Kommandant klagt über “Feuerwehr-Burnout”

Stuttgart (BW) – Bei der Feuerwehr in Stuttgart-Plieningen gab es einen Führungswechsel. Der bisherige Kommandant hat nach fünf Jahren als Stellvertreter und zehn Jahren an der Spitze genug. Gegenüber der Stuttgarter Zeitung sagte Gerhard Gehrung: “Ich habe Feuerwehr-Burnout”. Die Belastungen, die mit dieser Aufgabe einher gehen, seien dem Selbstständigen laut des Artikels inzwischen einfach zu viel geworden – obwohl er den Job mochte. Insbesondere der Neubau des Feuerwehrhauses sei “an die Substanz” gegangen.

Artikel: “Der Feuerwehrmann ist ausgebrannt” (Stuttgarter Zeitung, 11. Februar 2013)

5 Kommentare zu “Kommandant klagt über “Feuerwehr-Burnout””
  1. Führungskraft

    Glückwunsch und Dank an den Kollegen, dass er es zehn Jahre durchgezogen hat. Nur wer selbst einmal die Funktion übernommen hat, weiß, was da alles auf einen zukommt – und gefühlt wird es ständig mehr. Schon bei einer mittelgroßen Feuerwehr muss man damit rechnen, einen echten Zweitjob zu übernehmen, der einen täglich (!) mehrere Stunden kostet. Einsätze sind da noch nicht mitgerechnet. Und wenn dann noch ein Großprojekt – wie hier ein Neubau – dazu kommt, herzlichen Glückwunsch. Es wundert mich nicht, dass viele nach einer Amtszeit wieder zurück ins Glied treten.

  2. weitere Führungskraft

    Ich kann Führungskraft nur beipflichten. Auch für mich waren die ersten sechs Jahre als Ortsbrandmeister einer mittelgroßen Feuerwehr kein Zuckerschlecken.Allerdings habe ich geregelte Arbeitszeiten und mein Arbeitgeber spielt mit. Die Familie, das Eigenheim und die Freunde fordern auch ihren Tribut. So lange es Spass macht und man genug Unterstützung aus den eigenen Reihen erfährt alles kein Problem, doch wehe es läuft nicht alles rund. Ich kann den Kameraden voll verstehen. Man kann schnell Gefahr laufen auszubrennen wenn man nicht auf sich selbst aufpasst.
    Die Feuerwehren können froh sein, wenn sie noch geeignete Führungskräfte finden die den Job gern und aus voller Überzeugung machen wollen.

  3. Ich selbst bin als Feuerwehrkommandant tätig und kann nur sagen, es soll jemand einmal eine Tätigkeit ehrenamtlich 10 Jahre in Führungsposition tätigen, dann hat man wirklich sehr viel für das Wohl der Bevölkerung beigetragen. Ich selbst habe mich noch einmal für eine Periode entschieden und dannach ist aber auch für mich “Ende”. Neue Fürhungskräfte neue Ideen, daher finde ich diese Entscheidung sehr mutig.

  4. Schirrmeister

    Ich bin seit einiger Zeit Schirrmeister in einem großen THW Ortsverband in NRW und auch ich merke das dieser Job an meine Substanz geht. Ich habe Schichtarbeit und dann noch das THW, das schlaucht schon sehr. Aber ich habe immer wieder versucht kleine Auszeiten zu nehmen, was bei der OV Führung nicht ganz so gut ankam. Deswegen habe ich den Entschluss gefasst den Schirrmeister aufzugeben und Reservehelfer zu werden, ausserdem fange ich Anfang März einen Klinikaufenthalt an um mich gegen BurnOut zu behandeln zu lassen. Ich hoffe das ich wieder Ruhe zubekommen und das es mir wieder besser geht.

  5. Ludwig riegler

    Respekt vor dem Kameraden aus Stuttgart-Pli.
    das er so so offen darüber spricht.
    Was in unserer Zeit nicht Selbstverständlich ist.
    Ich bin mommentan auch kurz davor mein Amt niederzulegen,den
    ich bin hier nicht nut Kdt. sondern Jugendwart und Zeugwart.
    und fühle mich auch aussgebrannt.
    ja,jetzt werde viele sagen..was macht er auch soviel..
    ja ,stimmt.Aber ich habe mommentan keine der die Arbeit als Jw und Gw
    macht.
    Ich hatte immer Spass bei der Fw,und sie hatt mich über
    eine schwere Zeit hinweg geholfen.

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