Innenministerium unterbindet Hilfseinsatz

Erwitte (NW) – Einen Hochwasser-Hilfseinsatz der Feuerwehr Erwitte (Kreis Soest) hat das nordrhein-westfälische Innenministerium nach einem Bericht der WAZ im letzten Moment gestoppt. Nach einem Hilferuf aus ihrer Partnerstadt Aken (Elbe) wollten die Nordrhein-Westfalen zur Unterstützung ausrücken. Dem schob das Ministerium unmittelbar vor Abfahrt des Konvois einen Riegel vor. Begründung: Die Kräfte aus Erwitte gehören zu einer Reserve, die im Notfall in Niedersachsen aushelfen muss.

Artikel: “Erwitter Feuerwehr darf überfluteter Partnerstadt nicht helfen” (derwesten.de, 10. Juni 2013)

29 Kommentare zu “Innenministerium unterbindet Hilfseinsatz”
  1. Dann sollen die Erschöpften Helfer die schon Tage lang im Wasser stehen den ihr schicksal selber überlassen meiner meinung nach.mal sehen wie schnell die dann nach Unterstützung Betteln.

  2. Was ein Schwachsinn der hier gepostet wird. Ich würde sagen alle Feuerwehren fahren planlos los und machen einfach irgendwas. Dann sind die ganzen Kritiker wenigstens ruhig. Mal im ernst klar wird dort jede Hilfe gebraucht. Aber auch da gilt Zuviele Köche verderben den Brei.

  3. Naja so eine Katastrope muss auch geplant sein 🙂

  4. Ich bin Zwiegespalten. Natürlich kann nicht jede Wehr einfach drauflos fahren. Auch wenn dieser Einsatz örtlich detailliert geplant war, ist die Begründung des Innenministeriums nicht von der Hand zu weisen.
    Was aber definitiv nicht geht, ist die Art und Weise wie diese Gründe übermittelt wurden. Absolut überheblich. So zerstört man die Motivation der ehrenamtlichen Helfer.

  5. Thomas G.

    Verstehe ich das richtig? Da fordert während einer Großschadenslage ein kleiner Ortsbrandmeister – unter Umgehung der örtlichen Einsatzleitung und des Katastrophenschutzstabes – eigenmächtig überörtliche Hilfe aus einem mehrere hundert Kilometer entfernten Bundesland an???

  6. reifra112

    Packen wir unsere Koffer ! Schnappen wir uns ein paar Reserve LF`s und überfluten wir den Osten ein weiteres mal !

  7. wir stehen auch schon seid donnerstag auf abruf…es kann nicht sein das alles schuften müssen am ende sind und wir als reserve nicht zum austausch kommen damit die anderen mal ne pause bekommen

  8. Rescuebo

    Das Problem ist einfach, dass die Innenminister der Länder sowie die Landräte in den Schadensgebieten mal wieder keine Planung haben. Wenn ich das schon höre, dass 100 Milchkühe eine Woche lang nicht gerettet werden konnten, obwohl die Bundeswehr Schwimmende Brücken zu dem Bauernhof hätte aufbauen können. Dies war aber leider nicht möglich, weil der zuständige Landrat keinen Kathastrophenfall ausgelöst hat. In unserem Landkreis gibt es mehrere KatS- Löschzüge, die nur darauf warten aus Solidarität Hilfe leisten zu können und die erschöpften Menschen vor Ort abzulösen. Dies ist aber leider auch nicht möglich, weil uns keiner anfordert!? Hängt es vielleicht an der Kohle? Hauptsache ein Politiker nach dem anderen fliegt für mehrere Tausend Euro in die Schadensgebiete und macht Wahlversprechen für die sich die hilflosen Menschen vor Ort auch nichts kaufen können. Hier läuft irgendwie einiges schief!

  9. Ist ja eine gute Idee gewesen,aber wenn ihr als Notreserve für was anderes eingeplant seid könnt ihr nicht einfach losfahren. Habt ihr euch mit euerer Feuerwehrspitze KBM,KBI,KBR nicht abgesprochen? Das muss das erste sein das der Kommandant sich mit den vorgesetzten Stellen in Verbindung setzt und das abklärt.

  10. V.Clemens

    Wie brauchen eindeutig mehr Förderalismus! Viel mehr !

  11. Es sollte auch hier in NRW noch genug Feuerwehr sein, Notlagen können auch vor der Tür anfallen..Denkt doch ml an die Unwetterlagen…Außerdem müssen solche Einsätze wirklich genau geplant werden. Können z. B. auch einfach da hin fahren aber dann stehe wir vielleicht im Wege oder stehen sinnlos da irgendwo rum und woanders ist dringend Hilfe erforderlich.

    Überspitzt gesagt:Denkt an den 11.9. New York. Viele Kameraden sind deshalb umgekommen, weil sie einfach in die Twin Towers reingerannt sind.

    Der Vergleich mag zwar an den “Haaren herbeigezogen” sein, aber es geht ums Prinzip:
    Wenn Hilfe angefordert wird, sollte das den normalen Dienstweg gehen, sonst weiß keiner mehr, wo die eigene Feuerwehr ist. Es mag frustrierend sein, aber es sollte der Kopf eingeschaltet werden. Was nutzen 1000 kaputte müde Feuerwehrleute und es gibt keine Reserven mehr? Was ist, wenn es wieder regnet? Dann ist gar niemand mehr verfügbar. Lieber ein paar hundert Feuerwehrleute in der Hinterhand haben, die dann im Bedarfsfall entweder kaputte Leute ablösen oder bei einer Verschärfung der Lage sofort an diese Stelle nachrücken können.

    Oder es fahren einfach Einheiten weg und paar Stunden später stürzt ein großes Flugzeug in der nächsten Stadt ab. Und dann?Wer hilft dann noch?

  12. Tobias Becker

    Lasst sie einfach alle irgendwo hin fahren.

    1973 hat man ja beim “Heidebrand” gesehen, was dann passiert….

  13. Peter Lamaack

    Meine regionale TV-Berichterstattung (HE) informierte darüber, daß ein organisationsübergreifendes Kontigentin SA über Tg. nicht eingesetzt wurde – was die Motivation nicht gerade förderte. Es wurde durchaus erwähnt, daß die AG der HelferInnen diese kurzfristigst freigestellt hatten und es künftig dann wohl Schwierigkeiten damit geben könnte.
    Das ministerielle Lagezentrum vor Ort wurde dann durch eigens angereiste Mitarbeiter des hess. IM “beraten”, damit tatsächlich die Kräfte zum Einsatz kamen – und völlig erschöpfte Kräfte ablösen konnten.

    Jeder Helfer -unabhängig seiner Jackenfarbe- weiss, daß die Sandkastenspiele von irgendwelchen Stäben nicht imer der Realität entsprechen. Am runden Sitzungstisch bei Kaffee und Gebäck ist immer alles logisch. In der Einsatzsituation hingegen ist es unübersichtlich und in ständiger Veränderung.
    Ich halte es für völlig normal, wenn die hilfsbedürftige Gemeinde A. (im Osten) ihre Partnergemeinde B. (im Westen) um Unterstützung bittet. Hier wurde seitens der Partnergemeinde B. ja sogar richtig geplant bzw. die kommunale Führungsebene (Bürgermeister) eingebunden.
    Von meiner eigenen Stadt (Wiesbaden, HE) weiss ich, daß sie in der Vergangenheit mehrfach einer Partnerstadt in Polen (Breslau) mit FW-Kräften geholfen hat.

    Ich kann mir nicht helfen: für mich hat das einen sehr bitteren Geschmack und ich habe eher den Eindruck, daß sich hier Parteibuchverantwortliche beleidigt gefühlt haben, weil man sie “einfach” übergangen hat.

  14. Krämer

    Hallo
    klar kann ich verstehen, dass jeder helfen will, aber denkt doch mal alle bitte auch an euren Grundschutz zu hause. Ihr seid hier genauso wichtig wie unsere Kammeraden im Katastrophengebiet. Es ist niemanden geholfen planlos irgendwo hinzufahren.

  15. In NRW ist die überörtliche Hilfe detailliert vorgeplant und koordiniert. Es hilft niemandem, wenn einzelne Einheiten solche Pläne boykottieren. Insofern: völlig richtige Entscheidung, schwer naiv von den beiden Beteiligten Feuerwehren.

  16. Jürgen

    Hallo Kameraden
    Eins kann ich Euch versprechen der Einsatz war bis ins detei geplant auch mit der Wehrführung in der Patnerstadt abgesprochen denn diese hat uns ja gebeten ob wir Personal senden können und damit wir nicht den kameraden vor Ort zur last fallen wurden auch Verpflegung und eine mobiles Grossrauzelt mitgeführt. Also werd dort blockt das das planlos war hat sich falsch informiert. Der Brandschutz war sichergestellt es währen 29 Kameraden von 200 anch Sachsen Anhalt abgezugen worden. Wer sich darüber Informieren möchte : WDR.de / Hellwegradio.de/ derPartriot.de da ist nochmal durch die Presse alles erklärt.

  17. Stefan

    Man fährt auch erst wenn man angefordert wir und nicht ein fach so! Das sollen auch mal die Erwitter kapieren!!!

    Den wenn die Kräfte dasind müssen diese auch verpflegt werden und wovon soll das kommen und wer soll das machen.

  18. Einige Kommentatoren und offensichtlich auch Führungskräfte sollten sofort ihre Feuerwehr verlassen, da sie offensichtlich Planung und Strukturen und damit Zuständigkeiten nicht kennen und nicht akzeptieren. Es geht bei einer derartigen Schadenslage mit länderübergreifenden Maßnahmen nicht mehr um örtliche Belange, so gut sie auch vorbereitet und motiviert sein mögen.

  19. Damberg

    Macht es doch einfach: Siehe Feuerwehr Magazin Spezial, Sonderheft Die Flut, 01/2003, “Auf eigene Faust”
    Gruß Damberg

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