KATWARN: Warnsystem hat bei Übung versagt

Emden (NI) – Das Bevölkerungswarnsystem KATWARN soll im Falle einer drohenden Katastrophe die Bevölkerung rechtzeitig per SMS und eMail warnen (feuerwehrmagazin.de berichtete). Am vergangenen Samstag wurde das System bei einer Großübung in Emden getestet. Es versagte jedoch, berichtete der NDR. Drei Mal wurde ein Versuch gestartet die Warnung zu versenden, vergebens. Der Sender berichtet weiterhin, dass das Frauenhofer Institut, welches dass Sytem entwickelt hat, nun nach der Ursache für das Versagen sucht.

Artikel: “Katastrophen-Alarm und keiner kriegt es mit” (NDR.de, 4. April 2011)

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2 Kommentare zu “KATWARN: Warnsystem hat bei Übung versagt”
  1. Joachim Riese

    Berlin (pm) – Bei einer Katastrophenübung am Samstag, 2. April 2011 in Emden/ Ostfriesland hat die Text-Alarmierung per SMS und E-Mail über das Frühwarnsystem KATWARN aufgrund einer Fehlkonfiguration nicht funktioniert. Der Fehler ist behoben und wird in Zukunft durch eine automatische Systemüberwachung ausgeschlossen.
    KATWARN ist ein komplexes IT-System. Verschiedene Sicherheitsmechanismen schützen vor dem unbefugten Zugriff externer Rechnersysteme. Um im Ernstfall verlässliche Warnungen ortsgenau an die registrierten Bürger zu senden, wird derjenige Teil des Systems, der die Warnungen versendet, über eine spezielle »Adresse« angesprochen und aktiviert. Bei der Übung war diese von einem Mitarbeiter falsch eingestellt worden. Das System hat daraufhin die Warnungen nicht wie vorgesehen versendet. Der Konfigurationsfehler wurde behoben und wird zukünftig durch eine automatische Systemüberwachung ergänzt.
    Um Schwachstellen im System vor dem Ernstfall aufzudecken, wird KATWARN regelmäßigen Praxistests unterzogen und befindet sich zurzeit sowohl in Ostfriesland (in Aurich, Wittmund, Leer und der Stadt Emden) als auch in Frankfurt a.M. in einer Pilotphase. Auch die Katastrophenübung am Samstag verfolgte das Ziel, noch vorhandene Fehlerquellen aufzudecken und zu beseitigen. In weiteren bisherigen Tests hat das System fehlerfrei funktioniert.
    Das Fraunhofer ISST bedauert den Fehler und geht nunmehr von einem reibungslosen Funktionieren aus.

  2. Bachsau

    Komplexer als es sein müsste und vor allem nicht ernstzunehmen, so lange man sich anmelden muss.

    Ein vernünftiges System würde einfach SMS an jedes Handy schicken, das in bestimmten Funkzellen eingebucht ist.

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