen ich auswählen kann. Das gibt schon die DIN vor. Wenn klar ist, welche Fahrzeugklasse angeschafft wird, gibt es im Rahmen der Zusatzmodule bzw. Gewichtsreserven genügend Möglichkeiten das Fahrzeug zu individualisieren. Die Sereienvergabe spart Eld, siehe THW. Und eine einheitliche Fahrzeugbestellung hätte auch den psoitiven Effekt, daß die Beladung udn deren Unterbringung wieder einheitlicher udn funktionsgerechter würde.

  5. Notrufprotokoll

    Was zum Teufel ist ein Bedarfsfahrzeug?! In den DIN ist wirklich für jeden was dabei, vom Standard-TSF bis hin zum HLF mit 16 Tonnen, 2500 Litern Wasser und LKW-Rettungsbühne.

    Zentrale Beschaffungen sind längst überfällig, hier lassen sich Millionen sparen und die überregionale Zusammenarbeit, auch im Einsatzfall, drastisch verbessern.

    Die Kosten für LKW-Fahrgestelle im Bereich 14-20 Tonnen lassen sich bei der Abnahme größerer Margen um bis zu 25%, bei Sonderkonditionen sogar bis zu 40% senken, immense Kosten sparen.
    Massenbesschaffungen der Bestückung senken die Preise erheblich, und nicht zuletzt wird die Position des Beschaffers gegenüber des Lieferanten extrem gestärkt.

    Neben dem Kostenvorteil gibt es insbesondere bei Großlagen einen immensen Vorteil, wenn die Einsatzkräfte fahrzeugübergreifend arbeiten können.
    Das ist hier in Hamburg ein riesiger Vorteil, dann zentraler Beschaffungen in großer Stückzahl beim gleichen Aufbausteller weiss jeder zumindest grob wo er zu suchen hat, die Knöpfe an der Pumpe sind gleich und die Aggregate sind identisch, ob BF oder FF.

    So lässt sich das Personal laufend durchtauschen, die gebunden Fahrzeuge bleiben die selben.

    Und nicht ganz zuletzt, durch eine zentrale Beschaffungstelle wird in den Kommunen der Verwaltungsaufwand durch die Aufschreibung gespart, und die diversen fehlerhaften Ausschreibungen, die in den letzten Jahren einkassiert wurden, unterbleiben hoffentlich.

    Von mir ganz großer Zuspruch, alle Bundesländer sollten nachziehen, nicht nur Stadtstaaten oder Großstädte.

  6. Huber37?

    Natürlich…schließlich gibt es zwar Standartfahrzeuge,aber jedes Fahrzeug muss auf die örtlichen bestimmungen abgeschnitten sein.
    Also ich kann dann nicht einfach,ein TLF16/25 durch ein TSW-W ersetzen.

    Du bist eher der “Typ” der lieber kauft,ohne nachzudenken.

  7. @Flo … erst denken dann schreiben. Lass Dir mal von Deinem Kommandanten erklären wie eine Fahrzeugbeschaffung läuft. Wenn heute ein neues Fahrzeug ansteht wird erst einmal geprüft welchen “Typ” brauche ich. Sind die Anforderungen gestiegen/gefallen/ gleichgeblieben. Und wenn ich dann weiss ich bruach ein LF 20/16 oder ein TSF/W geht heute die arbeit der Wehren erst richtig los. Weil jede Wehr ein eigens Fahrzeugen.

    Und btw. es gibt keine “örtlichen Bestimmungen” sondern höchstens örtliche Anforderungen. Aber auch die lassen sich durch eien normgerechte Beladung erfüllen. Dafür gibt es sogenannte Zusatzmodule.

  8. Sueder80

    @flo
    Ich glaube kein Mensch hat bisher davon geredet das die Fahrzeuge von “oben” zugeteilt werden. Ich habe es eher so wie huber37 und Notrufprotokoll aufgefasst das sich z.B. 10 Gemeinden die z.B. ein neues Lf 20/16 beschaffen wollen alleine schon bei den Fahrgestellen zusammenschließen. Die großen Aufbauhersteller bauen inzwischen ihre Fahrzeuge eh Fließbandmässig und gehen trotzdem auf Sonderwünsche ein.

    In Deutschland ist es ja auch seit bestimmt 50 Jahren Praxis. Die meisten Dekon-Fahrzeuge beschafft der Bund und stellt sie den Wehren zur Verfügung. Das gleiche galt früher auch für Rüst- und Schlauchwagen. Die LF-16TS sind heute auch noch weit verbreitet. Und alle wurden in großen Bestellungen beschafft. Ich glaube nicht das man diese Anzahl Fahrzeuge hätte beschaffen können wenn man bei jedem den Einzelpreis bezahlt hätte.

    Es kann natürlich sein das einige dieser Fahrzeuge sich in irgendwelchen Hallen die Räder eckig stehen weil sie selten gebraucht werden und wahrscheinlich bei manch einer gut motivierten TSF-Wehr besser genutzt werden könnten.

  9. das Problem ist sicher nicht die Beschaffung sonder das LSA wieder mal nur kopiert. LSA ist ganz anderst aufgestellt wie Brandenburg. Geographie Bevölkerung usw. das IBK hat zwar Arbeitsgruppen gebildet aber wir warten alle gespannt ab !

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