Keine Postöffnung beim Feuerwehreinsatz?

Kaufungen (HE) – Für rund eine Stunde war die Postagentur im Rathaus in Oberkaufungen (Kreis Kassel) nicht besetzt – der zuständige Gemeindemitarbeiter, Mitglied der freiwilligen Feuerwehr, war zu einem Einsatz ausgerückt. Weil offenbar aufgrund einer Panne kein Vertreter die Postagentur übernahm, standen die Kunden vor einem leeren Schalter. Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) führte daraufhin mit dem Hauptamtsleiter ein Interview. Und stellte die Frage: “Muss jemand, der in einem so wichtigen Bereich wie der Postagentur arbeitet, wirklich bei jedem Feuerwehreinsatz mit ausrücken?”

Artikel: “Postagentur war verwaist” (HNA, 27. Juni 2012)

48 Kommentare zu “Keine Postöffnung beim Feuerwehreinsatz?”
  1. Simon Hieronimus

    Das ist jetzt nich euer Ernst ? Ich hätte mich weggeschmissen vor lachen…..
    Ist die Feuerwehr denn auch keine wichtige Stelle …… Manchen Cehfs sollte man den Allerwertesten versohlen weil sie sich über das Engagement der Mitarbeiter aufregen. Ohne diese Leute mit dieser freizeitlichen Verpflichtung würde es schon manches Dorf oder so manche Stadt nicht mehr. Ich hoffe diese Leute regen sich noch mehr über die Freiwiiligen Feuerwehrleute aufum diese zu feuern und dann haben sie keinen Spaß mehr an dem Hobby das sie für die Gesellschaft und die Sicherheit ausüben. Somit wird manche Feuerwehr aufgelöst und die Firmen die mit Elektizität arbeiten kriegen einen Technischen Defekt ins Haus und regen isch selbst auf weil sie den oder Die Feuerwehrleute gefeuert haben und somit dazu beigetragen haben dass die Sicherheit in vielen Orten nicht merh gewährleistet wird und ist.
    Das wars meinerseits
    Liebe Grüße
    Simon Hieronimus

  2. Ich bin auch der Meinung das man seine post auch später oder wo anders abgeben kann.
    Was is Wichtiger ein Menschenleben oder der Brief der zu Oma soll oder Paket was Verschickt werden soll?
    Die DP is doch selbst daran schuld warum Fahren sie auch das Personal nach unten un geben das ganze an Private ab?

  3. Marita Ulrich

    Kein Arbeitgeber ist verpflichtet, einen Feuerwehrangehörigen zum Einsatz gehen zu lassen. Kann ein Postangestellter seinen Schalter einfach verlassen wegen Alarm und die Kunden stehen lassen? Kann ein Taxifahrer einfach beim Alarm zur Wache fahren und seinen Kunden im Auto sitzen lassen?
    Heutzutage gibt es schon Arbeitgeber, die stellen keine Leute ein, die in der Feuerwehr sind.
    Jeder Arbeitgeber macht das mehr oder weniger auf freiwilliger Basis, aber eine Verpflichtung gibt es meines Wissens nicht. Und mal ganz ehrlich…wegen so einer simplen Ölspur zum Beispiel den Arbeitsplatz zu verlassen und Kunden stehen zu lassen, ist auch nicht das wahre.
    Wenn es um Menschenleben geht, ist das verständlich. Aber… Arbeit geht immer noch vor…denn von der freiwilligen Feuerwehr kann man seine Familie nicht ernähren.
    Und bevor hier jetzt Protestschreie kommen…ich bin kein Arbeitgeber sondern selber bei der Feuerwehr und darf auch zu jedem Einsatz los…mein Mann aber nicht.

  4. @ Tim:

    siehe Neufassung des Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetzes Vom 3. Dezember 2010 im Paragraphen 11 Abs. 2

    Da steht geschrieben Zitat: (2) Beschäftigte, die während der Arbeitszeit an Einsätzen, Übungen und Ausbildungsveranstaltungen teilnehmen, sind für die Dauer der Teilnahme unter Gewährung des Arbeitsentgelts, das sie ohne die Teilnahme erhalten hätten, von der Arbeitsleistung freizustellen. Bei Einsätzen erstrecken sich Freistellungs- und Entgeltanspruch auch auf den zur Wiederherstellung der Arbeits- oder Dienstfähigkeit erforderlichen Zeitraum danach (Regenerationszeit nach Einsätzen).

    Zitat Ende

  5. J. Häfele

    Der Reporter hätte sich mal vor dem Interview vielleicht etwas erkundigen können wie die Alarmierung einer Freiwilligen Feuerwehr abläuft.

    Mich würde mal interessieren.

    Wie reagiert der Amtsleiter und der Reporter wohl wenn’s bei ihnen brennt, sie in einen VU verwickelt sind oder sie aus sonst einem Grunde die Feuerwehr brauchen und keiner kommt.

    Da jeder ja beim arbeiten ist und wartet bis einer an Funk geht um den Einsatzauftrag entgegen zu nehmen, nicht immer mit dem übereinstimmen was vor Ort dann wirklich los ist.

  6. über was soll man sich zuerst aufregen? Über “muss er wirklich zu jedem einsatz mit” oder über das “an einer so wichtigen position”?…also wenn die position so wichtig ist, wieso gibts da anscheinend nur einen mitarbeiter?

  7. oh man was ist den Wichtiger … ein Feuerwehrseinsatz wo es evtl. um Menschenleben geht oder obl die Postagentur geöffnet ist …. und es steht auch in dem Text, das es eine Panne war, das keine Vertretung anwesend war …. Wenn den Leuten das Haus abbrennt aber keiner kommt um zu löschen, weil die Postagentur oder die Sparkasse oder der Supermarkt geöffnet sein müssen was ist den dann los ?

  8. Trashman

    Wir bekommen zum Glück von der Leitstelle ein Alarmstichwort angesagt. Damit kann man schon selbst ganz gut einschätzen, was Sache ist, bzw. abwägen, ob man wirklich gebraucht wird. Wenn der Postler also für eine Ölspur oder irgend eine andere Bagatelle vom Dienst verschwunden ist, wäre das wahrscheinlich überflüssig (je nach Tagesstärke der FF). Dafür können dann auch mal „die anderen” ran, die dann nicht gerade Menschen stehen lassen müssen. Bei Einsatzstichworten, wo es um Menschenleben geht, muss ich gar nicht diskutieren – da ist das selbstverständlich, dass jeder Mitarbeiter egal in welchem Betrieb, alles stehen und liegen lässt, um zu helfen. Das ist jedenfalls meine Meinung und ich bin auch Chef von drei Angestellten! 😉

  9. Die Panne hat sich doch die Post selbst zuzuschreiben. Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet seine Leute die bei der Feuerwehr sind gehen zu lassen. Ich denke das Päckchen kann man auch später aufgeben Menschenleben sind wichtiger

  10. Für einen Arbeitgeber ist jeder Mitarbeiter in einer “wichtigen” Position, klar muss man abwägen, wenn man halt mal nicht abkömmlich ist, dann ist das so, das muss man je nach Indikation abwägen. Wo kommen wir denn hin wenn bei jedem der von der Arbeit zum Feuerwehreinsatz geht so ein Zirkus gemacht wird, irgendwann kommt dann keiner mehr wenn es bei DIR brennt!

  11. Leute mal ehrlich und fassen wir uns ans Herz man sollte wirklich über die ehrenamtlichen FeuewehrKameraden froh sein das es sie gibt und auch den Arbeitgeber danken das Sie das ermöglichen ihre Leute gehen lassen. Man muss nicht nur an sich als Arbeitgeber denken sondern auch an die die die Hilfe benötigen in diesem Augenblick. Es gibt notfalls noch sowas wie das FSHG und da ist alles niedergeschrieben.
    Man sollte bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit nicht ausser acht lassen das es meistens unentgeltlich ist.
    “Unsere Freizeit für ihre Sicherheit “

  12. @Tim Strater Also bei uns in Bayern ist das im Bayerischem Feuerwehrgesetz in Art.9 geregelt. Wenn natürlich ein AG Absolut dagegen ist das jemand zu Einsätzen während der Arbeitszeit ausrückt dann würde ich das im Interesse meines Berufes berücksichtigen. Denn der AG wird sonst irgendwelche andere Gründe finden um betreffende Person loszuwerden,

  13. @ Tim Strater: Guck mal im “Gesetz über Brandschutz und die Hilfeleistungen der Feuerwehren (Brandschutzgesetz – BrSchG) des Landes Schleswig-Holstein” => § 30 (2) Soziale Sicherung… daraus lässt sich die Antwort auf deine Frage ableiten!!! En entsprechendes gestz mit passendem Absatz gitb es in jedem Bundesland, wo es auch unterschiedlich heißen kann!!! Natürlich kann man als Arbeitnehmer & Mitglied einer FW nicht zum Einsatz eilen, wenn man unabkömmlich ist. Das ist natürlich selbstverständlich & richtig. (z. B. ein Straßenbahn-/Busfahrer kann nicht einfach mitten während der Fahrt anhalten, zum Feuerwehreinsatz “abhauen” und Straßenbahn & Fahrgäste sich selbst überlassen und da stehen lassen.)

  14. Oder in Hessen im HBKG
    paragraph 11 Absatz 2.
    Auszug:(2) Nehmen Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer während der Arbeitszeit an Einsätzen, Übungen oder Ausbildungsveranstaltungen teil, so sind sie für die Dauer der Teilnahme unter Weitergewährung des Arbeitsentgelts, das sie ohne die Teilnahme erhalten hätten, von der Arbeitsleistung freizustellen. ….

  15. und wenn die immer so weiter machen und sich beschweren dann kommt bald keiner mehr zu einem einsatz und die sich meistens beschweren das sind die richtigen will die mal sehen wenn deren hab und gut vor deren augen verbrennt…..

  16. Patrick Manthey

    Habt ihr euch mal den Link, der auf den dazugehörigen Zeitungsartikel hinweist, durchgelesen !? Da wird`s noch besser, Zitat: “Muss jemand, der in einem so wichtigen Bereich wie der Postagentur arbeitet, wirklich bei jedem Feuerwehreinsatz mit ausrücken?

    Marth: Nein, sicher nicht bei jedem Einsatz, sondern nur bei den wichtigeren. So wird das aber auch gehandhabt. Wegen einer Ölspur muss der Mitarbeiter der Postagentur nicht unbedingt ausrücken. Zitat Ende”

    Meiner Meinung nach ist jeder Einsatz wichtig, eine Ölspur könnte zum Beispiel einen VU veursachen, wenn ein Autofahrer sie übersieht und darauf eine Vollbremsung macht und das Lenkrad verzieht.

  17. Der Mensch der in der Post sitzt ist in der glücklichen Lage seinen Arbeitsplatz direkt am Ort zu haben. Viele Leute arbeiten ja auswärts und sind für Einsätze nicht sofort verfügbar. In diesem Fall kann man sagen: JA, der muss ausrücken weil er einfach direkt am Ort ist. Wieviele FF’s können auch mal nicht ausrücken weil einfach kein Maschinist da ist?

  18. Ja, er muss ausrücken. Heutzutags bringen viele Feuerwehren untertags die Autos leider nicht mehr voll. Eine Schande, dass sich da noch jemand drüber beschwert, wenn ein zuverlässiger Feuerwehrler ausrückt, um anderen zu helfen.

  19. LOOL 😀
    Ich schmeiss mich weg !
    Wenn er im Ort arbeitet,sollte er bei jedem Einsatz mit ausrücken,weil sonst z.B
    weier Weg arbeitene Kameraden erst unnötig zum Feuerwehrhaus fahren müssen.

  20. Unglaublich, mehr fällt mir dazu echt nicht ein!!!!
    Wenn mein Chef sagt “Feuerwehreinsatz, du kannst weg” dann mach ich das!
    Soll nu jeder Freiwillige erst abwägen “Brauchen die mich oder brauchen die mich heute net”
    Irgendwann kommt keiner mehr, und dann sind wir auch dran schuld……..

  21. Michael

    die Frage von dem Redakteur war aber nicht erst gemeind, oder? wenn man bei einer Hilfsorganisation ist, dann hat man auch die Pflicht mit auszurücken, wenn es Möglich ist; und so wie ich den obigen Bericht verstehe, war es dem Betroffenen möglich. Also was will der Redakteur? in der heutigen Gesellschaft, sollte keiner auf einen Ego-Trip geh’n, der ein bisschen Mitgefühl hat.

    und noch etwas aus eigener Erfahrung: die, die sich oft über die Leute von den Hilfs-Orga’s aufregen, sind auch immer die, die als erstes schreien, wenn in puncto Hilfe-Leistung am lautesten schreien.

  22. Michael

    @Markus Krenkel: Da hast Du allerdings Recht Markus!

  23. ,,was geht mich fremdes elend an” irgendwan nimmt das nochmal ein schlimmes ende, kein wunder wenn keiner mehr das ehrenamt aus üben will…………….

  24. Sueder80

    ein paar Leute haben es ja schon geschrieben: Es gibt so was wie eine Garantenstellung in der man nicht seinen Arbeitsplatz verlassen darf.

    Es wird auschließlich von einer Postagentur gesprochen. Das heißt das ein Privater Dienstleister Service für die Post anbietet.
    Wenn jetzt der Feuerwehrmann der Besitzer dieser Agentur war und sie geschlossen hat muss er wohl mit Sanktionen durch die Deutsche Post rechnen.

  25. Thomas

    Man muss sich in der heutigen Zeit schon überlegen wo man sein Geld verdient.Die Feuerwehr kommt an 2 Stelle . Meine Meinung

  26. was soll diese frage, sind die bescheuert? Klar !muss! er weg. Ohne worte…

  27. FF´ler

    Das Problem ist nur da stehts drin aber was Arbeitgeber machen ist was anderes kenn ich aus eigener Erfahrung!

    Geld scheint wichtiger zu sein als Menschenleben.

    Armes Deutschland!

    Das man überlegen muss ob man weg geht oder auf der Arbeit bleibt!

    Den es kommt oft der Spruch: ” Wer zahlt ihr Gehalt? Wir oder die Feuerwehr!?”

  28. Man ist ja einiges gewöhnt, was die Ignoranz der Bevölkerung gegenüber der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren angeht. Aber ein Amtsleiter einer Gemeinde, sollte solche Aussagen gegenüber der Presse nicht treffen, sondern die Wichtigkeit der Tagesalarmsicherheit und das Engagement aller Freiwilligen Feuerwehrleute und Firmen,die Mitarbeiter freistellen, unterstützen.

    Spätestens wenn eine Gemeinde eigens Personal einstellen muss, werden alle sehen, wie teuer es für alle Bürger wird.

    Aber in Kaufungen hängt offensichtlich die öffentliche Sicherheit u. Ordnung vom Briefmarkenverkauf ab.

  29. So ein Aufriss, nur weil eine Absprache nicht geklappt hat?!

    Da steht nicht, dass er nicht hätte gehen dürfen oder das er etwas falsch gemacht hätte, sondern nur das es eine Absprache gibt (man sich also schon vorher damit beschäftigt hat, dass es passieren kann das derjenige schnell mal verschwindet) und es einfach nicht geklappt hat. Also schlicht “Dumm gelaufen”.
    Es muss doch nun nur geschaut werden wo der Fehler war und beim nächsten mal läuft alles glatt.

  30. Lächerlich, eine Gemeinde bestehend aus 3 Ortsteilen mit lt. Internetseite 13.500 Einwohnern verkraftet es nicht, dass Ihre Poststelle in einem Ortsteil mal nicht besetzt ist. Wenn ich ein dringendes Paket hab geh ich halt in Nachbarort der wahrscheinlich nicht mal 5km entfernt ist. Was machen die eigentlich wenn der Angestellte mal aufs Klo muss? Darf er dies dann auch nicht, weil sonst der ganze Ort von der Außenwelt abgeschnitten ist? Also sorry aber die Bevölkerung/Presse/Politik soll doch froh sein dass sich noch jemand findet der bei einer Feuerwehr tätig ist. Überall hört man es fehlt an Nachwuchs, bei so einer Aktion der Zeitung und des Arbeitsgeber brauch man sich ja da nicht wundern.

  31. Sueder80

    So jetzt mal für die ganz schlauen:
    Es ging nicht darum das der Angestellte der Gemeinde der die Postagentur betreut nicht weg darf sondern das die Vertretung nicht funktioniert hat.
    In dem Interview steht nirgendwo das der Mitarbeiter bei bestimmten Einsatzstichworten nicht den Arbeitsplatz verlassen darf.

  32. Stefan

    Hallo,

    also das ist alles nicht so einfach!
    Ich selbst habe eine Postagentur und ich darf nicht einfach zumachen bzw. Urlaub oder ähnliches ist im Vertrag so geregelt.
    Desweiteren sollten Sie mal die Kunden erleben wenn schon eine Person am Schalter steht bzw. man Pünktlich öffnet, die Kunden werden oft ausfällig oder werfen einem alles mögliche vor.
    Deshalb ist es nicht so einfach zu einem Einsatz zu gehen, da bekommt man schnell von der Post eine Abmahnung & von den Kunden hagelt es Beschwerden bzw. kommen die nicht mehr und sprechen schlecht über das Unternehmen, da ja auch noch das andere Geschäft mit dranhängt.
    Ich selbst bin auch bei einer FF, ich arbeite zu zweit, aber in starkzeiten geht gar nichts ohne Vertretung, da die Kunden auch nicht gewillt sind bei einer Notlage etwas zu warten trotz eigens angefertigtes Schild bin im Einsatz, bitte um kurze Geduld Sie werden gleich bedient.
    Es liegt also nicht immer bei den Arbeitgebern, nur die Existenz dieser beruht auf genügend Personal bei der Feuerwehr, also auch Tagsüber.

    Desweiteren weiß auch nicht jeder Kamerad was ist bei der Alarmierung, bei mir wird nichts angezeigt, es könnte alles sein.
    Ich finde das liegt viel bei unserer heutigen Gesellschaft!!!!

  33. Schrotti

    Haben manche Leute eigentlich noch alle Latten am Zaun??? Das Konzept der freiwilligen Feuerwehr ist etwas Einzigartiges, worauf Deutschland eigentlich stolz sein kann. Aber wenn man dann sowas liest, fragt man sich als Freiwilliger wirklich, warum man eigentlich noch so blöd ist und sich den ganzen Scheiß antut. Wer hat denn bitte schön Lust bei 50 Grad Asphalttemperatur eine Ölspur auf der Autobahn mit einem einfachen Besen wegzufegen? Falls jemand Spaß daran hat, bitte melden! Wieso sollte ein Postmitarbeiter nicht zu so einem Einsatz gehen??? Muss aus der Ölspur erst ein Einsatz mit Toten werden, damit seine Abwesenheit gerechtfertigt ist? Und wenn die Arbeit des Postmitarbeiters wichtiger ist, als die Feuerwehr, warum sollte dann ein Bankangestellter, ein Bauarbeiter oder eine Verkäuferin zum Einsatz kommen? Ist deren Arbeit etwa weniger wert? So wie der Artikel geschrieben und das Interview geführt ist, bekommt man das Gefühl, dass Postmitarbeiter etwas Besseres sind und dass Feuerwehr nur ein lästiges Übel ist. Zum Teufel mit den Idioten, welche in einer Notsituation nicht mehr weiter wissen und die 112 wählen. Wieso schalten wir nicht einfach während den normalen Arbeitszeiten eine Mailbox auf mit der Ansage “Guten Tag, Sie haben den Feuerwehr-Notruf gewählt. Leider haben unsere freiwilligen Mitglieder in der Zeit von 7.00 bis 17.00 Uhr etwas besseres zu tun, als Ihnen zu helfen. Bitte rufen Sie daher zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal an.”

    Sorry für die direkten Worte, aber da fällt einem echt nix mehr daz ein…

  34. @sueder80
    Doch!
    “Marth: Nein, sicher nicht bei jedem Einsatz, sondern nur bei den wichtigeren. So wird das aber auch gehandhabt. Wegen einer Ölspur muss der Mitarbeiter der Postagentur nicht unbedingt ausrücken. ”

    Wo fang ich an zu Unterscheiden zwischen Wichtig und Unwichtig?

  35. Übrigens geht es hier doch gar nicht um einen Angestellten der Deutschen Post, sondern um den Angestellten einer Postagentur! Da sind die Regelungen wie schon erwähnt durchaus knallhart, wenn man das Ding als Selbstständiger betreibt kann man sich auch nicht mit irgendwelchen Freistellungs- und Teilnahmepflichten rausreden, man ist sein eigener Chef.

    Diese Agentur scheint allerdings im Rathaus durch die Gemeinde selbst betrieben zu werden, weil im Artikel von einem “Gemeindemitarbeiter” die Rede ist.

    Wenn nicht die Gemeindemitarbeiter zu Einsätzen gehen dürfen, wer bitte sonst?

  36. Mathias

    Hallo,

    Die Kommentare hier sind teilweise Grenzwertig, natürlich gibt es eine rechtliche Grundlage für Feuerwehr Einsätze und immerhin sparen freiwillige den unternehmen in Deutschland Milliarden an steuern.

    Meiner Meinung nach sollte die Politik endlich bessere Regelungen und anreize für unternehmen bieten.

    Im gleichen atemzug die Strafen für das abhalten eines Feuerwehrmannes empfindlicher gestaltet werden. Eine olspur kann auch Seher gefährlich werden.

    Hobby ist der einsatzdienst heutzutage nicht mehr sondern ein Risiko auf ganzer Linie.

    Macht weiter so Kameraden und helft weiter.

    Mathias

  37. Es ist schon ziemlich vermessen, aufgrund der veröffentlichten Meldung von Menschenleben etc. als Begründung zu sprechen. Das steht nirgendwo! Es ist gleichzeitig beeindruckend, dass die Einsatzbereitschaft genau dieser Feuerwehr offensichtlich genau vonb diesem einen Mitglied abhängt. Hier mangelt es meiner Ansicht nach an eindeutigen organisatorischen Strukturen innerhalb der Feuerwehr, wenn sie sich nicht einmal in der Lage sieht, entsprechende Regelungen zu treffen. Und da hilft das Gejammer und Wichtigtun von Mitgliedern der Feuerwehren gar nichts. Ganz im Gegenteil: Arbeitgeber werden noch öfter die Mitgliedschaft in Einsatzorganisationen als Kriterium für die Beschäftigung nehmen.

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