Hort im Feuerwehrhaus: Wehrführer treten zurück

Lindenau (BB) – Ein Streit in Lindenau (Kreis Oberspreewald-Lausitz) droht zu eskalieren. Die Gemeindevertreter haben laut Medienberichten ohne Rücksprache mit der Feuerwehr beschlossen, dass in dem Schulungsraum des Feuerwehrhauses ein Kinderhort eingerichtet werden soll. Der Feuerwehr sei vorher mitgeteilt worden, dass dieser Plan fallengelassen wurde. Aus Unmut über den Beschluss ist die gesamte Wehrführung des Amtes Ortrand zurückgetreten. Auch die Einsatzbereitschaft innerhalb der Kameradschaft nehme immer weiter ab, berichtet die “Lausitzer Rundschau”. Außerdem sei den ehemaligen Wehrführern unter Androhung von Strafe verboten worden, über die Geschehnisse zu sprechen, berichtet die Zeitung. Ab Juli soll ein Schlichter bei der Vermittlung helfen.

Artikel: “Streit um Hört im Gerätehaus eskaliert” (04. Juli 2015, Lausitzer Rundschau)

Symbolbild Blaulicht. Foto: Christopher Benkert
Symbolbild Blaulicht. Foto: Christopher Benkert
5 Kommentare zu “Hort im Feuerwehrhaus: Wehrführer treten zurück”
  1. Karl Sion

    Dieser Vorgang ist ein typisches Zeichen dafür, welchen Stellenwert die Feuerwehr bei den Politikern einnimmt. Manchen Feuerwehrmitgliedern kann man einen Tritt ins Hinterteil geben, und sie sagen dann noch “Danke”. Liebe Kameraden, werdet bitte selbstbewusster und zeigt den Politikern auch mal die rote Karte. Die Politiker brauchen uns, und nicht wir die. Noch nicht 0,1% der Politiker sind aktive Feuerwehrmitglieder, wohl nutzen 99,9 % der Politiker die Gutmütigkeit der ehrenamtlichen Feuerwehrmitglieder aus. Diese Spielereien, die man sich mit den Feuerwehren erlaubt, würde sich kein Politiker mit der Organisation “THW” erlauben.

  2. Ronny

    Hallo,

    an was machen Sie die Aussage mit dem THW fest?
    Es gibt beim THW auch etliche Baustellen wie marode Unterkünfte, Garagen die einige km von der Unterkunft entfernt sind, alte Fahrzeuge usw.
    Die Probleme sind nicht so verschieden.

    Mfg
    Ronny

  3. Michael

    Hallo,
    wir leben seit 1996 damit, dass der Kindergarten unseren Schulungsraum als Turnraum benutzt. Für uns heißt das vor und nach jedem Dienst Tische uns Stühle rücken. Eine Ende ist ist frühestens 2021 in Sicht. Wir haben sogar beim Anbau des Kindergarten an das Feuerwehrhaus tatkräftig mitgeholfen, allerdings unter anderen Voraussetzung… Weiter geh ich jetzt lieber nicht ins Detail.
    Gruß Michael

  4. @Karl Sion
    Diese verallgemeinernden und undifferenzierten Aussagen sind total unangebracht.

    Leider ist der aufgezeigte Einzelfall ein mehr als negatives Beispiel für die Kommunikation untereinander. Leider sind die Hintergründe aus der Berichterstattung nicht ersichtlich.Und genau das würde zu einem serösen Journalismus mit einem Qualitätsanspruch dazugehören!!!

  5. Wer den Bericht in den Lausitzer Rundschau liest, kann keine einseitige oder tendenziöse Berichterstattung erkennen. Es stand dem Amtsdirektor frei, eine wenn auch nur vorläufige Stellungnahme abzugeben. Das Problem ist doch, dass diese Art amtlicher Informationspolitik
    ( keine Stellungnahme bei laufendem Verfahren ) zwangsläufig zu ” negativer Kommunikation ” führt. Es hätte zur De-Eskalation genügt, wenigstens Verständnis für die Position der Wehrführung zu äußern. Das ist nicht geschehen und somit müssen sich die verantwortlichen Politiker und Behördenvertreter zumindest Desinteresse an Problemen ihrer ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -Männer gefallen lassen. Solchen Personen werden aber spätestens in einigen Jahren die Augen aufgehen, wenn nämlich bei weiter schrumpfender Bevölkerung niemand mehr bereit ist, sich aktiv unter solchen Rahmenbedingungen für das Gemeinwohl zu engagieren – und das nicht nur in Lindenau, sondern bundesweit !

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