Katastrophenforscher verlassen Kiel

Kiel (SH) – Die renommierte Katastrophenforschungsstelle (KFS) an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel muss ihre Pforten schließen. Das berichtet der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag am Mittwoch. Der Grund: Die Uni kann die Forscher nicht mehr finanzieren. Sechs andere Universitäten haben Interesse bekundet, die Forschungsarbeiten zu übernehmen. In der engeren Wahl sind den Angaben zufolge Siegen, Freiburg und die Technische Universität Berlin.

Artikel: “Kiel verliert seine Katastrophenforscher” (shz.de, 9. März 2011)

8 Kommentare zu “Katastrophenforscher verlassen Kiel”
  1. Bernd W. Mende

    Eine kluge Entscheidung “unserer” Landesregierung: Wir schaffen einfach die Katastrophenforschungsstelle ab, damit es endlich keine Katastrophen mehr gibt.

  2. Peter Lamaack

    Kann es daran liegen, daß der geistige Vater dieser Einrichtung, Prof. Dombrowsky einfach in den Ruhestand geht?
    Viele Uni-Institute verdanken ihren Ruf bestimmten ltd. Personen.
    Wenn diese – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr da sind, müssen die Claims neu abgesteckt werden.
    D.h. auch, daß andere Hochschulen die Fühler ausstrecken,

  3. Christa Görsch

    Ich möchte Herrn Lamaack darauf aufmerksam machen, dass der geistige Vater der Katastrophenforschungsstelle Herr Professor Dr. Lars Clausen war!
    Christa Görsch

  4. Peter Lamaack

    Danke für den Hinweis!
    Von einem Prof. L. Clausen hatte ich noch nie etwas gehört oder gelesen.
    Herrn Dombrowsky habe ich auf einigen Kongressen und Fortbildungen erlebt.
    Freunde von mir “kennen” ihn von gemeinsamen Auslandseinsätzen.
    Gerade die letzten Tage zeigten ihn wiederholt als wirklichen (nicht selbsternannten) Experten zur Situation in Japan, wo er auch tätig war.

    Keinesfalls wollte ich den Gründer oder Ideenträger der Forschungsstelle totschweigenn!
    In meiner Wahrnehehmung steht und fällt eine derartige Einrichtung gerade durch die Führungspersönlichkeit.
    Prof. Dombrowska war und ist eine solche.

  5. Willi Streitz

    Es wäre hilfreich, wenn wenigstens die Tatsachen zutreffend dargestellt würden. Es ist nicht richtig, dass die Uni die Forscher nicht mehr finanzieren kann. Zutreffend ist, dass sie die Forschern noch nie finanziert hat und dies auch in Zukunft nicht muss. Die Forscher sind aus Drittmitteln finanziert. Lediglich die Stelle des Leiters der KFS wird (noch bis Ende Mai 2011) aus Landesmitteln finanziert. Sie ist mit einem KW-Vermerk versehen.

    Die ltd. Personen, wie Herr Lamaack den fälschlich als “Geistigen Vater” gesehenen Honorarprofessor W.D Dombrowsky bezeichtnet, verdanken ihren Ruf gern auch jenen ungenannten Mitarbeitern, die in Drittmittelprojekten ihre Pflichten erfüllen. Die Reputation der KFS gründet also auf viel mehr als das Charisma eines Einzelnen.

  6. Peter Lamaack

    Es wäre dann aber auch recht und billig, in den hier eingestellten Mails darauf hinzuweisen, daß sowohl Frau Görsch als auch Herr Streitz MitarbeiterInnen dieser Forschungsstelle sind.
    Zumindest entnehme ich dies der offen einsehbaren web-site des Institutes.

    Eine beliebige Forschungsstelle gründet ihren Erfolg oder Mißerfolg stets auf das TEAM aller Mitarbeiter, vom wissenschaftlichen “Häuptling” bis hin zur Reinemachefrau.
    Eine gute Leitungskraft ist sich dessen bewusst, honoriert dies auch, muß es aber nicht bei jedem öffentlichen Auftreten betonen.
    Das die Katastrophenforschungsstelle in Kiel jetzt schliesst, ist bedauerlich.
    Die Interna’s der schleswig-holsteinischen Hochschulpolitik sind mir nicht geläufig.
    Das sich andere Universitäten in anderen Bundesländern quasi darum “reissen”, eine solche Einrichtung zu bekommen, ist für mich der Beweis für die in Kiel erfolgte sehr gute Arbeit.
    Auch ich habe davon profitieren können!

  7. Willi Streitz

    Was mich betrifft, hat Herr Lamaack recht. Ich bin Mitarbeiter der KFS. Was Frau Görsch betrifft irrt er und es gilt Satz 1 meines Kommentars vom 15.3.2011 um 12:58.

  8. Marliese Broschey

    Herr Lamaack,
    ich hoffe, dass sich ihr übriges Wissen nicht auf persönliche Begegnungen reduziert, denn Prof. Dr. Lars Clausen war der Gründer und frühere Leiter der Katastrophenforschungsstelle der CAU, von der sie angeblich profitiert haben. Das hat mit Herrn Mende, Dr. Streitz und Frau Görsch nun tatsächlich nichts zu tun. Ich hoffe, ihr Profit reduziert sich nicht wieder auf Oberflächlichkeiten, denn Ihre Kommentare entbehren etwas der akademischen Sinnhaftigkeit.

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