Genervter Autofahrer will RTW zur Seite fahren

Oberhausen (NW) – Die Besatzung eines Rettungswagens (RTW) behandelte in Oberhausen am Mittwoch ein verunfalltes Kind. Andere Verkehrsteilnehmer konnten an dem Einsatzfahrzeug nicht vorbeifahren und mussten warten. Wie die Zeitung „Der Westen“ berichtet, kam es deswegen zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Autofahrer und einer Rettungsfachkraft. Ein 29-Jähriger kam auf die Idee, den RTW kurzerhand zur Seite zu fahren und so Platz zu schaffen. Dafür setzte er sich hinter das Steuer des RTW und versuchte ihn zu starten, was ihm jedoch nicht gelang. Der Feuerwehrmann war darüber empört und forderte den ungebetenen Gast auszusteigen. Die klare Ansage gefiel dem Mann auch nicht und stieß den Feuerwehrmann deshalb vor die Brust. Die anwesende Polizei schritt ein und nahm eine Anzeige wegen Körperverletzung gegen den Störenfried auf.

Artikel: “Ungeduldiger Autofahrer will Rettungswagen zur Seite fahren” (Der Westen, 10. Dezember 2014)

Ähnliche Artikel zum Thema:

Rettungswagen in Oberhausen rückt aus. Symbolfoto: Olaf Preuschoff
Rettungswagen in Oberhausen rückt aus. Symbolfoto: Olaf Preuschoff
9 Kommentare zu “Genervter Autofahrer will RTW zur Seite fahren”
  1. Anonymous

    Ist tatsächlich so, wird immer schlimmer…

    Versuchten Diebstahl und Angriff auf einen Beamten hätte ich ihm noch reingedrückt…

  2. Loeschrat

    ja mei, dem hats halt pressiert, das muss man schon verstehen, gell…

  3. Anonymous

    Nach FSHG -Behinderung von Einsatzkräften – wäre eine saftige Strafe bis zu 25000€ drin, wenn ich mich recht erinnere. Täte dem Typen ganz gut…

  4. Thunder-McNeil

    Oh mann, so was gehört doch echt fürn paar Tage eingesperrt.

    “Nicht in dem Ton.” Hat er zu dem Rettungssanitäter gesagt als er ihn gestoßen hat. Pah, hätte er das mit mir gemacht hätte ich dem mal nen ganz anderen Ton gezeigt und ihn gleich selbst aus dem RTW entfernt.

    Wie schon gesagt wurde: Anzeige wegen Körperverletzung ist noich viel zu wenig. Anzeige wegen versuchten Diebstahls, Beamtenbeleidigung, Tätlichen Angriffs auf einen Beamten sowie Behinderung von Beamten im Dienst wären bei mir da sicher noch drauf gekommen.

    Was ist nur aus Deutschland geworden? Früher wurde man bei der Feuerwehr und im Rettungsdienst noch von allen Respektiert weil man sich für das Wohl anderer einsetzt. Heutzutage sind respektieren einen noch geschätzt 50 Prozent der Leute. Traurig.

  5. Wolfgang Okun

    Den armen Mann wird nichts passieren.
    Wir leben ja in Deutschland und die Gerichte haben für alles verständnis.

  6. und nach ein, zwei Jahren wenn ein Richter mal zeit hat wird verhandelt und dann alles wegen Nichtigkeit gegen eine Zahlung von 20,00 Euro eingestellt !!

  7. Nicht akzeptabel!
    Aber nach Jahrzehnten im BSHD- und RettD: tragen wir immer dazu bei, die in der StVO auch uns gebotene geringst mögliche Belästigung und Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer zu minimieren?
    Spätestens solch ein Vorgang sollte auch dazu dienen, selber mal wieder kritisch auf unser eigenes Verkehrsverhalten zu schauen.
    Schließlich sind WIR es, die durch unser Verhalten mehr oder manchmal auch weniger vertretbar anderen Probleme bereiten.

  8. @Thunder McNeil
    Nur gut, dass Du nicht dabei warst. Diese Einstellung zur Eigenjustiz hat im RD nichts verloren!
    Andere Kommetare zeugen nicht gerade von juristischem Hintergrundwissen. Polemik hilft nicht weiter. Und derartige Entgleisungen sind eine echte Ausnahme, abert dann auch schon eine zuviel.

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: